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Bankhaus Ellwanger & Geiger KG, Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Ein Besuch beim Maßschneider

Das Bankhaus Ellwanger & Geiger KG hat die grüne Ampel verdient.
Vielleicht sind wir auch wegen vorhergehender Enttäuschungen so begeistert. Vielleicht aber ist die Erfahrung Ellwanger & Geiger auch nüchtern betrachtet etwas Besonderes. Wie auch immer: Selbst bei längerem Nachdenken findet sich nichts Negatives an dem, was uns das Bankhaus geboten hat.

Das Stuttgarter Bankhaus Ellwanger & Geiger galt als einer der besten Immobilienspezialisten unter den Bankinstituten im Baden-Württemberg. Die Kombination aus Privatbank und Immobilienunternehmen war in der Branche ungewöhnlich. Anfang des Jahres trennte sich die Privatbank von ihrer Domäne im Rahmen eines Management-Buy-Outs ihrer Immobilien-Tochtergesellschaften. Die Trennung hatte strategische Gründe: Beide Unternehmen können sich nun auf ihr jeweiliges Kerngeschäft konzentrieren. Für die Bank bedeutet das: Mehr Kapital und Spielraum für das Geschäft mit vermögenden Privatkunden. Und: ein klarer Fokus.

Der Internetauftritt spielt sehr viel und interessant mit Bildern ganz normaler Menschen jeden Alters. Das wirkt angenehm und bodenständig. Vor allem weist das Bankhaus wiederholt auf seine Unabhängigkeit hin. „Als eigenständige Privatbank können wir bei der Auswahl geeigneter Wertpapiere objektiv die Investments auswählen, die Sie Ihrem Ziel näher bringen. Dem Druck, eigene Wertpapiere oder solche von Kooperationspartnern einbinden zu müssen, unterliegen wir dabei nicht. Vielmehr konzentrieren wir uns darauf, globale Anlagetrends zu identifizieren und Ihr Vermögen strategisch erfolgreich auszurichten", lesen wir, als wir uns in Vorbereitung auf das Gespräch die Webseite anschauen.

Risiken sollen vermieden werden

Sowohl im Aktien- als auch im Anleihenbereich verfolgt die Bank einen globalen Ansatz, um von der Entwicklung in etablierten Märkten ebenso wie in aufstrebenden Regionen zu profitieren, lesen wir weiter mit Interesse. Dabei wählt sie Anlageprodukte aus, die sich durch ein aussichtsreiches Chance-Risiko-Profil auszeichnen, heißt es. Bei allen Investitionsentscheidungen achtet sie auf eine breite Streuung, um das Risiko einzelner Portfoliopositionen zu begrenzen und die Wertschwankungen des Kundenvermögens zu reduzieren.

Für Anleger, die bei der Geldanlage nichts dem Zufall überlassen möchten, bietet Ellwanger & Geiger Vermögensstrategie Family Office ein weiteres Anlagekonzept. Sie stellt aus der Vielzahl am Markt tätiger Vermögensverwalter ein Portfolio mit acht verschiedenen Managern in vier verschiedenen Risikoklassen zusammen. Die Auswahl erfolgt auf Basis eines strukturierten Auswahlprozesses, der neben der Analyse von fundamentalen Daten auch den persönlichen Dialog mit den handelnden Portfoliomanagern umfasst.

Ein weiterer Bestandteil der Tätigkeit der Bank ist die laufende Überwachung der einzelnen Vermögensverwalter hinsichtlich deren Anlagestrategie sowie Performance und Risiko. Das Ziel ist es, frühzeitig Entwicklungen zu erkennen und bestehende Vermögensverwalter bei Bedarf kurzfristig auszutauschen.

Bank ist Beispiel für Kontinuität

Günstig: Auf der Seite der Vermögensverwaltung von Ellwanger & Geiger stehen die drei wichtigsten Vermögensstrategien – Aktien, Anleihen und Family Office – zum Download bereit, so dass man sich vor einem etwaigen Gespräch in der Bank bereits gut vorbereiten kann.

