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Internationales Bankhaus Bodensee AG im Test für TOPs 2018

Internationales Bankhaus: Die Einzigartigen vom Bodensee

Das Internationale Bankhaus Bodensee – das allerdings gar nicht international aufgestellt, sondern fest in Baden-Württemberg und Bayern verankert ist – wirbt mit vielen Superlativen. Nicht alle davon sind gerechtfertigt.
Nicht alltäglich, einzigartig, spezialisiert: Das sind einige der Attribute, die sich das Internationales Bankhaus Bodensee (IBB) auf seiner wirklich hübschen Website selbst gibt. Der Haupt-Standort am Bodensee hat die Gestalter des Internetauftritts inspiriert. Wein, Wasser, Segelyachten, Architektur, das Kultauto Maybach – auf allen Seiten finde sich interessante Zeichnungen, die wohl die Verbundenheit zur Region verdeutlichen sollen und zugleich sagen: Wir - und auch unsere Kunden – sind etwas Exklusives. Als spezialisierte Nischenbank ist das Bankhaus Bodensee seit seiner Gründung im Jahr 1996 ausschließlich in den beratungsintensiven Bereichen Private Banking, Unternehmenskunden sowie gewerbliche Immobilienkunden tätig. Diese Ausrichtung auf spezielle Geschäftsgebiete ermöglicht es ihm nach eigener Einschätzung, konzentriert und ohne Ablenkung auf die Anforderungen der Kunden einzugehen und ihnen eine besondere Leistung zu bieten.
Die IBB AG wurde 1996 von einem internationalen Gesellschafterkreis gegründet. Hauptaktionäre sind die Würth Finanz-Beteiligungs-GmbH, Künzelsau, und die Vorarlberger Landes- und Hypothekenbank AG, Bregenz (Österreich). Gegenwärtig hält Würth 94% und die Vorarlberger Landes- und Hypothekenbank AG 6% der Anteile. Was wir auf der Website nicht finden ist die Tatsache, dass Hauptaktionär Würth mit der Bank auch ein wenig seinem Hobby frönt. Denn Reinhold Würth, der „Schraubenkönig“, hat es mit seinem Imperium nicht nur zum Milliardär gebracht. Seit einigen Jahren betreibt er auch noch ein kleines Finanzkonglomerat: eine Versicherung, eine Leasinggesellschaft – und eben die Bank vom Bodensee, die sich einen gewissen Namen in der deutschen Fußballfinanzierung gemacht hat. Sie finanziert Sponsorenverträge mit Erst- und Zweitligavereinen und auch Spielertransfers.

Der Kunde und sein Anliegen

Dem Kunden sind mit der Flüchtlingskrise Bedenken bezüglich der Stabilität der EU gekommen. Und der BREXIT hat für ihn ganz neue Gefahren aufgezeigt: Die EU könnte auseinanderbrechen. Mittlerweile ist der Kunde soweit, dass er ernsthaft überlegt, (ganz) in ein Land außerhalb der EU zu ziehen oder zumindest dort einen zusätzlichen Wohnsitz zu gründen. Er verfügt über ein Gesamtvermögen von ca. 8.000.000 Euro, davon 4.000.000 in Immobilien. Als laufenden Einnahmen stehen monatlich 10.000 Euro nach Steuern zur Verfügung. Das bisherige Depot ist zu. 100 % in Europa angelegt. Das neue Depot soll nur noch zu 25 % in Europa investiert sein.

Vermögende wollen gut beraten werden. Ebenso wichtig ist aber, dass das anvertraute Kapital solide verwaltet und vermehrt wird.
Der Markt der Vermögensverwaltung ist intransparent. Getreu unserem Motto „Wir machen Qualität transparent“ verfolgt das Performanceprojekt der Private Banking Prüfinstanz genau dieses Ziel.
Am Performance-Projekt nimmt das Internationale Bankhaus Bodensee nicht teil. Das ermöglicht uns keine laufende Beobachtung der Leistungen in der Vermögensverwaltung und zeigt keine eindeutige Wettbewerbsorientierung.

Zum Thema Rechtsstreitigkeiten erklärt das Internationale Bankhaus Bodensee, in den vergangenen drei Jahren keine derartigen Auseinandersetzungen geführt zu haben.

