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Bankhaus Ellwanger & Geiger KG, Beratungsgespräch Bankentest TOPs 2018, Qualifikation

Ellwanger & Geiger: Ein paar Merkwürdigkeiten zu viel

Das Beratungsgespräch beim Bankhaus Ellwanger & Geiger muss leider unter der Rubrik „nicht überzeugend“ abgelegt werden. Schon der Start verläuft etwas holprig, und die eigentliche Diskussion ist über einen langen Zeitraum von der Erörterung von Allgemeinplätzen gekennzeichnet.
„Kunde hat weder Zeit noch Muse um sich täglich um sein Vermögen und den verbundenen Investitionsentscheidungen zu kümmern“. Ein hübscher Verschreiber, den wir da in der Präsentation von E&G finden, der geradezu zum Nachdenken anregt. Ob uns Ellwanger&Geiger da wohl aus der Klemme helfen können, unsere Muse zu finden? Über das fehlende Komma vor dem erweiterten Infinitiv sehen wir dann gerne hinweg. Fällt das noch unter die Rubrik „Kann jedem mal passieren“, ist dies bei der eigentlichen Beratungsleistung natürlich nicht so. Die Privatbank Ellwanger & Geiger befindet sich im Besitz einiger Familien aus dem Raum Stuttgart sowie der Aton GmbH der Familie Helmig, der Gründerin der Helios-Kliniken. Vermögensverwaltung, Anlageberatung, Finanzierungsberatung und Finanzplanung nennt das Haus als Kernkompetenzen.
In der „absoluten Unabhängigkeit dadurch, dass keine Kapitalanlagegesellschaften im Hintergrund sind und keine Vertriebsvereinbarungen existieren, die die Unabhängigkeit in Frage stellen“, sieht es sein Alleinstellungsmerkmal gegenüber Mitbewerbern. Zudem werde das Risiko durch die Gesellschaftsform der KG, bei der die beiden Gesellschafter persönlich, unbeschränkt und unmittelbar haften, zusätzlich zu entsprechenden Anlagestrategien minimiert. Und die besteht laut der, aus unserer Sicht eher dürftigen Interseite darin, dass man als eigenständige Privatbank bei der Auswahl geeigneter Wertpapiere objektiv die Investments auswählen könne, die den Kunden seinem Ziel näherbringen. „Dem Druck, eigene Wertpapiere oder solche von Kooperationspartnern einbinden zu müssen, unterliegen wir nicht. Vielmehr konzentrieren wir uns darauf, globale Anlagetrends zu identifizieren und Ihr Vermögen strategisch erfolgreich auszurichten“, so das Statement.

Der Kunde und sein Anliegen

Dem Kunden sind mit der Flüchtlingskrise Bedenken bezüglich der Stabilität der EU gekommen. Und der BREXIT hat für ihn ganz neue Gefahren aufgezeigt: Die EU könnte auseinanderbrechen. Mittlerweile ist der Kunde soweit, dass er ernsthaft überlegt, (ganz) in ein Land außerhalb der EU zu ziehen oder zumindest dort einen zusätzlichen Wohnsitz zu gründen. Er verfügt über ein Gesamtvermögen von ca. 8.000.000 Euro, davon 4.000.000 in Immobilien. Als laufenden Einnahmen stehen monatlich 10.000 Euro nach Steuern zur Verfügung. Das bisherige Depot ist zu. 100 % in Europa angelegt. Das neue Depot soll nur noch zu 25 % in Europa investiert sein.

Vermögende wollen gut beraten werden. Ebenso wichtig ist aber, dass das anvertraute Kapital solide verwaltet und vermehrt wird. Der Markt der Vermögensverwaltung ist intransparent. Getreu unserem Motto „Wir machen Qualität transparent“ verfolgt das Performanceprojekt der Private Banking Prüfinstanz genau dieses Ziel.
Das Bankhaus Ellwanger & Geiger nimmt nicht am Performance-Projekt teil.

Das Bankhaus Ellwanger & Geiger war nach eigener Auskunft in den letzten drei Jahren in Rechtsstreitigkeiten mit Kunden verwickelt, die nicht näher erläutert werden.

