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Pictet & Cie (Europe) S.A., Beratungsgespräch Bankentest TOPs 2018, Qualifikation

Eine einzigartige Erfahrung bei Pictet & Cie

Pictet & Cie zeigt sich zu verschlossen für eine Bewertung.
Pictet & Cie legen großen Wert auf ihre Einzigartigkeit. Das ist in mancher Hinsicht gut begründet. Und wir machen vor Ort tatsächlich eine besondere Erfahrung.

Pictet – ein klangvoller Name im Private Banking. Und das rührt nicht nur von der omnipräsenten Werbung in Wirtschaftsmagazinen her. Die Privatbank aus Genf ist seit über 200 Jahren in der Beratung von Privatpersonen und Familien tätig, „die ihr Vermögen über Generationen hinweg erhalten und vergrößern wollen", wie es heißt.

„Das Geschick und die Beweglichkeit einer kleinen Bank, kombiniert mit den Mitteln großer Finanzunternehmen" – so ist das Selbstbild. Ist das Bescheidenheit, Understatement, Tiefstapeln? Immerhin betreute die Pictet-Gruppe per 31. März 2017 Volumina in Höhe von rund 446 Mrd. EUR. Die Nettoneugelder betrugen 12,4 Mrd. Schweizer Franken im Jahr 2016 für die gesamte Pictet-Gruppe. Die Bank ist weltweit an 26 Standorten vertreten und beschäftigt rund 4.000 Mitarbeiter. Wer will da noch das Wort „klein" im Mund führen? Soll wohl bedeuten: So beweglich wie eine kleine Bank ...

Vermögensverwaltung ab 1 Mio. Euro

Die Vermögensverwaltung bei Pictet beginnt i.d.R. ab einer Vermögenshöhe von 1 Mio. EUR. Das also ist kein Hinderungsgrund, hier unser Glück zu versuchen.
Und auch das Dienstleistungsportfolio passt: Man bietet private Vermögensverwaltung im umfassendsten Sinne an, die kundenspezifische Beratung, Family-Office-Dienstleistungen, Beratung in Rechts- und Steuerfragen und Buchhaltung sowie Unterstützung bei der Nachfolgeplanung einbezieht.

Die private Vermögensverwaltung steht allerdings im Zentrum der Bankaktivitäten. „Unabhängigkeit prägt unser gesamtes Handeln und ist in der Teilhaberstruktur der Gruppe verankert, durch die wir uns voll auf die Verwaltung unserer Kundenvermögen konzentrieren können", betont die Bank.
Als Unterscheidungsmerkmale zu Wettbewerbern geben Pictet & Cie „folgende wesentliche Punkte" an:

Man habe eine „einzigartige Unternehmensstruktur" als Personengesellschaft mit sechs geschäftsführenden Teilhabern, die für alle Tätigkeiten der Pictet-Gruppe verantwortlich zeichnen. Dadurch verfüge Pictet & Cie über „ein Höchstmaß an Unabhängigkeit". Und durch strikte Fokussierung auf die Vermögensverwaltung vermeide Pictet Interessenkonflikte in der Beratung seiner Kunden.

Niedrige Personalfluktuationsrate

Auch rühmt sich Pictet, eine der niedrigsten Personalfluktuationsraten der Branche zu haben. „Dadurch sind unsere Berater noch lange nach der Abgabe einer Empfehlung für die Auswirkungen dieser verantwortlich." Das ist ein überzeugendes Argument.

Die Bank pflege zudem „eine ausgeprägte unternehmerische Kultur". Die finde ihren Ausdruck in einem einzigartigen Entlohnungssystem mit Beteiligung der Mitarbeiter am Gewinn der Bank, und nicht am Verkauf von Produkten. Dadurch würden falsche Anreizmechanismen eliminiert. In der Tat, ein positiver Punkt. Man versteht sich als „Lösungsanbieter, nicht Produktanbieter". Wir sind also gespannt, wie wir das Haus erleben.