Das Beratungserlebnis

Wir finden auf der Internetseite die Kontaktdaten des Münchener Standortes der Bank und werden von dem Mitarbeiter der Vermittlung nach Klärung unseres Anliegens direkt an einen zuständigen Berater weitergeleitet. Dieser hört sich zunächst aufmerksam unsere Erläuterungen zur aktuellen Depotsituation an. Wir erfahren auf Nachfrage, dass er Erfahrung mit Fremdwährung hat und sich zutraut, unser Depot entsprechend umzustricken. Beim Bankhaus Bodensee sei insbesondere die US-Währung stark vertreten. Es gebe ein Depot ausschließlich in US-Dollar. Schon im Telefongespräch weist er uns darauf hin, dass ein Rücktausch in Euro nur steuerrechtlich, aber nicht real erfolge. Er informiert uns außerdem darüber, dass das depotverwaltende Institut die DZ-Deutsche Girozentrale sei. Der Kauf der Wertpapiere erfolge immer im jeweiligen Land, fügt er an. Nach diesem Gespräch passiert erst einmal nichts, uns erreicht weder eine schriftliche Terminbestätigung noch ein Protokoll des doch ziemlich ausführlichen Telefonats. Das gleiche findet nach einem zweiten Telefongespräch statt. Jetzt bekommen wir immerhin telefonisch unseren Termin bestätigt sowie Hinweise zur Anreise mit dem öffentlichen Nahverkehr sowie zu hauseigenen Parkplätzen. Schriftlich folgt auch diesmal nichts.

Vor–Ort-Gespräch

Wir erreichen die Brienner Straße 53 in München, eine prachtvolle und durchaus geschichtsträchtige Straße mit sehr schönen Gebäuden. Auch die Nummer 53 ist ein hübsches, klassizistisches Gebäude, das etliche Firmen beherbergt. Leider ist von außen nicht zu erkennen, dass auch das Internationale Bankhaus Bodensee dazugehört. Es gibt eine Klingel und eine Webcam am Eingang. Wahrscheinlich muss man sich in gutem Glauben daran, dass man an der richtigen Adresse ist, hineinbegeben. Als wir ankommen, steht die Tür offen, sodass wir gleich eintreten und mit dem Fahrstuhl ins dritte Geschoss fahren können. Vorher kommen wir dann doch an einer Tafel vorbei, auf der die diversen Firmen aufgeführt sind, die sich im Gebäude befinden. Später im Gespräch erklärt der Berater auf unsere entsprechende Frage, dass man sich mit dem Eigentümer noch nicht einig darüber sei, wo an der Außenfassade ein Bankschild angebracht werden könne. Die Bank sei ja auch erst seit einem Jahr an diesem Münchener Standort.
Im 3. Stock angekommen erwartet uns der Empfangsmitarbeiter bereits an der Tür und führt ins Besprechungszimmer. Der Gang, den wir entlanggehen, und die Räumlichkeiten entlang des Flurs sind schmucklos eingerichtet. Das Ambiente erinnert mehr an eine Sparkasse mit funktionalen Ikea-Möbeln.

Umgebung ist einfach bis spartanisch

Auch der Beratungsraum wirkt sehr spartanisch und ist mit etwa 20 Quadratmetern eher klein. Beherrscht wird er von einem einfachen rechteckigen Tisch, der mitten im Raum steht, sowie vier Stühlen. Wir werden mit dem Rücken zur Eingangstür platziert, der Berater sitzt uns gegenüber. Wir betrachten die Ausstattung, die auch als eher spärlich beschrieben werden muss. Auf einem Sideboard steht ein Telefon, daneben spendet eine Stehlampe indirektes Licht. An der Wand hängt ein Gemälde mit dem Titel „Morgenwald“. Beim Blick aus dem Fenster zeigen sich uns Werbetafeln der Versicherungskammer Bayern und der Stadtsparkasse München. Uns werden Kaffee, Tee und Wasser angeboten. Bis hierhin ist alles nicht sensationell, aber auch nicht schlecht.

