Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
3243
Capital Bank | Vermögensstrategie, Portfolioqualität und Gesamtbewertung TOPS 2019

Capital Bank: Gut gestreut, selten bereut

Die Capital Bank Grawe Grppe erhält in der Gesamtwertung das rating »Sehr gut«.
Die Capital Bank hat im Beratungsgespräch mit einer überzeugenden Vorstellung vorgelegt und tritt gegenüber Markt und Kunden vorbildlich transparent auf. Der Laie ist beim Blick in den Anlagevorschlag angetan. Doch der Profi findet ein Haar in der ansonsten schmackhaften Suppe.

Die Capital Bank hat im Beratungsgespräch positiv hervorgestochen. Als Fazit hielt die Prüfinstanz kurz und bündig fest:

„Eine schöne Stadt, ein interessantes Bankgebäude, ein gutes Gespräch, nette Berater, ein ordentlicher Anlagevorschlag aus Laiensicht: Was will der Private Banking-Kunde mehr?" Nun, er will nach einem überzeugenden Beratungsgespräch vielleicht wissen, wie der Profi den Anlagevorschlag der Bank beurteilt.

Bewertung von Vermögensstrategie und Portfolioqualität

Von der Capital Bank Salzburg erhalten wir nach dem Telefonat und nach dem Gespräch in der Bank jeweils ein Protokoll. Der Kunde korrigiert darin die Feststellung, er wolle einen Maximalverlustes von 15% tolerieren, in -10%. Ansonsten sind alle Faktoren richtig erfasst. Somit stimmen dann auch die Ausgangsdaten für den Anlagevorschlag.

Die Bank ist der Ansicht, dass in Anbetracht des aktuellen Niedrigzinsumfeldes die Ertragserwartungen aller Anlageklassen zurückgegangen sind. Entsprechend ist es dem Hause nicht möglich, der Verlustschwelle sowie der Ertragserwartung gleichzeitig gerecht zu werden. Eine Erhöhung der Aktienquote wäre erforderlich, welche per se das Risiko erhöht und damit im Konflikt zum geäußerten Maximalverlust stünde.

Die Capital Bank präsentiert zwei Anlagevorschläge

Deshalb möchte uns die Bank zwei Anlagevorschläge präsentieren: Portfolio Verlustschwelle 10% und Werterhalt Plus. Das ist gut herausgearbeitet und klar kommuniziert. Mit dem Portfolio Verlustschwelle 10% nach Steuern, Kosten und Inflation werden laut der Bank etwa 1% Verlust pro Jahr erwirtschaftet. Die offensivere Variante schafft mehr Rendite und erreicht das Ertragsziel des Kunden, den realen Vermögenserhalt.

Beide Varianten werden in Grafiken und Charts gegenüber gestellt und diskutiert. Die Bank kommt zu dem Schluss, dass die Wahrscheinlichkeit, dass unsere Verlustschwelle nicht überschritten wird, nach einer siebenjährigen Haltedauer nur geringfügig höher ist, wenn wir die offensivere Variante wählen.

Doch hier gibt es einen Denkfehler. Es geht nicht um den Verlust am Ende der sieben Jahre, sondern um den maximalen Verlust, den wir während der Laufzeit haben.

Capital Bank lässt den Kunden einen Blick in das offensivere Portfolio werfen

Wenn wir offensiv investieren (dieser Vorschlag wird nun noch detaillierter dargestellt), sieht das Portfolio so aus: 44% Staatsanleihen, 37% Aktien Global, 5% Unternehmensanleihen, 5% Inflationsanleihen, 4% Aktien Schwellenländer, 5% Hochzinsanleihen.

Das Portfolio ist auf der Anleiheseite überwiegend mit Einzeltiteln bestückt. Ein ETF mit europäischen Inflationsanleihen finden wir. Darüber hinaus werden zwei aktiv verwaltete Anleihefonds verwendet.