DER KUNDE UND SEIN ANLIEGEN

Dem Kunden sind mit der Flüchtlingskrise Bedenken bezüglich der Stabilität der EU gekommen. Und der BREXIT hat für ihn ganz neue Gefahren aufgezeigt: Die EU könnte auseinanderbrechen. Mittlerweile ist der Kunde soweit, dass er ernsthaft überlegt, (ganz) in ein Land außerhalb der EU zu ziehen oder zumindest dort einen zusätzlichen Wohnsitz zu gründen. Er verfügt über ein Gesamtvermögen von ca. 8.000.000 Euro, davon 4.000.000 in Immobilien. Als laufenden Einnahmen stehen monatlich 10.000 Euro nach Steuern zur Verfügung. Das bisherige Depot ist zu. 100 % in Europa angelegt. Das neue Depot soll nur noch zu 25 % in Europa investiert sein. 

DAS BERATUNGSERLEBNIS

Erwartungsvoll rufen wir bei Pictet an. Ein so international aufgestelltes Haus sollte unserem Wunsch nach breiter Währungsdiversifikation entsprechen können. Es meldet sich ein Berater, der sich in Ruhe unseren Kundenwunsch anhört.

Sogleich hinterfragt er unsere Risikoeinstellung. Die ist entspannt, teilen wir mit. Denn wir benötigen das Anlagegeld – wenn überhaupt – erst in fernerer Zukunft.

Selbsteinschätzung

Der Berater erklärt, dass die Pictet in 26 Ländern tätig ist. Er sieht sein Haus insbesondere in Fremdwährungsfragen stark aufgestellt. Man investiere in Aktien, Anleihen und alternative Assets. Er fragt nach, wie die Vermögensverwaltung bisher gelaufen sei und wünscht, dass wir unsere Unterlagen zum Gespräch mitbringen oder noch besser vorab zusenden – was wir gerne tun.

Er erläutert weiter, dass im Bereich Währungen rd. 70-100 Leute weltweit an allen namhaften Standorten (Genf, London Singapur etc.) tätig sind. In München säßen zwei Vermögensverwalter. Das, so denken wir, könnte ein Institut nach unserem Geschmack sein. Nach dem Telefongespräch erhalten wir eine Terminbestätigung mit Parkhinweisen.

Vor–Ort-Gespräch

Der Eingang zur Bank liegt in einem Innenhof, den man von der noblen Maximilianstraße aus erreicht. Am Hausempfang meldet eine der beiden Damen unser Kommen an und ermöglicht mit ihrer Karte die Aufzugnutzung.

Die Räumlichkeiten sind nur auf Klingelaufforderung zu betreten. Im 2. OG werden wir schon von einem Berater erwartet und über einen etwas verwinkelten Weg ins Besprechungszimmer geleitet. Man geht vorbei an einem im Halbdunkel liegenden Empfangstresen. An der Wand die künstlerische Darstellung eines Krans. Großen Wert auf Repräsentation legt Pictet zumindest in der Münchner Niederlassung nicht.

Im etwa 25 qm großen Beratungsraum steht ein großer länglicher Tisch mit dunklem Holzfurnier und je 4 Sesseln an den Längsseiten. Auf dem Tisch stehen ein Getränkehalter mit Getränkeflaschen und ein Telefon. Fensterseitig ein weißer Lamellenvorhang. Die recht nüchterne Atmosphäre nimmt uns nicht gerade gefangen.

Gesprächsinhalte und konkrete Beratung

Nun gesellt sich ein zweiter Berater hinzu. Angenehm, dass wir nicht gleich „überfallen" worden sind. Er stellt uns die sogleich Frage, wieso wir zu Pictet wollten? Nun, ein internationaleres Haus ist nicht so leicht zu finden.

Die Berater interessieren sich vorrangig für unsere Gründe für den aus ihrer Sicht doch etwas ungewöhnlichen Schritt, das Portfolio so drastisch umzuändern. Insbesondere unsere Abkehr vom Euro wollen sie erläutert haben. Eine verständliche Herangehensweise. Allerdings müssen wir unsere Kernanliegen doch ein ums andere Mal wiederholen.

Dass wir unsere Vermögensübersicht vorab per email zugesandt haben, spielt im Gespräch keine Rolle. Unser Depot wird nicht weiter gewürdigt und diskutiert.