Ausgiebige Markt- und Währungsdiskussion

Der Berater führt das Gespräch mit uns alleine. Mit langen Vorreden zum Bankhaus und seiner Person hält er sich nicht auf. Aufgrund der aktuell unsicheren politischen Verhältnisse Ende 2016 schlägt er vor, das neue Depot erst mit Beginn des Jahres 2017 aufzulegen. Dies würde sich aber im Falle einer Depotneuanlage sowieso ergeben. Damit hätte man auch klarere Verhältnisse, vor allem was steuerliche Dinge betrifft, ergänzt er. Unsicherheiten sieht der Berater derzeit vor allem was die USA und Präsident Trump betrifft, aber auch mit Blick auf Brexit und Wahlen in verschiedenen europäischen Ländern. In Bezug auf Aktien orientiert er sich in Richtung USA, Schweiz und Europa. Wobei die US-Währung, wie er anmerkt, schon relativ teuer sei. Rentenpapiere aus der Schweiz seien hingegen weniger attraktiv als Aktien, da die Zinsen bei zweijähriger Laufzeit negativ sind und bei längerer Laufzeit mit nur marginalem Zins aufwarten. Historisch gesehen meint er, dass Aktien eine bessere Rendite als Anleihen haben. Die aktuelle US-Zinserhöhung sei auf dem Markt bereits eingepreist.

Bevorzugte Strategie gut erläutert

Bei der Strategiediskussion für unser neues Depot verweist der Berater auf seine sogenannte Leiterstrategie bei Anleihen hin. Diese bedeutet, dass die Fälligkeiten entsprechend gestaffelt werden. Das hört sich vernünftig an. Dabei legt er sein Augenmerk auf die Wechselwirkung zwischen Zinsertrag und möglichen Kursverlusten und erläutert diese beispielhaft an Laufzeiten von drei und sechs Jahren. Von Laufzeiten über zehn Jahre hinaus rät er definitiv ab, vor allem Laufzeiten von 30 Jahren seien nichts für Privatanleger. Sehr ausführlich betrachtet der Berater Unternehmensanleihen. Bei der Frage der Fremdwährungen haben wir unterschiedliche Auffassungen über den Fremdwährungsanteil: Die von uns gewünschten 70% hält er für unüblich. Normalerweise, macht er uns klar, liege der Anteil bei 15 bis 20%. Mag sein, wir haben jedoch schon dargelegt, was uns umtreibt. Grundsätzlich äußert er allerdings keine Einwände oder Bedenken. Was die Auswertung der Anlage betrifft, erfahren wir, dass er die Darstellung in der jeweiligen Währung bevorzugt und nicht die ständige Umrechnung auf die Kaufwährung Euro. Währungsschwankungen würden dadurch allerdings zunächst ignoriert. Klar sein müsse uns allerdings, dass die Besteuerung in Euro erfolgt. Damit haben wir kein Problem.

Detaillierte Vorstellungen zur Anlage

Was die konkrete Geldanlage betrifft, zeigt sich der Berater schließlich mit der von uns gewünschten Aufteilung in 70% Aktien und 30% Anleihen einverstanden. Den hohen Fremdwährungsanteil will der Berater durch die Einbeziehung von Sachwerten, vor allem von Immobilien, relativieren. Als Fremdwährung würde er den US-Dollar bevorzugen, auch Schweizer Franken seien im Aktienbereich lukrativ. Australische Dollar könnten im Rentenbereich eine Alternative sein. Außerdem empfiehlt er Unternehmensanleihen mit angepasster Ratingabstufung von AAA bis BB, d.h. im ausgewogenen Verhältnis von Risiko zu Ertrag. Er hält eine Netto-Zielrendite von 1 bis 3% für realisierbar, brutto kommt er auf rund 4,5%, was sich für uns ganz gut anfühlt. Denn die Rechnung, die er anstellt ist äußerst konservativ. Für Aktien erwartet er 2017 keine Kursgewinne. Folglich nimmt er lediglich eine Jahresrendite von 3% an, die sich größtenteils aus Dividenden und Discountzertifikaten speist. Für Anleihen nimmt er 1,5% Jahresrendite an. Die Bankstrategie, erklärt er in diesem Zusammenhang, sei auf ausgewogenes Wachstum ausgerichtet. Man wolle keine überzogenen Ausschläge – weder auf der Gewinn-, noch auf der Verlustseite. Das kommt unseren Erwartungen entgegen. Er verweist zudem auf ein Bankportfolio, das im Krisenjahr 2008 lediglich 8% und das auch nur kurzzeitig verloren hatte und sich damit positiv vom Markt abhebt, der mit wesentlich höheren Verlusten zu kämpfen hatte. Der Berater erläutert bei der Gelegenheit auch den Nutzen von sogenannten Nachranganleihen, d.h. von verschieden gestaffelten nachrangigen Unternehmensanleihen. Er vergleicht diese Anleihen mit erstrangigen Anleihen, den sogenannten Senioranleihen.
Dann kündigt er noch einen entsprechenden Anlagevorschlag bis Ende November an.