Historisch hat die Bank auch einiges zu bieten. Zwar ist sie nicht ganz so alt wie manch andere Privatbank, aber immerhin hat sie schon 106 Jahre auf dem Buckel. Ausgangspunkt waren die Notariatspraktikanten Wilhelm Ellwanger und Eugen Geiger, die 1912 ein Hypothekengeschäft in Stuttgart eröffnen – heute würde man Start-up dazu sagen. Geografisch ist sie Stuttgart treu geblieben. Auch heute noch befindet sich hier das Stammhaus – am Börsenplatz und in Rufweite zur Universität sowie zu den Konkurrenten Berenberg und HSBC Trinkaus & Burkhardt. Das nennen wir Kontinuität! So vorbereitet freuen wir uns sehr auf unseren Besuch in Stuttgart und das Gespräch bei Ellwanger & Geiger.

Der Kunde und sein Anliegen

Aus einem Vermächtnis steht uns in naher Zukunft ein Anlagebetrag in Höhe von rund einer Million Euro zur Verfügung. Wir haben keinerlei Erfahrungen mit der Anlage eines derartigen Betrages, aber eine klare Zielvorstellung: Seit langem möchten wir ein Masterstudium in England absolvieren und möchten dafür zwei Jahre lang nicht berufstätig sein müssen. Durch die Summe, die uns unerwartet zugekommen ist, sehen wir eine Chance, diesen Wunsch zu verwirklichen. Wir möchten eine monatliche Ausschüttung erreichen, die unsere Lebenshaltungskosten während des Studiums möglichst ganz deckt.

Vom Berater erwarten wir, dass er das Geld so angelegt, dass dieses Ziel erreicht wird. Das Stammkapital soll dabei soweit es geht erhalten bleiben. An Verlusten nehmen wir höchstens 20% hin. Denn nach Ende des Studiums und nachdem wir uns mit dem neuen Abschluss etabliert haben, schwebt uns der Erwerb von Wohneigentum vor. Abgesehen von den oben genannten Zielen legen wir Wert darauf, dass unser Kapital nicht ethisch fragwürdigen Unternehmen zugutekommt.

Der telefonische Erstkontakt

Die Kontaktaufnahme mit dem Bankhaus Ellwanger & Geiger verläuft reibungslos. Wir werden direkt zu einem Berater durchgestellt, der im Prinzip nur die Anlagesumme wissen möchte. Wir vereinbaren einen Termin – und das war´s.

Offenbar fällt das Telefonat doch ein wenig kurz aus, denn wir erhalten später eine Mail, in der uns nicht nur ein weiterer Berater angekündigt wird, der am Gespräch in Stuttgart teilnehmen wird. Es wird auch ein weiterer Telefontermin vorgeschlagen, um offene Fragen zu klären.

Aha, also war das Erstgespräch doch ein wenig zu oberflächlich. Der Anruf kommt pünktlich, wobei der zweite Berater die meisten Gesprächsanteile hat. (Erst) jetzt werden auch die entscheidenden Fragen gestellt: nach Anlageziel, monatlicher Ausschüttung und Verwendungszweck. Wir berichten von unserem Aufbaustudium in England. Über die Risikobereitschaft müsse man im persönlichen Gespräch noch einmal sprechen, sie läge mit 20% aber im normalen Rahmen. Es geht dann noch darum, wie hoch unsere monatlichen Kosten während des zweijährigen Studiums in etwa seien. Wir nennen die Zahl von 1.500. Berater: Euro oder Dollar? Wir: Sie meinen Pfund? Nein, in Euro gerechnet. Der Berater entschuldigt sich für seinen Lapsus und fragt, ob ein Puffer eingebaut werden soll.

Sehr ausführliches Telefonat

Wir sind sehr für Puffer, wissen zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht, was überhaupt an Rendite bei unserer Risikobereitschaft möglich ist. Wenn 1.500 Euro drin sind, so unser Statement, dann sei das prima. Der Berater fragt nach weiteren liquiden Mitteln und wir enthüllen, dass es eigentlich um zwei Millionen Euro geht, die wir auf zwei Verwalter aufteilen möchten, um während der ersten zwei Jahre Vergleiche ziehen zu können. Die Reaktion des Beraters – das sei vernünftig, natürlich nicht schön für sie, aber Konkurrenz belebe schließlich das Geschäft – gefällt uns.

Konkret fragt der Berater nach unseren Renditeerwartungen. Wir reagieren etwas hilflos und deuten an, dass wir gern auf den Anlagevorschlag warten möchten. Außer der genannten Verlustbereitschaft und der monatlichen Ausschüttung hätten wir momentan keine weiteren Vorgaben. Ob wir eine Aufholzeit für Verluste vorgeben möchten? Auch in dem Punkt sind wir unentschlossen und haben keine Ahnung, was da realistisch wäre. Und welche Erwartungen haben wir an die Bank? Wir werfen wieder das Nachhaltigkeits-Thema in die Diskussion. Hier bleibt der Berater ein wenig vage. Auch „einige andere Kunden" seien daran interessiert, allerdings könne man die Sache nicht immer komplett kontrollieren, aber „in diese Richtung gehen".

