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Merck Finck trifft den Währungswunsch

Merck Finck haben schon häufiger gezeigt, dass sie komplexe Anlagevorschläge mögen. Manchmal verheddern sie sich darin, doch diesmal gelingt die Lösung.

Merck Finck Privatbankiers AG hat im Beratungsgespräch eine gute Figur gemacht. Als Fazit hielt die Prüfinstanz fest:

"Wir erleben sehr kompetente Berater und ein sehr intensives Gespräch, das mit einer Dauer von rund zwei Stunden fast schon ein bisschen ausufernd erscheint. Aber wir finden, dass es besser ist, eine Frage zu viel zu stellen als eine zu wenig. Die Atmosphäre ist angenehm, die Berater stellen sich absolut auf uns als Kunde ein. Sie entwickeln schon während des Gesprächs eigene Ideen und haben uns bis hierhin unbedingt überzeugt."

Qualifiziert für Auswertung von Vermögensstrategie und Portfolioqualität

Damit hatte sich Merck Finck Privatbankiers AG für die fachliche Auswertung von Vermögensstrategie und Portfolio qualifiziert.

Wir erhalten nach unserem Gespräch ein Protokoll über 9 Seiten. Merck Finck kombiniert dabei Formular und individuelle Protokollierung. In dieser Form sehen wir dies sehr selten. Der individuelle Teil ist sehr ausführlich. Alle wichtigen Fakten sind dokumentiert, auch unser Verlustziel und die Anforderungen an die Fremdwährungsquote. Prima.

Gute Analyse des Bestandsportfolios

Die individuelle Anlageempfehlung, die anschließend kommt, analysiert zunächst unser Fondsportfolio. Die Bank sieht Handlungsbedarf – auch mit Blick auf die Währungsverteilung, die nicht unseren Bedürfnissen entspricht.

In einer Tabelle sehen wir die Wertentwicklung und die Ratings nach Morningstar. Die durchschnittlichen Kosten werden mit 1,62 % angegeben. Und ein Zinsanstieg würde zu Verlusten führen, so die Ausführungen der Bank.

Auch ein Stresstest wird über unser bisheriges Depot durchgeführt. Sehr gut! Auf Jahressicht könnte unser Depot um über 12 % fallen (bei einer 95 % Wahrscheinlichkeit).

In diesem Test selten zu sehen: Die Bank ermittelt die Steuerbelastung aus dem Verkauf unseres Depots. Die beträgt gut 250.000 Euro. Dies ist ein wichtiger Wert, denn es ist ja weniger anzulegen! Sorgfältig analysiert..

Aus Alt mach Neu

Unsere erwartete Rendite aus dem Fondsportfolio ist zugleich auch Maßstab für Merck Fincks neues Depot. 6,94 % sollen vor Kosten und Steuern langfristig erzielt werden. Nach Kosten, Steuern und Inflation sollen so 2,14 % herauskommen. Dies zeigt die Bank übersichtlich in einer tabellarischen Darstellung.

Der neue Vorschlag sieht dann so aus: 23,19 % Einzelaktien, 23,12 % Aktienfonds, 18,66 % Einzelanleihen, 14,57 % Exchange Traded Funds, 11,34 % Rentenfonds , 2,78 % Mischfonds, 2,68 % Termingeld AUD, 2,43 % Exchange Traded Funds, 1,24 % Liquidität Euro.

Währungswunsch erfüllt

Unsere Wünsche nach maximal einem Viertel Euro werden erfüllt! 25,89 % USD, 24,81 % EUR, 13,67 % AUD, 7,86 % SFR, 5,09 % NOK, 3,83 % Sonst. Asiatische, 2,96 % Jap. Yen, 2,64 % Chin. Renminbi Yuan, 2,10 % Sonstige Währungen, 1,86 % Südamerik. Währungen, 1,69 % Singapur Dollar, 1,67 % Neuseeländ. Dollar, 1,62 % DKK, 1,62 % CAD, 1,51 % Pfund Sterling, 0,59 % Südafrikanischer Rand, 0,35 % Russ. Rubel / osteuropäische Währungen, 0,21 % Schwedische Krone, 0,03 % Arabische Währungen.

Merck Finck zeigt damit eines der im Währungsbereich am breitesten gestreuten Portfolien. Das Ganze wird auf zwei Hauptanlageformen verteilt: 250.000 Euro gehen in die Strategie namens TOGA, der Rest in die individuelle Vermögensverwaltung.

TOGA macht den Vorschlag komplex

Die TOGA-Strategie ist eine regelbasierte Aktienstrategie mit flexiblen Quoten von 5 % bis 100 %. Eigentlich gelingt der Bank die Darstellung des maximalen Verlusts. Mit verschiedenen Farben markiert, wird für die Zeit ab Dezember 2014 die Wertaufholungsphase und die Verluststrecke gezeigt, bis alles wieder aufgeholt wird.

Etwas komplex wirkt der Vorschlag dennoch. Die Kombination aus einem TOGA Portfolio und der individuellen Vermögensverwaltung verkompliziert die Anlage und macht den Vorschlag etwas unübersichtlich.

Dies wird auch bei den Stresstests deutlich. Wir sehen zwei Stresstests, für die individuelle Vermögensverwaltung und das TOGA Portfolio getrennt. Eine kumulierte Darstellung fehlt. Das trübt den sehr guten Gesamteindruck, denn wir können nicht sofort erkennen, ob unser Verlustziel auch eingehalten wird.

Durchdachtes Portfolio

In der Wertpapieraufstellung sehen wir dann Einzelwerte im Aktienbereich, zugleich aber auch diverse ETFs, z. B. für die Emerging Markets oder auf dem Schweizer Markt. Stärker sind aber die aktiv gemanagten Fonds gewichtet. Sie machen fast 29 % aus.

Bei den Anleihen zeigt sich ein vergleichbares Bild. Zu sehen ist eine Kombination aus aktiven Fonds und Einzelanleihen. Integriert wird noch ein "Parkkonto" bei der Gothaer Versicherung und ein Termingeld mit Australischen Dollar.

In der Summe sehen wir ein präzise aufbereitetes und durchdachtes Portfolio, das genau unseren Wünschen entspricht. Prima.

Ob der recht hohe Anteil von aktiv gemanagten Fonds sich wirklich rentiert, steht auf einem anderen Blatt. Für alles möchte die Bank 0,952 % inklusive Umsatzsteuer. Kickbacks werden erstattet.

Fazit

Merck Finck zeigt mit seinem Portfolio, der sorgfältigen Dokumentation und der intensiven Analyse des Altdepots im Marktvergleich klare Kundenorientierung und Individualität. An dieser Fokussierung können sich andere Banken und Vermögensverwalter gut orientieren. Wir sehen ein tatsächlich individuell zusammengestelltes Portfolio mit breiter Währungsstreuung. Manko: Da und dort fehlt es an Übersichtlichkeit in den Darstellungen und es wirkt auf den Laien schnell kompliziert.

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WISSENSWERTES

Merck Finck Privatbankiers AG, Alter Fischmarkt 11, 48143 Münster
www.merckfinck.de


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Gesamtfazit: Merck Finck brilliert sowohl im Beratungsgespräch als auch in der Portfolioqualität. Die Privatbank gehört damit zu den Spitzenhäusern speziell in Deutschland.

Mit insgesamt 80,5 Punkten in allen vier Wertungskategorien erreichte die Merck Finck Privatbankiers AG ein Sehr gut und Platz 8 in der Gesamtwertung.

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