Interessante Ideen werden geäußert

Auf einen Goldanteil im Depot müssen wir den Berater direkt ansprechen. Er erachtet 5% als ausreichend. Bevorzugen würde er Barren in verschiedenen Staffelungen, um die Kosten für eine Münzprägung zu vermeiden. Außerdem könnten diese durch Kratzspuren an Wert verlieren. Was die Lagerung der Goldbarren betrifft, ist er skeptisch, da es in München derzeit keine Schließfächer zur Miete gebe. Als Alternative biete sich die Lagerung zuhause im Tresor an. Als Bezugsquelle empfiehlt er XETRA-Gold. Er schränkt ein, dass er sich bewusst sei, dass die Auslieferung nicht gesichert sei und nicht wenig Geld koste. Eine Überraschung ist der Vorschlag des Beraters, 2% der Anlagesumme – also 80.000 Euro – in einen Containerverleih zu investieren. Nach fünf Jahren gebe es einen vertraglich gesicherten Rückkauf der Container in Höhe von 70% der Anschaffungskosten. Die Gewinne würden vierteljährlich ausgezahlt. Brutto könne man mit bis zu 9% p.a. Rendite rechnen, aktuell seien es 4,9%. Eine Kündigung sei vor Ablauf der fünf Jahre möglich, was aber unrentabel sei. Seine Bank, erklärt er uns, sei schon jahrelang erfolgreich in diesem Geschäft tätig.

Berater bietet interessante Informationen

Der Berater liefert insgesamt eine sehr ordentliche Arbeit ab. Er notiert sich unsere wesentlichen Vorstellungen und hinterfragt einige persönliche Angaben, ohne lästig zu werden. Manchmal benutzt er Fachbegriffe, die sich uns nicht sofort erschließen, wie Nachranganleihe, Senioranleihe oder Tier1. Auf unsere Nachfrage hin bekommen wir dann jedoch befriedigende und verständliche Erklärungen. Sehr gründlich informiert er sich über unser Gesamtvermögen, die monatlichen Nettoeinnahmen, auch aus Immobilienvermögen, über eventuelle Kreditbelastungen, die Vermögensaufteilung in der Familie auch im Hinblick auf etwaige Schenkungen und Erbschaften. Für diesen speziellen Bereich bietet er weitere Gespräche an. Vor allem bei den Themen Steuern, Nachfolgeplanung etc. zeigt er sich sehr informiert und kompetent.
Das Gespräch verläuft störungsfrei, es ist höchste Diskretion gegeben. An Freundlichkeit und Empathie des Beraters gibt es nichts auszusetzen.

Gebühr

Die Bank erhält für die Portfoliobetreuung ein „Flat-Fee-Honorar“ in Höhe von 1,40% beim Einzelaktien- und Rentenportfolio bzw. von 1% beim Fondsportfolio zuzüglich Umsatzsteuer. In diesem „Flat-Fee-Honorar“ ist ein Transaktionskostenanteil bis zu 50% enthalten. Transaktionskosten sind z.B. Anschaffungs- oder Veräußerungskosten. Fallen bei einzelnen Geschäften Fremdkosten wie Börsenmakler-Courtagen und zusätzliche ausländische Börsenabwicklungsgebühren oder Steuern an, werden diese separat mit dem Kunden abgerechnet. Alle fremden Transaktionsentgelte sind umsatzsteuerpflichtig. Ausgabeaufschläge von Investmentfonds werden dem Kunden nicht berechnet.