Nach ein paar persönlicheren Fragen etwa zur Fachrichtung des Aufbaustudiums – Geschichte (findet der Berater spannend, wir vermuten aber, dass ihm klar ist, dass wir auch danach kein Großverdiener sein werden) – geht das Gespräch zu Ende.

Später bekommen wir noch eine Wegbeschreibung. Dass wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen wollen, hat sich der Berater gemerkt. Wir fragen, ob wir eine Gesprächszusammenfassung per Mail bekommen können, was bejaht wird. Zusammen mit einer Vorstellung der Berater als PDF landet das Dokument kurz darauf in unserem Mail-Postfach.

Das Gespräch mit dem Berater/den Beratern vor Ort

Auf den ersten Blick gestaltet sich unsere Ankunft in Stuttgart etwas verwirrend: Der Firmenname steht am gegenüberliegenden Gebäude als Werbung, was uns irritiert und veranlasst, erst einmal etwas desorientiert drum herumzulaufen. Mit freundlicher Unterstützung zweier Polizisten gelingt es uns schließlich doch den Eingang zu finden.

Von einem Empfangsmitarbeiter, der eigentlich zu einer anderen im Gebäude ansässigen Bank gehört, werden wir schließlich in den dritten Stock geschickt. Nach diesem etwas holprigen Start verläuft das Weitere reibungslos.

Ein Rezeptionist informiert die Berater, die uns sofort in Empfang nehmen und in einen dezenten Beratungsraum bringen. Hier finden wir neben einem Holztisch und entsprechenden Stühlen einen Bildschirm mit einer Präsentation und einem persönlichen Willkommensgruß vor. Das mag eine Kleinigkeit sein, ist aber auf jeden Fall eine nette Geste. An der Wand hängen Ölgemälde, uns werden Kaffee, Mineralwasser, Saft und Gebäck angeboten. Alles in allem eine angenehme, entspannte Atmosphäre.

Das setzt sich auch im Gespräch fort. Im Verlauf schaut der persönlich haftende Gesellschafter vorbei und begrüßt uns . Auch das gehört nicht überall zum Standard. Die Berater warnen uns vor Baulärm und entschuldigen sich, man baue gerade um. Kurz werden wir von einer Bohrmaschine oder etwas Ähnlichem gestört, aber das war's auch.

Bank sieht sich als „Maßschneider"

Wir gehen die Agenda detailliert durch. Zuerst wird uns das Bankhaus vorgestellt. Man habe kurze Entscheidungswege und lege Wert auf persönliche Kontakte, darin liege auch ein Vorteil gegenüber anderen Häusern, erfahren wir. Das Haus sei eine unabhängige Privatbank, man habe keine eigenen Produkte und verstehe sich als „Maßschneider" im Finanzsektor für mittelständische Kunden und Unternehmer. Ziemlich zu Anfang geben die Berater die „Vorwarnung", dass Rendite ohne Risiko kaum möglich sei. Das Ziel bestehe darin, möglichst keine Verluste für den Kunden zu erwirtschaften.

Die Expertise des Hauses, erfahren wir weiter, bestehe in individuellen Vermögensanlagestrategien aus Aktien, Anleihen, Family Office, Wertpapierberatung und Alternativen Investments. Als Finanzierungslösungen werden Immobilienfinanzierung, Zwischenfinanzierung, Währungskredite und Treuhandabwicklung, allerdings keine Unternehmensfinanzierungen, angeboten.

Überhaupt stehen Privatinvestoren im Fokus mit Konzepten wie Finanzplanung, private Altersvorsorge, Versicherungslösungen, Ruhestands- und Nachfolgeplanungen, Generationenmanagement, Vermögensübergang, Notfall- und Nachlassplanung sowie Stiftungsberatung. Zum Angebot gehört auch die Vermittlung von Experten in Rechts- und Steuerfragen.

Externe Expertise bereits eingeholt

Wir diskutieren schließlich ausgiebig unsere schon geschilderte persönliche Situation und die Verwendung des anzulegenden Geldes. Die Berater empfehlen uns, auch während des zweijährigen Studiums den Wohnsitz in Deutschland zu behalten. Sehr gut: Die Berater haben bei ihrem Partner CMS mit Englandexpertise schon angefragt und entsprechend diese Information erhalten.