Intensive Fragen, dürftige Antworten

So intensiv die Fragen sind, so dürftig ist allerdings im Gegenzug die Markteinschätzung der Berater sowohl politisch als auch ökonomisch. Beide informieren uns lieber über die Besonderheiten der Bank. Derzeit gehöre die Bank sechs geschäftsführenden Teilhabern (Partnern), die mit Erreichen der Altersgrenze von 65 Jahren ihre Anteile wieder an jüngere Nachfolger veräußern müssen. Derzeit stammten fünf der sechs Partner – der siebte werde gerade gesucht – aus drei Gründerfamilien.

Es bleibt auch weiterhin eher ein Informations-, denn ein Beratungsgespräch. In jedem Fall sollten wir vorsichtig sein, wir gingen doch ein nicht zu unterschätzendes Risiko ein. Das ist uns sehr wohl klar. Wir sehen aber ein größeres Risiko, wenn wir alles so lassen, wie es ist. Eine alternative Strategie bieten uns die Gesprächspartner nicht an.

Immer wieder verweisen beide Berater auf das gute Risikomanagement im Haus. Doch führen sie es nicht weiter aus.

Zu ungewöhnlich?

Generell sieht Pictet durch Wechsel in Fremdwährungen keine Risikoverringerung. Ein interessanter Aspekt, der eine tiefergehende Erläuterung verdient hätte. Allerdings will man sich mit unserer Risikobereitschaft nicht anfreunden. 30% seien „sehr ungewöhnlich". Gewiss. Aber gut begründet. Will oder kann Pictet nur „gewöhnlich"?

Immerhin so viel: Mit Euro-Anleihen erwartet man langfristig kaum Ertrag, deshalb sieht man bei Anleihen größere Fremdwährungsanteile als sinnvoll an. Nicht sinnvoll seien dagegen Investments in CHF, da es hier keine Zinsen gibt. Diese Ansicht teilen wir.

In Private Equity Geld zu stecken, könne sich allerdings lohnen. Diese mehr mittelständischen Papiere würden aber nicht an der Börse gehandelt. Sie wären also nicht jederzeit verkäuflich und somit eine langfristige Investition – die ja durchaus zu uns passen könnte.

Bank lebt nur von Vermögensverwaltung

Jetzt gibt es noch ein wenig Nachhilfe zur Produktpalette von Pictet: Die Bank habe ca. 50 eigene Fonds aufgelegt. Es bestehe keine Vorgabe, diese auch in Kundenportfolios einzukaufen. Generell setze man bei Neuanlagen auf „Best in Class". Auch Pictet-eigene Produkte würden diesem Auswahlprozess unterworfen. Derzeit würden drei bis vier Pictet-Fonds den Kunden aktiv angeboten. Die Bank finanziere sich ausschließlich von den Vermögensverwaltungsgebühren und nicht z.B. durch den Verkauf eigener Produkte. Das ist schön.

Auch weiterhin bleibt das Gespräch von der Risikosorge der beiden Berater geprägt. Fühlen sie sich den Kundenwünschen nicht so recht gewachsen? Versuchen sie mit ständigen Hinterfragen zu unseren Erfahrungen mit Wertpapieren, sonstigem Besitz und dann auch noch mit Ausfüllen des Fragebogens nach dem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG-Bogen) ihr Beratungsrisiko zu reduzieren?

Sie weisen uns auf die gesetzlichen Vorgaben zum Herkunftsnachweis unserer Gelder hin. Aber selbst nachdem wir gemeinsam den Bogen ausgefüllt haben, will man noch intern die Risikoeinstufung abklären und dann wieder auf uns zukommen. Erst dann will man einen konkreten Anlagevorschlag unterbreiten. Eventuell sieht man noch ein zweites Beratungsgespräch als erforderlich an. Auch händigen sie uns diverse Formblätter aus.

Inhaltlich bleiben die Aussagen dürftig

Zu konkreten Anlagemöglichkeiten machen die Berater kaum verwertbare Aussagen. Sie erwähnen auf wiederholte Nachfrage Norwegische Kronen, den US-$. Im Schweizer Franken würden sie in Aktien, weniger in Anleihen investieren. Das ist nachvollziehbar. Man würde die entsprechenden Fonds im jeweiligen Wirtschaftsraum auswählen. Die Fondsmanager von Pictet hätten zu den jeweiligen Unternehmen direkte Kontakte. Man bevorzuge generell eine Mischung aus Einzelwerten und Fonds.