Nachbetreuung

Nach dem persönlichen Gespräch bekommen wir noch am selben Tag ein Protokoll per Mail zugesandt, an dem es nichts zu bemängelt gibt. Die Übersendung des Anlagevorschlages wird ebenfalls von einer freundlichen Mail begleitet, in der man uns darauf hinweist, dass es sich nur um Modellrechnungen handele und nicht um Kaufempfehlungen. Man möchte zeitnah noch einmal mit uns sprechen. Als wir absagen, zeigt sich der Berater reserviert freundlich und verständnisvoll.

Der Anlagevorschlag aus Kundensicht

Der Anlagevorschlag kommt zeitnah. Wir halten ihn als Laiensicht für gut ausgearbeitet und mit allen unseren wesentlichen kundenseitigen Anforderungen ausgestattet. Schon äußerlich macht er auf uns einen sehr ansprechenden Eindruck. Das Deckblatt ist freundlich gestaltet und auf uns als Kunden zugeschnitten. Die Gliederung ist übersichtlich. Allerdings enthält er nicht einen expliziten Vorschlag für uns, sondern mehrere möglich Szenarien, die noch eingehender besprochen werden sollen. Mit 60 Seiten ist das Werk ein wenig lang geraten, auf Seite 26 geht es erst mit den Anlagebeispielen los. Gut ist, dass die einzelnen Vorschläge anschaulich miteinander verglichen werden. Mit anderen Worten: Wir sind zufrieden, unsere Erwartungen werden erfüllt.

Fazit: Trotz der etwas unbefriedigenden Betreuung nach dem telefonischen Erstkontakt und der Beratung nur durch eine Person bleibt am Ende ein klarer positiver Eindruck von Beratungsgespräch und Anlagevorschlag zurück. Der Berater agiert kompetent und zeigt sich unseren Wünschen gegenüber aufgeschlossen. Wir erhalten ein aussagekräftiges Beratungsprotokoll. Die Räumlichkeiten und das Erscheinungsbild der Bank wirken nicht übermäßig repräsentativ, eher ein wenig einfach und modern. Die klugen Ideen des Beraters und sein wirklich intensives Eingehen auf unsere Situation geben schließlich den Ausschlag dafür, dass der Daumen nach oben zeigt.

Hinweis:Die erreichte Gesamtpunktezahl sowie den Vergleich mit rund 100 weiteren Anbietern lesen Sie im November in „TOPs 2018“.

Wissenswertes           

Internationales Bankhaus Bodensee AGBrienner Straße 53, 80333 München
www.ibb-ag.com/

Mit den Begriffen Vermögensberatung, Vermögensverwaltung und Sachwertfinanzierungen umreißt die IBB ihr geschäftliches Angebot an vermögende Privat- und institutionelle Kunden sowie an gewerbliche Immobilienkunden. Man sei bemüht, Kunden langfristig an sich zu binden. Zu Beginn der Zusammenarbeit werde daher gemeinsam mit dem Kunden eine maßgeschneiderte Anlagestrategie erarbeitet. Dabei bringt die Bank die persönlichen Rendite- und Risikovorstellungen mit den Wünschen und Zielen des Kunden in Einklang. Es sei für die Bank wichtig, die aktuelle und zukünftige Situation von Kunden zu verstehen. „Wir wollen zum Lebenspartner und Kümmerer unserer Kunden werden“, so der hohe Anspruch. Zu den Besonderheiten gehöre auch die spezielle Mitarbeiterkultur. „Wir sind eine mittelständische Privatbank in Unternehmerhand, in der jeder Mitarbeiter getreu dem Ansatz von Professor Reinhold Würth auch Mitunternehmer ist und seine Kunden am eigenen Erfolg teilhaben lässt“, erklärt die Bank selbstbewusst.

In BW und Bayern zu Hause

177 Mitarbeiter, von denen 160 Mitarbeiter in der Zentrale in Friedrichshafen arbeiten, sorgen für gleichbleibend gute Ergebnisse, auch unter Niedrigzinsbedingungen. 800.000 Millionen Euro haben die 335 Private Banking-Kunden mit einem Anlagevolumen von mehr als einer halben Million Euro dem Bankhaus Ende 2016 anvertraut. Traditionell ist man ein regionaler Anbieter. Das eigentliche Geschäftsgebiet ist Baden-Württemberg und Bayern, doch natürlich werden Kunden deutschlandweit betreut. Diese Tatsache verwundert ein wenig, da man sich ja „Internationales“ Bankhaus nennt. Zum Bankhaus gehören sechs Filialen in Friedrichshafen, Konstanz, Radolfzell, Freudenstadt, Künzelsau/Gaisbach und München. Entsprechend stammen 99 Prozent der Kunden aus Deutschland, einige wenige aus der Schweiz.