Sie informieren uns über den Wechselkurs Euro in britisches Pfund. Entsprechend würde die Entnahme vom monatlich 1.500 Euro 1.295 Pfund bedeuten. Auf unsere Rückfrage, mit welchen Schwankungen in zwei Jahren zu rechnen sei, gehen sie ausführlich ein. Sie rechnen mit einer Seitwärtsentwicklung, allerdings könnten unerwartete Szenarien wie ein „Exit vom Brexit" auch unerwartete Entwicklungen nach sich ziehen. Zitat: „Wir wollen uns nicht vom Kurs abhängig machen. Wir würden ein Polster zu einem günstigen Kurs erwerben und auffüllen, damit wir nicht zu jedem Kurs kaufen müssen."

Ausführliche Rendite-Risiko-Diskussion

Dann erfolgt eine inhaltliche Überleitung zu den Themen Rendite und Risiko. Die Vermögensverwaltung bietet zwei Arten von Portfolios an: chancenorientierte mit einem hohen Aktienanteil und Edelmetallbestandteilen, die ein höheres Potenzial haben; sicherheitsorientierte mit einem höheren Anleihenanteil.

Die Renditeerwartung der Bank im Aktienbereich liegt bei 6,5 bis 7% vor Steuern und Kosten, bei den Anleihen bei 2,5%, zusammen also bei einer 50%igen Mischung etwa bei 5,2%, was uns ganz ordentlich erscheint. Einer der Berater weist uns darauf hin, dass es auch bei Anleihen Risiken – etwa Währungsrisiken – gibt, weshalb man sie über Länder, Branchen und Unternehmen streuen müsse.

Bei einem Aktienteil von 60%, müssten wir als Kunde mit einem maximalen Verlust von 30% auf diesen Depotbestandteil rechnen, was uns eigentlich zu viel ist. Der Anleihenanteil von 40% könnte im schlimmsten Fall 4,2% Verlust einfahren, was in Summe 20,12% bedeutet, womit unsere Vorgabe dann doch eingehalten werden würde.

Die Inflation, argumentieren die Berater weiter, sei die am schwierigsten einzuschätzende Größe. Die meisten Kunden wollen aber nominalen, nicht nur realen Erhalt. Auf unsere Zwischenfrage hin, was die Inflationsrate unerwartet in die Höhe treiben könnte, erklärt uns einer der Berater, dass vor allem Geldmengenerhöhungen Einfluss hätten, was die Notenbanken ja gerade auch tun.

Realistische Ziele beim Thema Nachhaltigkeit

Als wir auf das Thema Nachhaltigkeit kommen, fragen uns die Berater zunächst, was wir darunter verstehen. Wir möchten kein Kapital an Unternehmen geben, die zum Beispiel Waffen produzieren oder mit ihnen handeln. Uns ist klar, dass hundertprozentige Nachhaltigkeit schwer umzusetzen sei, weil man dann beispielsweise kein Apple-Gerät kaufen dürfte. Die Anlage soll aber wenigstens einige Mindeststandards berücksichtigenso unser Wunsch – bewaffnete Konflikte oder Kinderarbeit wollen wir mit unserer Geldanlage nicht unterstützen.

Das sei auch die Philosophie des Hauses, bestätigen die Berater. Das Problem: Man wolle breit streuen und auch ETF verwenden. Aber, um beim Beispiel Apple zu bleiben: Die Firma sei z.B. im Aktienindex S&P 500 gelistet, die Arbeitsbedingungen der Zulieferer seien schwer überprüfbar. So etwas nehme man dann in Kauf, sonst wäre das Anlageuniversum zu klein. Ein wichtiges Ausschlusskriterium seien Rüstungsunternehmen wie etwa Rheinmetall, die fragwürdige Regime beliefern. Man nehme also Technologiefonds, auch wenn nicht alles ethisch korrekt abläuft, aber keine Rüstungsfonds.

Weitere Kontakte werden angeboten

Im Anschluss besprechen wir noch andere Aspekte wie die Auszahlung des Vermächtnisses und Erbschaftssteuer, was aber bereits erledigt ist, wie wir mitteilen können.