Das Aktienportfolio ist sehr einfach bestückt: Ein MSCI World ETF und ein MSCI Emerging Markets ETF. Die Streuung ist mit dieser Wahl dennoch hoch, denn wir investieren damit nahezu in den gesamten weltweiten Aktienmarkt.

Capital Bank: Bei Nettoertrag beträgt der Maximalverlust 19,81%.

Netto soll dieser Vorschlag rund 0,1% p.a. erreichen. Dafür müssten wir einen Maximalverlust von -19,81% in Kauf nehmen.
Gut: Die Bank stellt die Frage, ob wir diese Zusatz-Draw-Downs in den Unterwasser-Phasen aushalten können. Die Wertaufholungsphase betrug 287 Tage bis zum alten Höchststand. Am Ende ist dies deutlich zu risikobehaftet und entspricht nicht mehr den Kundenzielen.

Wir finden eine Darstellung der Risikofaktoren, die das Portfolio beeinflussen können. Hier unterteilt die Bank in Aktien-, Bonitäts-, USD-, Zins- und Ölfaktorrisiken. Als größten Risikofaktor unseres Portfolios identifiziert das Haus Aktien, gefolgt von Zinsen und Bonität. Die Kosten liegen bei 0,70% p.a. inkl. 20% Umsatzsteuer. Ein fairer Preis.
Es werden auch aktiv gemanagte Fonds eingesetzt. Daraus erhalten wir die Bestandspflegezahlungen. Allerdings sehen wir keine kumulierten Gesamtkosten, die auch durch diese Fonds anfallen.

Capital Bank bei der Portfolioauswahl nicht ganz treffsicher

Die Bank wirbt mit dem Slogan Fair & Ehrlich. Sie ist ehrlich, wenn sie sagt, dass unsere Ziele nicht erfüllbar sind und diskutiert die Alternativen. Doch leider konzentriert sie sich auf das (zu) offensive Depot.
Gerade weil wir nochmal unsere Risikomentalität nach unten korrigiert haben, hätte die Bank hier eine andere Empfehlung aussprechen sollen. Zudem haben die Wettbewerber mit Blick auf unsere späteren Entnahmewünsche mehr gezeigt, die die Bank perfekt mit nach sieben Jahren den goldenen Lebensabend genießen beschrieben hat.

Fazit Vermögensstruktur und Portfolioqualität

Viele gute Ansätze. Aber da war sogar noch mehr möglich, um uns voll zu überzeugen!

2021 (TOPs 2021) Beratungsgespräch Private Banking mit Überraschungsgast im Shop
2020 (TOPs 2020) Vermögensstrategie Gelungene Wiener Melange im Shop
2019 (TOPs 2020) Beratungsgespräch Ein Wiener Wunder im Shop
2018 (TOPs 2019) Vermögensstrategie Capital Bank: Gut gestreut, selten bereut im Shop
2018 (TOPs 2019) Qualifikation Mehr erwarten - und bekommen im Shop
2017 (TOPs 2018) Qualifikation Capital Bank: Dem Kunden zugewandt im Shop
2016 (TOPs 2017) Beratungsgespräch Capital Bank: Unter Papier und Worten begraben im Shop
2015 (TOPs 2016) Vermögensstrategie Glanz mit Flecken im Shop
2015 (TOPs 2016) Beratungsgespräch Bank Saubermann mit Empathie im Shop

WISSENSWERTES

Capital Bank - GRAWE Gruppe AG - Private Banking Salzburg
Linzer Gasse 4, A-5020 Salzburg,
Österreich
www.capitalbank.at 


Mehr aus Rating

Sie haben Anmerkungen zu diesem Thema? Kontaktieren Sie unsere Redaktion jetzt über redaktion@fuchsbriefe.de – wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung!

