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Capitell zeigt, was ein Protokoll wert ist

Capitell nimmt uns im Beratungsgespräch positiv mit. Doch offensichtlich täuschte der Eindruck, dass der Berater wirklich gut zugehört hat. Und dann reiht sich ein weiterer Fehler gleich daran an.

Capitell Vermögens-Management AG hat im Beratungsgespräch eine gute Figur gemacht. Als Fazit hielt die Prüfinstanz fest:

"Bei dem Gespräch mit Capitell handelt es sich um eine der herausragenden Unterredungen, die wir im Rahmen dieses Tests führen. Der Berater ist freundlich, höflich und sehr zuvorkommend. Wir fühlen uns nicht nur als Mensch angenommen und wohl. Auch fachlich fühlen wir uns professionell beraten. Der Berater agiert sehr aufmerksam, stellt kluge Fragen, um alle relevanten Sachverhalte zu erörtern, und bleibt dabei gleichzeitig dezent. Prima."

Qualifiziert für Auswertung von Vermögensstrategie und Portfolioqualität

Damit hatte sich Capitell Vermögens-Management AG für die fachliche Auswertung von Vermögensstrategie und Portfolio qualifiziert.

Capitell beschreibt in seinem elf Seiten umfassenden Anlagevorschlag unsere Ausgangslage, verzichtet aber auf die Zusendung eines Protokolls unseres Gesprächs vorab.

So beginnt schon das Problem: Die Aktienquote wird auf 30 % festgelegt. Doch dies scheint ein Missverständnis zu sein. Es hätte ausgeräumt werden können, wenn es ein gesondert zugesandtes Protokoll gegeben hätte. Vielleicht hätte auch im Beratungsgespräch detaillierter gesprochen werden müssen.

Im Anleger-Fragebogen, der uns zur Unterschrift vorgelegt wurde, sortiert uns die Bank als konservativ ein. Ob wir wirklich dasselbe meinen und sie uns richtig verstanden hat? Unsere Verlustschwelle wird leider im Bogen nicht dokumentiert. 30 % Verlusthöhe sind ja eigentlich nicht "konservativ", oder?

Und so sieht die Allokation aus: 69,70 % Renten (Währungsanleihen), 30,03 % Aktien (Einzeltitel), 0,27 % Liquidität.

Die Anleihen sind in drei Währungen aufgeteilt: Norwegen Krone, Canada Dollar und Schweden Kronen.

Die Aktien in die übrigen Währungen, sodass 17 % im Euro verbleiben, 9,2 % im US-Dollar. Der Rest in CHF und Britischen Pfund.

Umgesetzt wird dies ausschließlich in Einzeltiteln. Wir sehen keine Fonds, auch keine ETFs – eine Besonderheit in diesem Markttest.

Mehr zeigt uns die Vermögensverwaltung dann nicht mehr.

Als Kosten werden uns genannt: 0,7 % zzgl. MwSt. + 0,2 % p.a. Transaktionspauschale bei der V-Bank.

Fazit

Ein Vorschlag, der unsere Währungsängste ernst nimmt, aber dennoch deutlich von unseren Bedürfnissen entfernt ist. Eine vielleicht zu lasche Datenerhebung führt zu einem viel zu defensiven Portfolio. Zudem fehlt es an Risikoberechnungen und Stresstests, die sonst Standard im Markt sind.

WISSENSWERTES

Capitell Vermögensmanagement AG, ABC-Str. 38, 20354 Hamburg, www.capitell-ag.de


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Gesamtfazit: Das kann passieren: Man glaubt man versteht sich und redet doch aneinander vorbei. Darunter leiden Vermögensstrategie und Portfolioqualität. Insgesamt dennoch ein Gut. Das Beratungsgespräch ragte heraus.

Mit insgesamt 75,7 Punkten in allen vier Wertungskategorien erreichte die Capitell Vermögens-Management AG ein Gut und Platz 15 in der Gesamtwertung.

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