Die steuerliche Situation in England müsse in jedem Fall berücksichtigt werden, erfahren wir weiter. Was andere Vorsorgethemen wie Vollmachten und Verfügungen betrifft, könne man uns entsprechende Kontakte vermitteln, falls gewünscht. Das ist aufmerksam und fürsorglich.

Am Ende erfahren wir, dass uns die Berater umgehend eine Gesprächszusammenfassung schicken werden und wir in wenigen Tagen auch mit dem Anlagevorschlag rechnen können. Ein bis zwei Treffen im Jahr, fügen sie noch an, seien erforderlich, um die Performance zu besprechen, wobei die Berater auch zu uns kommen würden. Wir bekommen noch eine Einladung zu einer Veranstaltung eines Unternehmernetzwerks in Stuttgart.

Die Betreuung nach dem Gespräch

Die Mail des Beraters mit den versprochenen Unterlagen – Präsentation und Protokoll – kommt knapp drei Tage nach dem Gespräch. Das Protokoll ist gut, kurz und auf den Punkt gebracht. Es enthält alles Wichtige ohne unnötigen Schnickschnack. Auch der Anlagevorschlag kommt zeitnah und wie von uns gewünscht per Mail. Hier wird uns auch angekündigt, dass man einen zweiten Termin für sinnvoll erachte. Der Berater meldet sich einige Tage darauf und erkundigt sich, ob wir den erforderlichen zweiten Termin schon absehen können. Wir verweisen auf unseren Urlaub und sichern ihm eine Rückmeldung danach zu.

Unsere Absage nimmt der Berater sehr professionell auf. Es sei gar kein Problem, vielleicht höre man in Zukunft mal wieder voneinander. Er fragt noch, ob er uns ab und zu Hinweise auf Veranstaltungen schicken dürfe, was wir bejahen. Prompt kommt kurz darauf eine entsprechende Einladung. Bei diesem Haus jedenfalls sähen wir unser Geld gut aufgehoben.

Der Anlagevorschlag aus der Sicht des Kunden

Perfekt. Eines der wenigen Häuser, das aus unserer zunächst laienhaften Sicht unsere Rendite- und Risikovorstellungen tatsächlich zusammenbringt und alle Vorgaben einhält. Zudem ist er – wie eigentlich alles bei dieser Beratung – sehr gut strukturiert.


HINWEIS: Dieses Bankenporträt beruht auf den Eindrücken aus einem individuellen Erstberatungsgespräch, das ein zuvor geschulter Testkunde durchgeführt hat. Die wiedergegebenen Eindrücke wurden während des Gesprächs oder unmittelbar danach schriftlich protokolliert. Subjektive Wahrnehmungen lassen sich nicht ausschließen. Der Testkunde hat sich zur Neutralität gegenüber dem getesteten Institut verpflichtet. Die Bewertung wurde nach einem festen Schema vorgenommen, das die Private Banking Prüfinstanz erstellt hat. Es beruht auf der jahrelangen – wissenschaftlich untermauerten – Beschäftigung mit dem Thema Beratungsqualität im Private Banking durch die Private Banking Prüfinstanz, Dr. Richter | IQF und Ralf Vielhaber | Verlag FUCHSBRIEFE.


 

WISSENSWERTES

Vermögensverwaltung, Anlageberatung, Finanzierungsberatung und Finanzplanung nennt das Bankhaus Ellwanger & Geiger als seine Kernkompetenzen. Man könne absolute Unabhängigkeit garantieren, da keine Kapitalanlagegesellschaften im Hintergrund stehen und keine Vertriebsvereinbarungen existieren, die die Unabhängigkeit in Frage stellen.

Im Mittelpunkt stehe die Beratung. Das Risiko für die Kunden werde auch durch die Gesellschaftsform der KG minimiert, bei der die beiden Gesellschafter persönlich, unbeschränkt und unmittelbar haften. Die Bank befindet sich im Besitz von Familien aus dem Bereich Stuttgart und Umgebung sowie der Aton GmbH der Familie Helmig.

Rund 1.100 Kunden haben über die Bank etwa eine Milliarde Euro investiert. Sie kommen zum überwiegenden Teil (95 %) aus Deutschland, weswegen man sich als nationalen Anbieter klassifiziert. Ein Einstieg ins Private Banking ist ab einer Summe von 250.000 Euro möglich, eine vergleichsweise niedrige Hürde.