Das Beratungserlebnis

Da wir auf der Homepage partout keine passende Telefonnummer für unser Anliegen finden, nutzen wir notgedrungen die Möglichkeit einer Kontaktmail und bitten um Rückruf. Der Berater ruft sehr schnell zurück und bittet uns darum, unser Anliegen zu schildern. Er bestätigt uns postwendend, dass das Bankhaus Ellwanger & Geiger diesen Wünschen nachkommen könne. Man würde auch andere Kunden in Fremdwährungen betreuen, u.a. auch US-Residents und Anleger, die in schwedischen Kronen investierten. Das Telefonat dauert etwa zehn Minuten. Danach verabschieden wir uns mit der Ankündigung, uns zeitnah noch einmal zu melden. Bis dahin würden wir gern eine Mail mit Kontaktdaten bekommen, die auch umgehend ankommt. Im zweiten Telefonat vereinbaren wir einen Termin in Stuttgart. Der Berater fragt nochmals in Kurzform unseren Wunsch ab und stellt ein paar Fragen etwa zur Größenordnung des Investments und woher die Empfehlung kam. Uns irritiert, dass wir trotz unserer ausdrücklichen Bitte, eine Bestätigung des Termins per E-Mail und eine Anfahrtsbeschreibung zu bekommen, nichts in der Richtung passiert.
Einige Tage vor dem Gesprächstermin melden wir uns dann selbst noch einmal und erinnern an die E-Mail-Bestätigung, die jetzt sehr schnell kommt. Doch es bleibt ein Fragezeichen, ob die Bank wirklich so akkurat arbeitet, wie sie es vorgibt zu tun.
Ein Protokoll mit den Inhalten des Vorgesprächs erreicht uns nicht.

Vor–Ort-Gespräch

Da wir ja nun auf Nachfrage mit einer Anfahrtsbeschreibung ausgestattet sind, finden wir das Gebäude problemlos. Wir treffen auf einen modernen, nüchternen Zweckbau mit viel Glas und wenig Charme. Leicht irritierend ist, dass davor große Fahnen der Landeskreditbank Baden-Württemberg (L-Bank) wehen, die wohl im selben Gebäude ansässig ist. Der zufällige Besucher würde sicherlich schlussfolgern, dass er an der falschen Adresse ist. Aber zufällige Besucher wird es bei Ellwanger & Geiger wohl nicht geben. Nach Betreten des Gebäudes schickt uns der Pförtner am Eingang sofort in den 3. Stock, wo offenbar Ellwanger & Geiger residiert – und das, ohne uns nach dem Namen zu fragen oder danach, wohin wir möchten. Vielleicht erkennt er an unserer Kleidung, was unser Anliegen ist? Das wäre eine starke empathische Leistung! Oben angekommen, wird uns von einem Mitarbeiter am Empfang der Mantel abgenommen und wir werden gebeten, in der Wartezone Platz zu nehmen. Danach verschwindet der Mitarbeiter, ohne uns noch etwas zu fragen oder anzubieten. Nun ja. Der Besprechungsraum, in den wir schließlich gebeten werden, ist hell und zweckmäßig eingerichtet. Auf der einen Seite hängt ein großer LCD-Fernseher, auf der anderen moderne Kunst. Nicht so edel, wie wir es bei einem kleinen, feinen Privatbankhaus erwartet hätten. Aber in Ordnung. Es gibt verschiedene kalte Getränke und Kaffeevariationen. Als etwas unglücklich empfinden wir, dass sich einer der Berater sehr weit von uns entfernt hinsetzt, wodurch eine gewisse Distanz zwischen ihm und uns entsteht.

Gesprächsinhalte und konkrete Beratung

Was dann folgt, ist eine langatmige Einleitung, viel zu ausufernd für unseren Geschmack und viel zu allgemein. Anfangs haben wir es mit zwei Beratern zu tun, ein Vorgesetzter und ein „normaler“ Berater. Sie lassen sich ausführlich über das Bankhaus und seine Vermögensverwaltung aus. Dabei werden zwar häufig die Begriffe Risiko, Rendite, Wertentwicklung usw. verwendet, aber es bleibt beim Monolog. Eine echte Diskussion kommt nur selten zustande, da wir fast nie offen und direkt gefragt werden, was wir uns vorstellen und wie unsere Wünsche konkret aussehen. Schließlich sehen wir uns gezwungen, die wichtigen Themen selbst anzusprechen, um überhaupt voranzukommen und die Chance, jemals einen Anlagevorschlag zu bekommen, zu erhalten. Eine Diskussion über die Märkte gibt es entsprechend nur in aller Kürze. So haben wir uns das nicht vorgestellt und entsprechend angesäuert sind wir inzwischen. Dazu kommt, dass einer der Berater – der Chef – die Besprechung ohne eine erklärende Bemerkung nach der Einführung verlässt.

