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Berenberg - Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG im Test für TOPs 2018

Berenberg: 427 Jahre und (k)ein bisschen weise?

Berenberg hat sich für die nächste Runde qualifiziert.
Voller Ehrfurcht treten wir mit der ältesten Privatbank Deutschlands in Kontakt, von der wir gehört haben, dass sie sogar die zweitälteste der Welt ist. Auf Platz 1 steht übrigens die 1472 gegründete italienische Banca Monte dei Paschi di Siena. Da fühlt sich die 1590 als Handelsfirma gegründete Unternehmung der Brüder Hans und Paul Berenberg fast wie ein Jungspund an! Doch eine lange und erfolgreiche Tradition schützt nicht immer vor Torheiten ...
„Die Begleitung vermögender Familien – teilweise über Generationen hinweg – ist eine komplexe und verantwortungsvolle Aufgabe. Nur mit exzellentem Wealth Management werden wir Ihrem Vertrauen gerecht. Wir verstehen darunter, Sie in allen Bereichen umfassend zu betreuen, die Einfluss auf Ihr Vermögen haben. Ihr Berenberg Berater fungiert dabei als Ihr persönlicher Wissenskurator. Auf Basis Ihrer Situation und Ihrer Ziele stellt er passende Informationen für Sie zusammen und bringt Sie mit den besten Spezialisten für relevante Themen und Handlungsfelder zusammen. Als Ergebnis entstehen bei Berenberg Lösungen speziell für Ihr Vermögen.“
Diese präzise und einleuchtende Erklärung ihrer Philosophie begrüßt uns auf dem Internetauftritt der Berenberg Bank. Der Auftritt als Ganzes verströmt Seriosität und Gediegenheit, ohne altbacken zu wirken. Er ist klar gegliedert, so dass man als Nutzer schnell die richtige Information findet. Die dezente maritime Gestaltung der Seite deutet darauf hin, dass München wohl nicht der Hauptsitz der Bank ist – sondern Hamburg. Wie hanseatische Aufrichtig- und Geradlinigkeit mit dem zusammenpassen, was über die Vergangenheit der Bank in diversen Zeitungen behauptet wird, ist uns noch nicht recht klar.

Dubiose Geschäfte?

In einem Bericht der Süddeutschen Zeitung vom Juni 2016 ist davon die Rede, dass es in der jüngsten Vergangenheit von Deutschlands ältester Privatbank nicht immer mit rechten Dingen zuging und fragwürdige Geschäfte getätigt wurden: „Mit Währungs-Wechselstuben in Südamerika, die unter Geldwäsche-Experten generell als riskant gelten. Mit Kunden, die man offenbar nicht selbst in Augenschein genommen hatte, sondern dies einer Wirtschaftsprüfgesellschaft aus Zypern überließ. Mit Firmen, die von Scheindirektoren aus einem mutmaßlich kriminellen Netzwerk geleitet wurden, das von Drogenhändlern, Waffenschiebern und Mafiosi genutzt worden sein soll,“ ist dort zu lesen. Das ist starker Tobak. Aber all das schwankt zwischen Spekulation und Information.

Unter Beobachtung

Berenberg stellt mit dem Sprecher der Bank, Dr. Hans-Walter Peters, derzeit auch den Präsidenten des Bundesverbands deutscher Banken. Da muss man sich eine strenge Beobachtung und auch härtere Gangart der Presse gefallen lassen. „Die Bank hatte sich offenbar jahrelang nicht gescheut, Geschäfte mit finsteren Gestalten zu machen, die in zweifelhafte Waffenlieferungen und andere dubiose Deals verwickelt gewesen sein sollen“, so der SZ-O-Ton. Nun merkt man nicht jeder finsteren Gestalt sofort an, dass sie finster ist. Manche gucken sogar ganz freundlich.

Mit dem Blick nach vorn

Nichts Genaues weiß man nicht. Und so wollen wir nicht länger in der Vergangenheit herumwühlen, sondern in die Zukunft schauen. Und in der heißt es, vier Millionen Euro gut und sicher und im Wesentlichen in Fremdwährungen anzulegen. Da können uns die vielfältigen Auslandsbeziehungen von Berenberg dabei helfen, eine vernünftige Lösung zu finden.
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