Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
1673
Hamburger Sparkasse AG | Stiftungsvermögen 2016 - Qualifikationsrunde: Angebotsabgabe

Sparkasse mit hoher Stiftungskompetenz

Ganzheitlich zum Ziel
Die Haspa zeigt Stiftungskompetenz in allen Segmenten des Angebots. Hier und da wären weitere Detaillierungen hilfreich gewesen.
Die Hamburger Sparkasse AG - kurz Haspa - ist eine juristische Person alten hamburgischen Rechts. Sie bildet den Kern der Haspa-Gruppe. Unter dem Dach der HASPA Finanzholding sind neben der Haspa (100 % Tochter) zahlreiche weitere Töchter versammelt. Jeder zweite Hamburger und jedes zweite mittelständische Unternehmen ist Haspa-Kunde, so die Sparkasse. Mit mehr als 5.000 Mitarbeitern und 400 Auszubildenden ist die Haspa einer der größten Arbeitgeber und Ausbilder der Stadt. Mit rund 60.000 Firmenkunden im Großraum Hamburg ist die Haspa die führende Mittelstandsbank in der Region.

Kennzahlen:
  • Stiftungsexpertise seit: 1997
  • Anzahl betreuter Fremdstiftungen: 600
  • Betreutes Stiftungsvermögen: 405 Mio. EUR
12 Spezialisten kümmern sich bei der Haspa um Stiftungen. Anlageschwerpunkt ist der reale Kapitalerhalt bei stabiler Ausschüttungspolitik. Die bevorzugten Asset-Klassen-Schwerpunkte sind dabei europäische Anleihen und Aktien. Die Verweildauer gibt das Haus nicht konkret an. Immerhin so viel erfahren wir: Die Abteilung für spezielle Stiftungsbetreuung wurde vor ca. 8 Jahren gegründet und die drei Kollegen der Gründungsphase sind durchgehend dabei. Das Team wurde in der Zwischenzeit um zwei Mitarbeiter aufgestockt. Für Fälle mit außergewöhnlichen juristischen oder steuerlichen Fragestellungen verfügt die Haspa über ein Netzwerk aus Kanzleien, Steuerberatern, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften oder Notariaten, die sich langjährig als Spezialisten auf diesem Gebiet erwiesen haben.
Serviceangebot für Stiftungen:
  • Unterstützung während des Anerkennungsverfahrens bei Behörden
  • Unterstützung bei der Auswahl des Stiftungszweckes
  • Unterstützung bei der Konzeption einer Stiftungslösung
  • Unterstützung bei der Ausarbeitung einer Stiftungssatzung
  • Unterstützung bei der Koordinierung von Bankverbindungen
  • Unterstützung bei Fundraising
  • Strategiegespräche
  • Unterstützung bei Änderungen im Stiftungs- und Steuerrecht durch aktive, zeitnahe Information
  • Rechnungslegung
  • Jahresabschluss
  • Förderverwaltung
  • Mitarbeit in Stiftungsgremien
  • Unterstützung der Geschäftsführung der Stiftung
Das Serviceangebot der Haspa ist breit und umfassend. Stiftungen bekommen in dem Hause de facto alle Dienstleistungen, die sie brauchen. Spezielle Serviceangebote, die über den üblichen Rahmen hinaus gehen, bietet die Sparkasse nicht an.

