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CAPITELL VERMÖGENS-MANAGEMENT AG IM TEST FÜR TOPS 2018

Capitell: Mit Köpfchen beraten

Capitell hat sich im Beratungsgespräch für die nächste Auswertungsrunde qualifiziert

Der Name Capitell – er ist sicher vom lateinischen capitellum für „Köpfchen" abgeleitet – passt hervorragend zu diesem Vermögensberater. Denn Köpfchen beweist der Berater vom ersten Telefonat bis zum Ende des Gesprächs. Aber er agiert nicht nur klug und erfahren; es gibt noch Weiteres zu beobachten.

Das gefällt uns: Dieser Vermögensverwalter redet auf seiner modern gestalteten Website Klartext. Gleich auf der ersten Seite erfahren wir das Credo der Capitell Vermögens-Management AG: „Vermögensmanagement ist dann am besten, wenn es von Interessen und Produkten einer Bank entkoppelt ist. Was zählt, sind einzig die Erwartungen und Bedürfnisse des Kunden. Daher beraten wir bankenunabhängig und ohne hauseigene Produkte."

Das ist eine eindeutige Ansage, die uns gefällt. Da weiß man als Kunde gleich, woran man ist. Nach einer mehrjährigen Zusammenarbeit hat sich Ende vergangenen Jahres der bisherige Mehrheitseigner, die Privatbank Berlin von 1929 AG als Tochter des Mannheimer Unternehmers Daniel Hopp entschlossen, die Mehrheitsbeteiligung zugunsten hauseigener Leistungsträger zu reduzieren. Neben dem Vorstand, der die Kapitalmehrheit hält (über 50%), sind seitdem alle Führungskräfte nachhaltig beteiligt (über 25%). Daniel Hopp hält mit dem Rest des Kapitals über die Privatbank Berlin weiterhin eine wesentliche Beteiligung am Unternehmen.

Kein Freund von Fonds

Capitell wird im Jahr 2000 als reiner Vermögensmanager gegründet. Bis 2010 gehört es zur Frankfurter Equinet-Gruppe, bevor 2010 die Privatbank Berlin die Mehrheitsbeteiligung übernimmt. Gegenwärtig arbeitet ein Team aus über 35 erfahrenen Spezialisten an vier Standorten – Hamburg, Hannover, Frankfurt/Main und Baden-Baden – und verwaltet und betreut Vermögenswerte von rund einer Milliarde Euro.

In einem Interview auf Citywire, einem Analyseportal für professionelle Investoren, erklärte Vorstand Wolfgang Krappe Ende vergangenen Jahres den Investmentansatz seines Unternehmens so: „Die Berechenbarkeit der Zukunft wird immer komplizierter. Deswegen ist es das sicherste Investment, in nachhaltige Geschäftsmodelle von guten Unternehmen zu investieren. Diese Unternehmen müssen vor allem liquide sein. Wir sind großer Fan von Substanz-Investments. Wir sind kein Fonds-Freund, sondern versuchen, unternehmerisch auf Einzelwerte zu setzen."

Ein kleiner redaktioneller Einschub sei hier erlaubt: Wenn doch die Zukunft unberechenbar ist und disruptive Geschäftsmodelle althergebrachte aus den Angeln heben, wie weiß man dann, was ein nachhaltiges Geschäftsmodell ist?

Krappe betont weiter: „Wir besetzen eine Nische, da wir eine Vermögensverwaltung ab 500.000 Euro mit Investments in Substanzwerte und Individualaktien und nicht durch den Einsatz von aktiv verwalteten Fonds anbieten. Wir wollen, dass die Depots auch für Nicht-Experten ersichtlich sind", erläutert Krappe. Damit ist die grundlegende Richtung klar.

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