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FUCHSBRIEFE Compliance-Rating

Transparenzrating der DAX 30

Die Compliance-Transparenzkultur in den DAX 30 ist aus Investorensicht deutlich unterentwickelt. Es mangelt – zum Teil erschreckend – an Klarheit für Stakeholder und Shareholder. Daraus ergeben sich für Investoren erhöhte Risiken, wie nicht zuletzt die jüngsten Vorfälle in der Automobilbranche zeigen, die zu starken Kursverlusten geführt haben.

Das FUCHSBRIEFE Compliance Rating deckt diese Risiken auf und zeigt sie in einer Kennzahl, die für Investoren eine wichtige Indikation sein kann. Nur sechs Unternehmen im DAX stellen ihre Compliance-Systeme transparent dar und werden demnach mit einem geringen Risiko geführt. Das Rating weist in die Zukunft, denn es hat den aktuell veröffentlichten Status in den Unternehmen zur Grundlage.

Die Untersuchung wurde im Juli 2017 abgeschlossen. Nachträglich veröffentlichte Dokumente wurden nicht systematisch begutachtet.

Die Entstehungsgeschichte

Diesel-Gate war noch gar kein Begriff, da entschloss sich die Verlagsleitung FUCHSBRIEFE in Zusammenarbeit mit Höfer-Media ein Compliance-Rating der DAX 30 – Konzerne zu erstellen. Das erste Konzept floppte. Es basierte auf einer Selbstauskunft der Unternehmen, allerdings mit zum Teil von diesen als heikel bewerteten Fragen. Pressestellen und Fachabteilungen zweifelten grundsätzlich die Vergleichbarkeit von Compliance-Systemen in Unternehmen an. Zu individuell, zu verschieden seien die jeweiligen Voraussetzungen.

Anfänglich erklärte sich noch ein Drittel der Unternehmen bereit mitzumachen. Dann kamen die Absagen, zuletzt auch von jenen, die zunächst ihre Zusage gegeben hatten.

Änderung des Konzepts

Doch der Verlag fühlte sich nun erst recht angespornt. Chefredaktion und Konzeptpartner Höfer Media führten zahlreiche Expertengespräche bis sie zu dem Schluss kamen: die Einwände sind nicht stichhaltig. Man kann die Compliancemaßnahmen vergleichen, zumindest wie transparent sie für die Öffentlichkeit sind. Und man kann aus mangelnder Transparenz auch ein Investorenrisiko ableiten.

Das Konzept wurde dahingehend geändert. Dr. Andreas Rühmkorf, Lecturer in Commercial Law an der University of Sheffield, Dr. Eike W. Grunert ist Rechtsanwalt und Inhaber einer auf Compliance-Fragestellungen (Compliance-Management, Sonderprüfungen, interne Ermittlungen) spezialisierten Kanzlei in München sowie Alexander Schröder, Chief Risk and Compliance Officer bei Axel Springer SE, traten der Jury bei.

Fortan befasste sich das Team in monatelanger Kleinarbeit mit der Auswertung der öffentlich zugänglichen Quellen, die zu den Compliancemaßnahmen der Unternehmen Auskunft geben.

Der Verlag konzipierte basierend auf den Erfahrungen mit der Beurteilung der Beratungsqualität im Private Banking das Ratingsystem sowie die Risikokennziffer.

Die abschließende Jurysitzung fand am 12. Juli 2017 statt. Danach musste allerdings noch mal redaktionell eingegriffen werden, denn nur wenige Tage später kochte die Kartellaffäre in der deutschen Autobranche hoch. Nicht zuletzt ein deutlicher Beweis dafür, welche Bedeutung das Thema in der Zeit seit der ersten Idee zum Rating bis zum Abschluss erlangt hatte.

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