Gut: Die Berater hinterfragen zunächst, welchen Goldanteil wir bereits hätten, bevor sie sich dazu äußern. Anscheinend haben mehrere Kunden der Bank zur Absicherung ihren Goldanteil bereits erhöht. Dies wäre zunächst auch naheliegend für unsere Anforderungen.

Der Koffer bleibt verschlossen

Doch was muss geschehen, damit Pictet seinen Koffer öffnet? „Von erfahrenen Experten für Kapitalanlagen erhalten Sie eine erstklassige Beratung. Unsere Spezialisten können von der über 200- jährigen Tradition unserer Bank zehren. Sie verstehen den Stellenwert von Emotionen sowie Vernunft bei der Ausarbeitung von Anlagestrategien." Davon erleben wir wenig.

So erreicht das Gespräch an keiner Stelle den Status einer ansprechenden Anlagediskussion. Auch ein roter Faden ist für uns nicht erkennbar.

Die Nachbetreuung

Der vor Ort ausgefüllte persönliche Fragebogen erreicht uns nach dem Gespräch per Post. Was uns nicht erreicht, ist ein Anlagevorschlag.

Gebühr

Auch zur Gebührenhöhe hören wir nur Allgemeinplätze. Dazu müsse erst das mögliche Portfolio genauer definiert sein. Auf dessen Basis erst könne dann eine konkrete Aussage zu den Gebühren getroffen werden. Auch in diesem Punkt ist Pictet besonders.


HINWEIS: Dieses Bankenporträt beruht auf den Eindrücken aus einem individuellen Erstberatungsgespräch, das ein zuvor geschulter Testkunde durchgeführt hat. Die wiedergegebenen Eindrücke wurden während des Gesprächs oder unmittelbar danach schriftlich protokolliert. Subjektive Wahrnehmungen lassen sich nicht ausschließen. Der Testkunde hat sich zur Neutralität gegenüber dem getesteten Institut verpflichtet. Die Bewertung wurde nach einem festen Schema vorgenommen, das die Private Banking Prüfinstanz erstellt hat. Es beruht auf der jahrelangen – wissenschaftlich untermauerten – Beschäftigung mit dem Thema Beratungsqualität im Private Banking durch die Private Banking Prüfinstanz, Dr. Richter | IQF und Ralf Vielhaber | Verlag FUCHSBRIEFE.

WISSENSWERTES

Pictet & Cie (Europe) S.A., Maximilianstrasse 2 80539 München, Deutschland http://www.pictet.com

MEHR INFORMATIONEN ZU TOPS 2018

PERFORMANCE-PROJEKT

Vermögende wollen gut beraten werden. Ebenso wichtig ist aber, dass das anvertraute Kapital solide verwaltet und vermehrt wird. Der Markt der Vermögensverwaltung ist intransparent. Getreu unserem Motto „Wir machen Qualität transparent" verfolgt das Performanceprojekt der Private Banking Prüfinstanz genau dieses Ziel.

Pictet & Cie nehmen nicht am Performance-Projekt der Prüfinstanz teil. Somit haben wir keinen tieferen Einblick in die Vermögensverwaltungskompetenz des Hauses.

TRUSTED WEALTH MANAGER

Gibt es Verfahren oder Streitigkeiten mit Kunden?

Uns sind keinerlei Vorfälle bekannt, dass Pictet Streitigkeiten mit Kunden hat, weil dieses sich unfair behandelt oder übervorteilt fühlten. Pictet beantwortet diesbezüglich auch unsere konkrete Anfrage, ob es Rechtsstreitigkeiten mit Kunden gebe mit nein. Erfreulich. Die Vertrauensampel steht auf Grün.


Pictet & Cie sind mit einem guten Rating von Moody's und Fitch ausgestattet, das die Solidität des Hauses erkennen lässt. Das wird auch durch das gesunde Cost/income ratio der Pictet-Gruppe für das Jahr 2016 von 75% unterstrichen.
Je nach Größe und Verwaltungsaufwand kommen auf einen Kunden zwischen 1 (große Family Office-Kunden) und mehreren Dutzend Kunden.
Die hauseigene Produktpalette umfasst Investmentfonds, Fund of Funds (Dachfonds) und Spezialfonds.

