Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
9736
Walser Privatbank Düsseldorf: Wissenswertes TOPS 2020

Der Berg ruft

Das Bankhaus Lampe zeigt Transparenz.
Die Walser Privatbank fühlt sich tief mit ihrer Heimat Kleinwalsertal verbunden und in ihr verwurzelt. Als Genossenschaftsbank erhält diese Erdung noch einmal eine ganz besondere Dimension. Dennoch streckt sie ihre Krone – um im Bild des Baumes zu bleiben – Richtung Deutschland und unterstreicht dies mit Setzlingen in Stuttgart und Düsseldorf.

Eigentlich ist die Walser Privatbank ein regional in Österreich tätiges Institut, das allerdings schon viele Jahre vor der Umfirmierung im August 2010 ein besonderes Augenmerk auf vermögende Privatkunden hatte. Bis dato arbeitete das Haus unter dem Namen Raiffeisenbank Kleinwalsertal AG, was seine genossenschaftlichen Wurzeln verdeutlicht. Seit dem Jahr 2010 liegt der Fokus vor allem auf deutschen Kunden mit Niederlassungen in Stuttgart und Düsseldorf.

„Mit dem Gründungsjahr 1894 blickt unser Unternehmen auf eine lange Geschichte im Kleinwalsertal zurück", berichtet die Bank auf ihrer interessanten Website. „In dieser einzigartigen Bergregion haben wir feste Wurzeln geschlagen und sehen hier unsere Zukunft. In den letzten 40 Jahren spezialisierten wir uns dann als eine der ersten Genossenschaftsbanken auf die zeitgemäße Betreuung vermögender Privatkunden."

TOPS 2020

Das Bankhaus Carl Spängler wurde von der FUCHS | RICHTER PRÜFINSTANZ im Rahmen von »TOPS 2020, Vermögensmanagement im Praxistest« bewertet. Erlebnis und Ergebnis können Sie als Abonnent der RATING NEWS hier nachlesen.

Tiefe Wurzeln im Kleinwalsertal

Im regionalen Ursprung sieht man einen Großteil der Pluspunkte, die für die Walser Privatbank sprechen: Sie stehe für klar definierte Werte wie Solidität, Nähe und Engagement. Werte, die ihren Wurzeln im österreichischen Kleinwalsertal entspringen. „In einer Bergregion mit gerade einmal 5.000 Einwohnern sind langfristige, persönliche Kundenbeziehungen selbstverständlich. Um sie nachhaltig zu pflegen, braucht es Wachheit, Zuverlässigkeit und den Willen, sich wirklich anzustrengen", so das Credo der Bank.

Hier gelte: Ein Wort ist ein Wort. Ebenso wichtig wie die regionale Herkunft seien die Verankerung im Genossenschaftswesen sowie die Wertschätzung der Mitarbeiter: „Ideen und Vorschläge aus jeder Hierarchiestufe schaffen eine gemeinsame, achtsame Kultur, die exzellente Kollegen anzieht. Berater, die kreativ und engagiert Entscheidungsspielräume nutzen und die Ihrem Vermögen heute Sicherheit für morgen bieten", wirbt das Unternehmen für seine Kultur.

Sicherheitsorientiertes Vermögensmanagement

Die Walser Privatbank ist zu 82 Prozent im Besitz der Raiffeisenbank Kleinwalsertal Holding eGen., zehn Prozent gehören der Raiffeisenlandesbank Vorarlberg und acht Prozent sind im Streubesitz. Vermögensberatung und Vermögensverwaltung bezeichnet sie als ihre Hauptgeschäftsfelder. Ihr „hochqualitatives und sicherheitsorientiertes Vermögensmanagement mit höchster Kundenorientierung durch eine genossenschaftlich geprägte und damit langfristig agierende Privatbank" sieht sie als absolutes Alleinstellungsmerkmal und betont ihre Dienstleistungskultur, bei der der Kunde als Mensch im Mittelpunkt stehe.

Neben Vermögensberatung und -verwaltung bietet die Walser Privatbank Anlageberatung, Offshore-Vermögensverwaltung, Stiftungsmanagement, Nachfolgeplanung und Cross Border-Vermögensberatung an. Im Rahmen ihrer Produkt- und Strategienpalette im Asset Management führt sie zwei Segmente: Erstens marktorientierte, effizient geführte Strategien mit semi-aktivem Management und zweitens prognosefreie, dynamisch regelbasierte Strategien.

