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Wie transparent sind die Compliance-Maßnahmen?

Probier’s mal mit weniger Überheblichkeit

Bei Daimler tragen Investoren aus Compliancesicht ein mittleres Risiko.
Daimler vermittelt das Bild eines Autobauers, bei dem  zur Compliance sämtliche Prozesse strukturiert angelegt sind. Aber Zweifel, ob sie gelebt werden, sind angebracht. Dafür spricht eine Reihe von Punkten.

Daimler hat für seine Rolle im Lkw-Kartell die höchste durch das Europäische Kartellamt jemals ausgesprochene Strafe von über einer Milliarde Euro erhalten. Ein Verfahren aufgrund eines Stahlkartells wird noch geprüft und ob eines zum Auto-Kartell eröffnet wird, gehört zu den spannenden Fragen dieses Sommers. Drei Jahre lang stand der Konzern, schon unter seinem Chef Zetsche, unter dem Monitoring der SEC und wurde vom FBI überprüft.Hohe Bußgelder wurden fällig.

In den letzten Jahren war der Konzern wiederholt in Rechtsstreitigkeiten verwickelt, die sich u.a. auf unlauteres Geschäftsgebaren bezogen. Das Compliance-System wurde im Zuge der SEC Ermittlungen 2011 modernisiert. Dem Verhaltenskodex merkt man an, dass er im Dialog mit den Mitarbeitern entwickelt wurde. Auch der Lieferantenkodex ist überdurchschnittlich.

Verhaltenskodex

Ein auch formal überzeugender Verhaltenskodex, der aus einem recht umfassenden Leitbild die wesentlichen Themen entwickelt und in der jeweils gebotenen Ausführlichkeit verständlich darstellt. Der Kodex betont die positiven Aspekte für die Mitarbeiter, so dass Hinweise auf Meldungen und Sanktionen etwas zu kurz kommen.

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