Mehr erfahren zum Rating TOPs 2019

GESAMTWERTUNG

Die Capital Bank gehört – trotz des noch erkennbaren Potenzials in der Vermögensstrategie, für die sie ein »Gut« erhält – zu den herausragenden Häusern im Wettbewerb. Sie glänzt im Wertungsbaustein Transparenz, ist in der Vermögensverwaltung mehrfach „Besser als die Benchmark", überzeugt voll im Beratungsgespräch und in der Portfolioqualität. Damit gehört sie in diesem Jahr zu den fünf Top-Anbietern im Markttest.

Meist gelesene Artikel
  • Besser als die Benchmark im Performance-Projekt VII

DRH Vermögensverwaltung: Selbstbewusst zum Erfolg

© Diego Thomazini / Getty Images / iStock
Müssten wir die Anlagestrategie der DRH Vermögensverwaltung in einem Wort zusammenfassen, es hieße ”offensiv”. Im Performance-Projekt VII legt der Vermögensverwalter für den Kunden ein sehr chancenorientiertes Portfolio auf. Das geht gleichzeitig mit hohen Risiken einher, die die Sachsen aber geschickt abfedern.
  • Fuchs plus
  • Stiftungsvermögen 2023: Prisma Investment GmbH in der Ausschreibung

Prisma Investment findet sechs Seiten ausreichend als Vorschlag für die Wilhelm Weidemann Jugendstiftung

© Collage Verlage FUCHSBRIEFE, Grafik: envato elements
Sind sechs Seiten ein Anlagevorschlag? Und wenn ja, wie mag der aussehen? Die Prisma Investment GmbH beteiligt sich jedenfalls mit einer solch extrem kurzen Ausarbeitung selbstbewusst am Wettbewerb um die neue Verwaltung des Stiftungskapitals der Wilhelm Weidemann Jugendstiftung. Aber kann der Frankfurter Vermögensverwalter damit die Stifter beeindrucken?
  • Fuchs plus
  • Erste Anlage zur kommerziellen Nutzung von CO2 entsteht

Heidelberg Materials und Linde verarbeiten CO2-Emissionen weiter

Kohlenstoffdioxid-Tank. © romaset / stock.adobe.com
Heidelberg Materials und Linde werden ab 2025 erstmals eine Anlage im Industriemaßstab bauen, die CO2 abscheiden und weiterverarbeiten kann. Das wird auch Anknüpfungspunkte zur Erforschung weiterer Nutzungsmöglichkeiten eröffnen.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Unternehmen im Abwägungs-Dilemma

Investitionen in China besonders lohnenswert

Börse in China © kromkrathog / stock.adobe.com
China ist für deutsche Unternehmen ein besonders lohnenswerter Investitionsstandort. Im Vergleich zu vielen anderen Ländern ist der Ertragshebel bei Investitionen besonders hoch. Insofern stecken viele Unternehmen in einem Abwägungs-Dilemma, denn trotz wachsender Risiken können und wollen sie nicht auf die Erträge verzichten. FUCHSBRIEFE geben Orientierung beim der Abwägung.
  • Fuchs plus
  • Datenschutz ist ein Innovations-Hemmnis

Fünf Jahre DSGVO: Unternehmen weiterhin verunsichert

DSGVO © fotohansel / stock.adobe.com
An der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) scheiden sich die Geister. Datenschützer feiern sie als Durchbruch beim Verbraucherschutz. Firmen sehen darin ein teures und sperriges EU-Bürokratiemonster. Insbesondere Innovationen und datengetriebenen Geschäftsmodelle seien nur schwer umsetzbar.
  • Fuchs trifft Pferdchen: Der Geldtipp-Podcast Ausgabe 24

In KI, Wasserstoff und andere aussichtsreiche Anlagethemen investieren

© Grafik: Springer Professional
In Episode 24 des Geldtipp-Podcasts analysieren das Pferdchen und der Fuchs Vor- und Nachteile, Risiken und Chancen von thematischen Investments. Sie diskutieren über aktuelle, aussichtsreiche Anlagethemen und besprechen, wann sich ein Investment in Themenfonds lohnt.
Zum Seitenanfang