Sympathische Unternehmenskultur

Die Bank und ihre Mitarbeiter würden aktiv an sich arbeiten, um die Kundenbedürfnisse noch besser zu erfüllen, teilt das Institut mit. Ihre genossenschaftliche Eigentümerstruktur ermögliche der Bank eine langfristige Perspektive im wirtschaftlichen Agieren, auch und in besonderem Maße im Umgang mit ihren Kunden. Die hohe Eigenkapitalquote von 31 Prozent und die intensiven Verfahren zur Analyse der Risikobereitschaft – auch „finanzielle Blutdruckmessung" genannt – würden das Bedürfnis der Zielkunden nach Sicherheit in besonderer Art und Weise bedienen.

Eine seit vielen Jahren bestehende besondere Geschäftsbeziehung betrifft deutsche Kunden. Kunden aus Deutschland betreue man geographisch ebenso nah wie deutsche Banken dies tun: aus den beiden Niederlassungen die Regionen Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, vom Stammhaus in Riezlern aus das direkt angrenzende Bayern. Kunden würden die Bank wegen der hohen Kompetenz favorisieren, wegen der Sicherheitsorientierung und der sympathischen Unternehmenskultur, die besondere Kundennähe auf Augenhöhe ermöglicht.

Einstiegshürde nicht ganz klar

Gut 1,5 Milliarden Euro von etwas mehr als 950 Kunden betreut die Walser Privatbank Ende 2018. Aufgrund der speziellen Ausrichtung kommen 94 Prozent der Kunden aus Deutschland. Wer Private Banking- oder Wealth Management-Kunde werden möchte, sollte über mindestens 300.000 Euro liquides Vermögen verfügen, das er der Bank anvertraut. Diese Zahl unterscheidet sich von den 500.000 Euro, die dem Tester beim ersten Anruf genannt werden.

Sehr streng wird diese Grenze nicht gesehen, zumindest dann nicht, wenn die Bank sich weitere Chancen ausrechnet. Kunden, die die Voraussetzungen erfüllen, werden intensiv betreut: Jeder Berater ist für im Schnitt rund 70 Kunden verantwortlich. Wie viele Kunden genau, ist auch davon abhängig, wie komplex das Vermögen gestaltet ist und wie intensiv die erforderliche Betreuung ausfällt. So gibt es natürlich Unterschiede zwischen Anlageberatung und Vermögensverwaltung.

Jede Produktgattung ist möglich

Obwohl die Private Banking-Grenze eigentlich bei 300.000 – oder 500.000? – Euro liegt, sind 70 Prozent der Kunden nach Aussage der Bank mit einer Summe bis 250.000 Euro und noch einmal 16 Prozent bis 500.000 Euro investiert. Das sind mit 86 Prozent weit mehr als drei Viertel aller Kunden! Dagegen fällt nur jeweils ein Prozent der Kunden in die Kategorie oberhalb 2,5 bzw. fünf Millionen Euro. Offenbar spricht die Bank also nicht die ganz großen Vermögen an, was damit zusammenhängen mag, dass genossenschaftlich organisierte Banken traditionell eher dem Mittelstand zugeordnet werden.

Aktien, Renten und alternative Investments machen das Anlageuniversum der Walser Privatbank aus, wobei vorrangig über Einzeltitel Ertrag generiert wird. Grundsätzlich könne sowohl im Rahmen der Vermögensverwaltung als auch im Rahmen des Depotmanagements je nach Erfahrungen, Kenntnissen und Risikoneigung des Investors in jede denkbare Produktgattung investiert werden, betont die Bank. Dazu gehören Direktanlagen in Aktien und Anleihen, Investmentfonds und ETFs sowie strukturierte Produkte.

Anreiz für effizientes Investment

Die Walser Privatbank bietet auch hauseigene Produkte an, die im Schnitt etwa 15 Prozent ausmachen. Dazu zählen der Walser Strategie Fonds, Walser Portfolio German Select, Walser Portfolio Emerging Markets Select, Walser Portfolio USA Select, Walser Portfolio German Select DE sowie Walser Strategie System Global.

Im Rahmen der Vermögensverwaltung verfolgt die Bank dabei einen strikten Best-in-Class Ansatz und verschließt sich grundsätzlich nicht hauseigenen Produkten. Sie müssen jedoch dem Portfoliomanagement sehr gute Gründe geben, damit diese in die Investmentstrategie aufgenommen werden. Alle etwaigen anfallenden Vertriebsprovisionen – unabhängig davon, ob es sich um ein Hausprodukt handelt oder nicht – werden im Rahmen der Vermögensverwaltung in Strategiefonds dem Kundenvermögen zugeführt. Daher sei ein weiterer Anreiz gegeben, effizient zu investieren.