Der Anlagevorschlag

Die Haspa denkt ganzheitlich und berücksichtigt richtigerweise die Immobilienerträge. Wir sehen sogleich Stiftungskompetenz: Die HASPA schaut sich die Stiftungsbilanz genauer an und blickt dabei auch auf die negative Umschichtungsrücklage. Schlussfolgerung des Sparkasse: Die Umschichtungsrücklage sollte verbessert werden. Der Vorschlag ist entlang der Fragestellungen der Stiftung aufgebaut. Damit macht die HASPA das Lesen leicht. Prima. Auch die Immobilienverwaltung kann die Haspa übernehmen. Sie hat nämlich eine eigene Immobilienverwaltungstochter, die HASPA HanseGrund. Konkret schlägt die Bank folgendes Portfolio vor: 6,2 % Immobilien, 1,7 % Liquidität, 18,3 % Europäische Aktien, 17,9 % Globale Aktien, 3,0 % Sonstige Aktien, 4,0 % Staats- und öffentliche Anleihen, 16,0 % Unternehmensanleihen, 12,5 % Fremdwährungsanleihen, 2,5 % Fremd­währungsfonds, 12,0 % Strukturierte Anleihen sowie 6,1 % Alternative Investments. In den Detailansichten sehen wir dann auch Spezialitäten wie Catbonds (Katastrophenanleihen von Versicherungsunternehmen) und Wandelanleihen und zwei offene Immobilienfonds mit Schwerpunkt Europa. Als Honorar schlägt die Haspa folgende Werte vor: 0,80 % inkl. USt. (das entsprticht 0,67 % zzgl. Umsatzsteuer). Von einer Performancefee rät die Haspa ab, da die Gefahr besteht, dass in guten Jahren die Gebühren die gesamten ordentlichen Erträge aufzehren. Und das wäre grundsätzlich kritisch, da dann der Stiftungszweck nicht erfüllt wird. Ein wichtiger Hinweis.

FAZIT:
Die Haspa zeigt, dass sie viel Erfahrung und Kompetenz zum Stiftungsthema mitbringt. Der Anlagevorschlag ist breit gestreut und gut durchdacht. An der einen oder anderen Stelle wären noch weitere Detaillierungen gut gewesen – aber die können auch in der mündlichen Endauswahl vorgetragen werden, für die sich die Haspa mit diesem Angebot klar qualifiziert hat.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Japanischer Yen mit starkem Wochenverlauf

Beflügelnde Tendenzen

In Japan freute man sich in der vergangenen Woche gleich über eine Vielzahl von Gute-Laune-Nachrichten. Das stärkte den Yen sowohl zum Euro als auch zum Dollar.
  • Fuchs plus
  • In Kooperation mit der Finanzoo GmbH

Chemiekonzern Tosoh verkaufen

Der japanische Chemiekonzern Tosoh liegt seit längerem in unserem Finanzoo-Depot. Die automatische Bilanzanalyse zeigt, dass die Aktie weiter fundamental unterbewertet ist. Dennoch trennen wir uns von dem Wert.
  • Fuchs plus
  • Neues Verfahren zur Stahlgewinnung setzt sich durch

Umweltfreundliche Stahlproduktion auf dem Vormarsch

Die Produktion von Stahl ist auch die Produktion von CO2. Oder besser gesagt: war. Denn ein schon lange in der Erprobung befindliches umweltschonendes Verfahren schafft gerade den Durchbruch.
Neueste Artikel
  • Der 17. Private Banking Gipfel - Teil 2

Der diesjährige Vermögensmanager Test

Teil 2 des 17. Private Banking Gipfels im Video. Copyright: Verlag Fuchsbriefe
Alljährlich schickt die FUCHS | RICHTER PRÜFINSTANZ ihre Testkunden zu Banken und Vermögensverwaltern. Die Besten werden jeden November auf dem Private Banking Gipfel ausgezeichnet. Wie der diesjährige Test ablief? Sie erfahren es im zweiten Teil unseres Gipfel-Videos!
  • Fuchs plus
  • Ein Ausweg in Sicht, der keiner ist

Unruhige Wochen für Euro, Zloty, Forint

Das durch die veränderten Mehrheitsverhältnisse erstarkte EU-Parlament hat den Regierungen eine Verschärfung des Rechtsstaatsmechanismus abgetrotzt, die für dien Regime in Budapest und Warschau nicht hinnehmbar ist. Eine Kompromisslinie ist nicht erkennbar. Nun sind zumindest alternative Drohszenarien gefragt.
  • Fuchs plus
  • Eingelullte Zinsmärkte

No place to hide

Ist das die schöne neue Welt? Die Regierungen verschulden sich, aber es gibt im Grunde kein "es geht nicht mehr". Schaut man auf die Risikoampeln im Finanzsystem, die Zinsspreads zwischen den einzelnen Ländern insbesondere der Eurozone, könnte man diesen Eindruck gewinnen. Doch er täuscht, glauben Allianz/Euler.
Zum Seitenanfang