Kunden werden ganzheitlich betrachtet

Grundsätzlich ist Private Banking ab 250.000 Euro Investment möglich. In diesem Bereich tummeln sich rund 1.460 Kunden. Danach folgen viele Kunden, die bis zu einer halben Million Euro angelegt haben, nur 17 Prozent gehen darüber hinaus. Fonds- und Einzeltitel-Vermögensverwaltung ist bereits ab 50.000 Euro möglich. Die Vermögensverwaltungsstrategie basiert auf ETFs, aufgrund des besseren Diversifikationseffektes, wie die Bank anmerkt. Zwischen Private Banking und Wealth Management wird nicht unterschieden. Man betrachte Kunden immer ganzheitlich. Aus diesem Grund sei generell das Potential ausschlaggebend. Handelt es sich um Familienverbünde oder bekannte Persönlichkeiten, werden diese Kunden ebenfalls betreut. 97 Kunden betreut ein Berater im Schnitt – eine Zahl, die uns hoch erscheint.

Schwerpunkt auf ETFs

Der Investmentprozess ist dreigeteilt. Im Aktienbereich findet eine wöchentliche Betrachtung von 62 Ländern, Regionen und Sektoren statt. Bei der Selektion werden die die Geldflüsse über mehrere verschiedene Zeiträume betrachtet, verglichen und daraufhin konsequent in die zehn interessantesten Märkte investiert bzw. deinvestiert. Bei unvorhersehbaren Ereignissen wird aktiv die Aktienquote reduziert. Die breite Risikostreuung, die geringen Kosten und die hohe Liquidität sind der Grund, dass vorwiegend ETFs zur Investition genutzt werden. Der Ansatz beruht hierbei auf den Top10 und einer Gleichgewichtung der selektierten ETFs. Im Bereich Renten werden in der Regel aktiv gemanagte Fonds, bei kurzfristigen Gelegenheiten auch ETFs genutzt. Bei der Fondsselektion kommen nur erfahrene Fondsmanager zum Einsatz. Duration, Bonitätsstruktur, Restrendite, Kursspreizungen, Kostenstruktur sowie Währungsrisiko sind entscheidende Kriterien. Bei Mischfonds nutzt das Bankhaus aktiv gemangte Mischfonds oder Alternative Investmentfonds, um unkorrelierte Erträge gegenüber den traditionellen Anlageklassen zu generieren. Eigene Investmentprodukte werden grundsätzlich nicht hergestellt und eingesetzt.

Kosten sind transparent

Bei den Kosten wird eine All-in-Fee bevorzugt, um Kunden eine größtmögliche Kostentransparenz zu ermöglichen. In der Vermögensverwaltung vereinnahmt das Bankhaus keine Bestandsprovisionen. Es erstattet diese einmal pro Kalenderjahr an die Kunden. Diese Beträge werden dann separat ausgewiesen. Außer den veranschlagten 0,8 bis 1% Kosten – zzgl. Mehrwertsteuer – kommen auf den Kunden keine weiteren Kosten zu. Das ist wirklich vorbildlich transparent.

Hinweis: Dieses Bankenporträt beruht auf den Eindrücken aus einem individuellen Erstberatungsgespräch, das ein zuvor geschulter Testkunde durchgeführt hat. Die wiedergegebenen Eindrücke wurden während des Gesprächs oder unmittelbar danach schriftlich protokolliert. Subjektive Wahrnehmungen lassen sich nicht ausschließen. Der Testkunde hat sich zur Neutralität gegenüber dem getesteten Institut verpflichtet. Die Bewertung wurde nach einem festen Schema vorgenommen, das die Private Banking Prüfinstanz erstellt hat. Es beruht auf der jahrelangen – wissenschaftlich untermauerten – Beschäftigung mit dem Thema Beratungsqualität im Private Banking durch die Private Banking Prüfinstanz, Dr. Richter | IQF und Ralf Vielhaber | Verlag FUCHSBRIEFE.

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