Hohe Kostentransparenz

In der aktuellen Investitionsquote der Vermögensverwaltung spiegele sich dieser Ansatz direkt wider: Kernmärkte werden sehr effizient über ETFs abgedeckt, aussichtsreiche aktive Manager ergänzen dieses Portfolio, um Outperformance zu erzielen. Dieser Ansatz gelte analog im Depotmanagement, wobei es hier nicht zu einer Rückvergütung komme. Kunden erhalten laut Bank für die jeweiligen Anlageangebote eine umfassende Aufstellung über die Höhe sämtlicher Kostenbestandteile.

Die Kosten liegen in der Vermögensverwaltung zwischen 1,15 Prozent bei einem investierten Vermögen von 1,1 Millionen Euro und 0,9 Prozent bei 5,1 Millionen Euro. Bei einer All-in-Fee-Vereinbarung komme einzig die gesetzliche Mehrwertsteuer hinzu. Ansonsten können innerhalb der Strategiefonds Transaktionskosten für den Handel innerhalb der Strategiefonds fällig werden, wobei die Gesamtkostenbelastung von der effektiven Umschlagshäufigkeit abhängt. Anfallende etwaige Vertriebsprovisionen werden umfänglich dem Kundenvermögen zugeführt und reinvestiert.

Stringente Produktauswahl

Ausgabeaufschläge fallen m Rahmen der Vermögensverwaltung mit Strategiefonds sowie der individuellen Vermögensverwaltung nicht an. Im Rahmen des Depotmanagements bietet die Bank ein Transaktionskostenmodell an – hier werden reduzierte Sätze angesetzt – sowie eine All-in-Fee, bei der keine Ausgabeaufschläge berechnet werden.

Alle Anlageklassen und Produkte durchlaufen nach Bankinformationen einen stringenten Selektionsprozess. Der Auswahlprozess ist in einen quantitativen und qualitativen Bereich geteilt. Performance- und Risikodaten über die letzten Jahre werden innerhalb einer Peer-Gruppe detailliert ausgewertet. Über diese Vorauswahl stellt sie eine entsprechende Short-Liste zusammen, in der durch aktive Gespräche mit dem Fondsmanagement die qualitativen Kriterien überprüft werden.

Individuelle Geeignetheitsprüfung

Dabei gehe es darum, die Transparenz der umgesetzten Anlagestrategie und die Stringenz des Investmentprozesses zu beurteilen. Durch diese Kombination werde dann der für die Assetklasse beste Investmentfonds ausgewählt und in der Folge investiert. Danach, so die Bank weiter, wird das investierte Produkt mit seiner Benchmark und der entsprechenden Peer-Gruppe verglichen, wobei der Selektionsprozess laufend optimiert wird und somit einen lebendigen Prozess darstellt, bei dem auch die notwendige IT-Infrastruktur vorgehalten wird. Im Beratungsgespräch durchläuft das Produkt bei jedem Kunden eine individuelle Angemessenheits- und Geeignetheitsprüfung.

 

2021 (TOPs 2021) Beratungsgespräch Heimatverbundenes Private Banking ruft unerwünschte Assoziationen hervor im Shop
2020 (TOPs 2020) Vermögensstrategie Eine Benchmark-Leistung im Shop
2019 (TOPS 2020) Beratungsgespräch Ziemlich Beste Bank im Shop
2018 (TOPs 2019) Vermögensstrategie WALSER PRIVATBANK: Weitblick, in der Tat im Shop
2018 (TOPs 2019) Beratungsgespräch Beratung auf Augenhöhe im Shop
2017 (TOPs 2018) Beratungsgespräch Walser Privatbank: Die Vorsichtigen im Shop
2016 (TOPs 2017) Vermögensstrategie & Portfolioqualität Auf den Kunden eingestellt im Shop
2016 (TOPs 2017) Beratungsgespräch Kleiner Fehler mit Wirkung im Shop
2015 (TOPS 2016) Vermögensstrategie Blutdruckmesser aus dem Walsertal im Shop
2015 (TOPs 2016) Beratungsgespräch Glucke aus dem Kleinwalsertal im Shop

ADRESSE und Zusatzinfos

WALSER PRIVATBANK AG
Niederlassung Düsseldorf
Benrather Straße 11
40213 Düsseldorf
Deutschland

www.walserprivatbank.com

 

MEHR INFORMATIONEN ZU TOPS 2020

PERFORMANCE-PROJEKT

Vermögende wollen gut beraten werden. Ebenso wichtig ist aber, dass das anvertraute Kapital solide verwaltet und vermehrt wird. Der Markt der Vermögensverwaltung ist intransparent. Getreu unserem Motto „Wir machen Qualität transparent" verfolgt das Performanceprojekt der Private Banking Prüfinstanz genau dieses Ziel.