Spezial-Research zu Währungen

Pictets Volkswirte betreiben eine eigene fundamentale makroökonomische Analyse. Sie sind aufgeteilt in vier Teams: Zinsen, Währungen, Aktien und Makroökonomische Analyse.
Wichtigste Faktoren bei der Analyse sind die Geldpolitik der Notenbanken und das Zinsumfeld. Die Beurteilung der Geldströme zwischen verschiedenen Märkten und Anlagekategorien erfolgt aufgrund der Entwicklung von Währungen, Aktienmärkten und Zinsen. Anhand von quantitativen Bewertungsmodellen versuchen die Volkswirte der Bank zu beurteilen, ob einzelne Branchen bzw. Märkte über oder unter ihrem langfristigen Gleichgewicht liegen.

Die Aktienanalysten verfolgen Unternehmen weltweit aus den Bereichen Finanzen, Konsum, Gesundheit, Technologie und Industrie, die sie auch regelmäßig besuchen. Für ihre Bewertungen stützen die Analysten sich auf ein standardisiertes Bewertungsinstrument sowie eine zentralisierte Datenbank. Diese Kaufs- oder Verkaufsempfehlungen dienen als Grundlage für Transaktionen in den Aktienportfolios unserer Kunden.

20 Jahre Erfahrung mit alternativen Investments

Zurückblickend auf eine circa 20-jährige Erfahrung im Segment alternativer Investments, zählt sich Pictet zu den führenden Adressen der Hedgefonds-Industrie. Wie im Segment Private Equity, in dem Pictet zu den führenden Anlegern privater Gelder in Europa gilt, fokussiert die Bank dabei auf die Auflegung und das Management von Fund of Funds (Dachfonds).
Grundsätzlich strebt das Haus an, mit Produkt- und Assetklassen am Markt vertreten zu sein, von denen es der Überzeugung ist, dem Kunden einen reellen Mehrwert bieten zu können.

Pictet verfügt über eine Manager Selection Services Einheit für fremde Produkte. In dieser Einheit wird nach einem detaillierten Auswahlverfahren die Qualität des Managements, die Performance und die Kontinuität der Prozesse und Strategien beurteilt und die besten externen Manager ausgewählt.

Hauseigene neue Produkte müssen ebenfalls am Markt bestehen und werden daher ebenfalls stringenten Peer-Group-Vergleichen unterworfen. Es ist Pictets Ziel, für den Kunden verständliche Produkte anzubieten und dabei lösungs- und nicht verkaufsorientiert zu beraten.


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Fazit: Ein Gespräch geprägt von Skepsis und Misstrauen, das in starkem Kontrast steht zu dem, was Pictet kommuniziert: „Integrität zeigt sich in unserem bedingungslosen Engagement für unsere Kunden, indem wir allein in Ihrem Interesse handeln. Unsere Wertschätzung für Sie reflektiert sich in unserem Anlageprozess, der realistisch, transparent und auf Ihre Anlageziele ausgerichtet ist". Nun ja, wir sind ja auch noch nicht Kunde, sondern wollten es vielleicht werden.

Die Berater von Pictet lassen zwar ihre Möglichkeiten aufblitzen, sie uns aber nicht zuteilwerden. Die zahlreichen Zusatzfragen zur Person, zu den Hintergründen, zu den Erfahrungen lassen darauf schließen, dass Pictet Vorbehalte hat, dass mit dem Geld – oder dem Kunden? – womöglich nicht alles „astrein" sein könnte? Das würde sich mit dem Motto aus der Werbung decken: "Der Stolz auf was wir tun, beruht auch auf dem, was wir nicht tun."

Den Beratern geht es offensichtlich um ihre rechtliche Absicherung. Vielleicht wirkt hier die persönliche Erfahrung nach, denn beide kommen von der Deutschen Bank, die in den letzten Jahren in Sachen Compliance kein Ruhmesblatt war.

Ein solches Vorgehen macht eine Bewertung schwierig und wir verzichten darauf. 

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