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Kathrein Privatbank Aktiengesellschaft, TOPS 2020: Beratungsgespräch

Der Herausforderung ausgewichen

Die Kathrein Privatbank überzeugt den jungen Kunden im Beratungsgespräch von ihrem Mehrwert gegenüber einem Robo-Advisor.
Die Geschichte der Kathrein Privatbank geht bis ins Jahr 1924 zurück. Ein Geldhaus mit Tradition also, dass in den vergangenen Jahren immer mit überdurchschnittlich guten Ergebnissen aus den Markttests der FUCHS | RICHTER PRÜFINSTANZ hervorgegangen ist. Der hohe Standard konnte bei unserem aktuellen Test wiederholt werden; doch zeigte sich auch, dass die österreichischen Privatbanker mit der Erfahrungswelt und den Erwartungen junger Anleger erkennbar fremdeln.

„Höchste Qualität als Standard" verkündet die Kathrein Privatbank auf der Startseite ihrer Website, ist „der Anspruch an unsere Arbeit". Auf den Erfahrungsschatz wird mit dem Slogan „Gelebte Tradition für exzellente Ergebnisse" verwiesen. Kathrein ist die Privatbank der österreichischen Genossenschaftsbanken. Das vermittelt Solidität und Bodenhaftung.

Als weitgehend unerfahrener Anleger weckt das unser Interesse. Und es gibt noch einen zweiten Anknüpfungspunkt: Auf der Startseite wird das eBanking von Kathrein offensiv beworben. Wir sind jung, mit der Digitalisierung weiter Lebensbereiche bestens vertraut und wollen die neuen Möglichkeiten auch für unsere Anlage nutzen. Diese Möglichkeiten wollen wir ausloten. Nur eBanking oder doch der große Entwurf mit Robo Advisor? Wir stellen Kathrein auf die Probe.

Der Kunde und sein Anliegen

Wir sind 22 Jahre alt, Student. Wir können uns über eine Schenkung freuen, wollen damit sorgsam umgehen und das Geld langfristig sicher anlegen. 750.000 Euro bekommen wir jetzt, dieselbe Summe können wir in wenigen Jahren nochmals erwarten. Deswegen denken wir bereits jetzt über Familienplanung, Immobilienkauf oder den eventuellen Aufbau eines eigenen Unternehmens nach.

Im Internet sind wir quasi „von Geburt an" zuhause. Über Fintech und Robo-Advice wird in unserem studentischen Umfeld rege diskutiert. Wir haben uns bereits selbst an der Zusammenstellung eines Portfolios über ein Internettool versucht. Das Ergebnis war zufriedenstellend, doch die fallenden Kurse im letzte Quartal 2018 haben uns zu denken gegeben. Nun wollen wir wissen, ob es sich womöglich doch lohnt, die Dienste der Profis einer Bank dafür in Anspruch zu nehmen. Die Bank soll uns verdeutlichen, was sie besser macht - und warum sie teurer ist - als der virtuelle Berater aus dem Internet.

Studieren - und anlegen? - in Wien

An eine Wiener Bank wenden wir uns, da wir 2020 nach Wien ziehen werden, um ein Masterstudium zu beginnen. Wir sehen uns als eher risikoscheu ein, wären bei einem langen Anlagezeitraum jedoch am Anfang bereit, risikobereiter zu agieren. Wie groß unsere Risikotoleranz tatsächlich ist, wissen wir aber selbst nicht so genau. An der Stelle brauchen wir Hilfe vom Berater. Denn unsere Vorerfahrungen gehen gegen null.

Wichtig ist: Am Ende der zehn Jahre muss mindestens ein realer Kapitalerhalt erreicht werden. Wenn on top noch etwas dazu kommt, dann umso besser. Das muss aber nicht sein. Bei den Anlageklassen haben wir prinzipiell keine Einschränkungen. Alles ist gut, was dem Anlageziel dient. Es gibt nur eine Einschränkung: Wir legen Wert auf Nachhaltigkeit.

Der telefonische Erstkontakt

Wir erleben einen ausführlichen telefonische Erstkontakt. Nachdem wir uns und unser Anliegen kurz vorgestellt haben., werden wir mit einigen Fragen konfrontiert. Unsere Erfahrungen in Sachen Anlagen möchte der Kathrein-Mann wissen und ob wir die Anlageentscheidungen an die Bank delegieren oder selber entscheiden wollen. Sind wir deutscher Staatsbürger und müssen wir in Deutschland Steuern zahlen? Warum wir eine österreichische Bank kontaktieren, will er wissen. Und ob wir uns in Wien zu einem persönlichen Gespräch treffen könnten.

Breiteren Raum wollen wir dem Thema Robo-Advisor beimessen. Wir berichten, dass wir uns mit diesem Gedanken beschäftigen, weil es die deutlich günstigere Lösung ist, aber nicht sicher sind, ob eine Bank nicht vielleicht doch die bessere Variante wäre. Unser Telefonpartner will sich auf diese Diskussion nicht einlassen. Er meint, dieses Thema wäre besser in einem persönlichen Gespräch aufgehoben.

Zum Schluss die Frage nach der anzulegenden Summe

Die Terminvereinbarung gestaltet sich kompliziert, da wir an dem von dem Berater vorgeschlagenen Tag nicht können. An den von uns vorgeschlagenen Daten kann der Berater nicht. Unser Telefonpartner vereinbart dann einen Termin für einen Kollegen. Es werden noch die Kontaktdaten ausgetauscht und mir eine Terminbestätigung per Mail sowie eine Anfahrtsskizze avisiert.

Am Ende des Gesprächs werden wir noch nach der Summe gefragt, die wir anzulegen gedenken. Wir schauen auf die Uhr: zwölf Minuten. Unser Anliegen wird bereits am Telefon ausgiebig beleuchtet. Das finden wir gut, zeigt es doch, dass sich Kathrein ernsthaft für uns interessiert. Bestärkt wird dieser Eindruck durch ein Protokoll des Telefonats, das wir wenig später per Mail zusammen mit Terminbestätigung, Anfahrtsskizze und Vorstellung unserer Gesprächspartner bekommen. Eine Woche vor dem Termin bekommen wir noch einen Anruf, ob die Bank etwas vorbereiten könne oder wir hoch Hilfe bräuchten. Wir verneinen – und sind beeindruckt von so viel Aufmerksamkeit.

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