Die Walser Privatbank nimmt  an Performance-Projekt 4 (Private Banking-Depot) und 5 (vermögensverwaltende Fonds) der FUCHS|RICHTER PRÜFINSTANZ teil.

Stand: Juni 2020

TRUSTED WEALTH MANAGER

Gibt es Verfahren oder Streitigkeiten mit Kunden?

Die Walser Privatbank gibt an, in den vergangenen drei Jahren in keinerlei Rechtsstreitigkeiten mit Kunden verwickelt gewesen zu sein. Als Auslandsbank unterliegt sie nicht dem ständigen Monitoring der FUCHS|RICHTER PRÜFINSTANZ.


Hier gelangen Sie zu den bisherigen MARKTTESTS zur Walser Privatbank.


Mehr aus Rating

Sie haben Anmerkungen zu diesem Thema? Kontaktieren Sie unsere Redaktion jetzt über redaktion@fuchsbriefe.de – wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung!

Mehr erfahren zum Rating TOPs 2020


HINWEIS: Dieser Artikel stützt sich im Wesentlichen auf Eigenauskünfte des Hauses, die die Redaktion FUCHSBRIEFE mittels eines umfassenden Fragebogens eingeholt hat.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Mindestzins muss angegeben werden

Pflichtangaben bei Überziehungskrediten

Pflichtangaben bei Überziehungskrediten. Copyright: Pixabay
Kreditinstitute bitten bei Überziehung des Kontos ihre Kunden derzeit mit rund 10% zur Kasse. Um keinen Ärger mit Kunden zu bekommen, müssen die Banken sehr genau die Konditionen angeben.
  • Fuchs plus
  • Dänemark hebt die Corona-Maßnahmen auf

Kopenhagen auf Londons Pfaden

Nyhavn in Kopenhagen. Copyright: Pexels
Fast alle Corona-Maßnahmen in Dänemark entfallen ab heute. Die wenigen noch bestehenden, werden im Herbst gestrichen. Damit folgt Kopenhagen dem von London eingeschlagenen Weg. Das wird Signalwirkung haben - auch auf Deutschland.
  • Fuchs plus
  • Licht mieten, Geld und C02 sparen

Beleuchtung clever mieten

Intelligente, energieeffiziente und CO2-sparende Beleuchtungsmodernisierung hat als Mietmodell zahlreiche Vorteile. LED-Beleuchtung senkt messbar die Kosten und verringert den Unterhaltsaufwand. Mieter schonen das Kapital und sind immer auf dem aktuellsten Stand der Lichttechnik.
Neueste Artikel
  • Im Fokus: Österreich-Aktien

Lukrative Titel zwischen Alpen und Donau

Lukrative Titel zwischen Alpen und Donau. Copyright: Pexels
Österreichs Wirtschaft brummt. Nachdem in der Alpenrepublik die Corona-Maßnahmen weitestgehend zurückgenommen wurden, läuft der Tourismus wieder an, das zurückgehaltene Geld wird ausgegeben und auch der Osteuropa-Handel kommt wieder in Fahrt. Davon profitieren auch österreichische Aktien.
  • Fuchs plus
  • Übernahme der Wartungskosten

Streit um Wartung der Rauchmelder

Streit um Wartung der Rauchmelder. Copyright: Pixabay
Rauchmelder erkennen Brände bereits in der Entstehungsphase und warnen frühzeitig durch ein lautstarkes, akustisches Signal. Bis zum 31. Dezember 2020 mussten deshalb in allen Wohnräumen deutschlandweit Rauchwarnmelder angebracht sein. Fragt sich nur, wer jetzt die regelmäßig anfallenden Wartungskosten übernimmt.
  • Fuchs plus
  • Gericht rettet Legal-Tech-Unternehmen das Geschäftsmodell

Vermieter müssen sich nun doch mit Inkassofirmen herumschlagen

Gericht rettet Legal-Tech-Unternehmen das Geschäftsmodell. Copyright: Pixabay
Legal Tech Startups rollen den juristischen Dienstleistungsmarkt auf. Sie kümmern sich um die ‚kleinen Ansprüche‘ aus Fluggastrechten, um Bußgeldbescheide und um die Einhaltung der Mietpreisbremse. Berliner Gerichte mussten entscheiden, ob die Abtretung von Mieterinteressen an eine Inkassofirma vom Vermieter untersagen werden kann.
Zum Seitenanfang