Die Verteilung auf die unterschiedlichen Anlagehöhen ist erstaunlich ausgeglichen: Gut die Hälfte (55 %) sind bis zu einer Million investiert, der Rest zu jeweils 15 % auf die Höhen bis 2,5, bis 5 und über 5 Millionen Euro. Die Bank ist also offenbar für Menschen mit vergleichsweise geringer Anlage genauso interessant wie für solche mit sehr großen Summen. Ein Berater kümmert sich im Schnitt um 50 Kunden bzw. Familienverbünde, was etwa im Marktdurchschnitt liegt.

Eigenes Scoring zur Produktprüfung

Die Anlagestrategie der Bank wird mit vier Grundsätzen umrissen:

  • Vermögensaufteilung: strategische Allokation dominiert das Anlageergebnis
  • globaler Investmentansatz: aufstrebende Regionen gewinnen rasant an Bedeutung
  • Diversifikation: breite Streuung begrenzt Risiko und reduziert Wertschwankung des Portfolios
  • Risikomanagement: Ziel ist Vermeidung dauerhafter Kapitalverluste und von Klumprisiken

Produktseitig werde vorwiegend mit Aktien sowie mit Cat Bonds als Fondslösung gearbeitet, teil die Bank mit. An eigenen Produkte gibt es nur zwei vermögensverwaltende Fonds: Strategie Aktien und Strategie Renten. Alle Produkte werden nach dem Best Advice-Prinzip geprüft. Man bediene sich eines eigenen Scorings aller in Deutschland zugelassen Investmentfonds. Geprüft würden vor allem Performance, Gebühren, Kontinuitäten im Management und Struktur.

Die Kosten reichen von 0,8 % für eine Anlagesumme von 1,1 Millionen Euro bis 0,7 % für 5,1 Millionen Euro. Abhängig davon, ob es sich um Einzeltitel oder Dachfonds handelt, sei auch eine institutionelle Tranche mit 50 % Managementvergütungsnachlass möglich. Ausgabeaufschläge eigener Produkte werden vollständig an die Kunden zurückgegeben, Kickbacks werden in Vermögensverwaltung pflichtgemäß erstattet, in der Anlageberatung werden diese noch einbehalten.

Adresse der Bankniederlassung / Webseite

Bankhaus Ellwanger & Geiger KG, Börsenplatz 1, 70174 Stuttgart, Deutschland
https://www.ellwanger-geiger.de

MEHR INFORMATIONEN ZU TOPS 2019

PERFORMANCE-PROJEKT

Vermögende wollen gut beraten werden. Ebenso wichtig ist aber, dass das anvertraute Kapital solide verwaltet und vermehrt wird. Der Markt der Vermögensverwaltung ist intransparent. Getreu unserem Motto „Wir machen Qualität transparent" verfolgt das Performanceprojekt der Private Banking Prüfinstanz genau dieses Ziel.

Das Bankhaus Ellwanger & Geiger nimmt noch nicht am FUCHS Performance Projekt von Dr. Jörg Richter und Verlag FUCHSBRIEFE teil.

TRUSTED WEALTH MANAGER

Das Bankhaus Ellwanger & Geiger war innerhalb der letzten 3 Jahre in Rechtsstreitigkeiten mit Kunden verwickelt. Obwohl sie unseren Transparenzfragebogen ausfüllt gibt sie keine Selbstauskunft. Unsere Vertrauensampel steht derzeit daher noch auf Rot.


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Fazit

Ellwanger & Geiger gehören zu den Häusern, die wir zumindest nach dem Beratungsgespräch zu unseren Favoriten zählen. Vor allem im Vergleich mit anderen Terminen erleben wir hier einen durchstrukturierten und individuell an unserer Situation und Wünschen orientierten Beratungsprozess. Dabei sind die Berater nicht nur effizient, sondern em- und sympathisch.

Erwähnenswert ist auch, dass unser Vorabhinweis, dass wir bei der Geldanlage bestimmte ethische Standards einhalten möchten, so gut berücksichtigt wird. Auch, dass wir mit konkreten und gut erklärten Zahlen aus dem Gespräch gehen, ist durchaus nicht Standard. Was zudem zählt ist, dass das Ergebnis in einem akzeptablen Verhältnis zum Zeiteinsatz für Vorgespräch, Termin und Kommunikation steht. Es gibt kein unnötiges Hin und Her, alles wird bei ersten Mal erfasst und umgesetzt. Also: professionell und sympathisch.


HINWEIS: Die erreichte Gesamtpunktezahl sowie den Vergleich mit rund 100 weiteren Anbietern lesen Sie im November in „TOPs 2019".

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