Steilvorlagen werden nicht genutzt

Grundsätzlich empfiehlt man uns im weiteren Gesprächsverlauf, stark aktienorientiert zu investieren, da für unseren langen Anlagehorizont Anleihen nicht sehr attraktiv wären. Man zeigt uns Performanceaufstellungen, getrennt nach Aktien und Renten seit 2008. Doch auch hier entwickelt sich die Sache sehr zäh, denn es gibt keinerlei Erklärungen zu den Charts. Wir helfen dann etwas nach und fragen einzelne Positionen ab, etwa die, dass selbst im Krisenjahr 2008 bei 100 Prozent Aktien nur 25 Prozent Verlust eingefahren wurden. Unsere Bemerkung „Das hätten wir uns schlimmer vorgestellt“ nutzt der Berater nicht als Steilvorlage für weitere Erläuterungen oder Nachfragen. Er stellt nur erneut fest, dass wir bei unserem Anlagehorizont schon ganz gut mit einer hohen Aktienquote leben könnten. Dazu braucht man aber eigentlich keinen Berater, das sagt einem der gesunde Menschenverstand.

Weitergehende Informationen: Fehlanzeige

Danach geht es um die konkreten Anlagemöglichkeiten. Doch auch dieser Part ist enttäuschend. Denn zwar werden uns jeweils die aktuellen Portfoliostrukturen für den Aktien- und den Anleihenpart gezeigt – doch natürlich nicht die individuelle Strategie für uns, sondern für Kunden ohne Sonderwünsche. Dabei fällt uns auf, dass auch die „normalen“ Kunden deutlich außerhalb des Euroraumes investieren sollen. Wir finden viele verschiedene Fonds, auch einige ETFs.
Spannend auf den ersten Blick finden wir den „Bonafide Global Fish Fund“ mit Schwerpunkt Aquakulturen. Wir machen uns gedanklich einen Merkzettel, dass man sich dafür einmal näher interessieren könnte. Wir sprechen den Berater darauf an, doch weitergehende Informationen sind auch hier Fehlanzeige. Er sagt nur, der Anbieter hätte sich dem Bankhaus vorgestellt und das Konzept hätte einen so guten Eindruck hinterlassen, dass man darin tatsächlich eine sinnvolle Ergänzung zur Depotstruktur sieht. Wie und warum – das bleibt im Dunkeln. Nicht sehr befriedigend.

Risiko wird nicht hinterfragt

Ein starkes Manko der Beratung bzw. des Beraters ist uns bei der Diskussion zum Thema Risiko aufgefallen. Der Berater spricht es im Verlauf des Gesprächs zwar immer wieder an und zeigt auch diverse historische Zahlen der Vermögensverwaltung. Nur kommt er leider nicht auf die Idee, UNS zu fragen, wie WIR Risiko beurteilen und was es für UNS bedeutet! Als von seiner Seite gar nichts kommt, geben wir ihm wieder aktiv den Hinweis, dass für uns ein Verlust von 30 Prozent die absolute Schmerzgrenze darstellt. Er nimmt die Information hin – Details werde wiederum nicht hinterfragt. Das trifft auch auf unser vorhandenes Depot zu. Der Berater macht sich eine Kopie des Auszuges und sieht natürlich auf einen Blick den Aktienanteil und dass wir aktuell ein „Euro-Depot“ haben. Auf eine Einschätzung oder zumindest einen weitergehenden Kommentar warten wir allerdings vergeblich, er geht nicht weiter darauf ein. Wir versuchen es noch einmal, indem wir darum bitten, sehr gute Fonds nicht „mutwillig“ zu verkaufen, sollten sich da welche im Depot befinden. Doch auch darauf: Funkstille.

Zu viele Allgemeinplätze

An Freundlichkeit mangelt es dem Berater nicht. Als unglücklich empfinden wir den Auftritt seines Vorgesetzten, der auch als solcher auftritt: Er zieht das Gespräch gleich an sich und referiert über die Bank allgemein. Der Berater, der als unser eigentlicher Ansprechpartner auftritt, hat in dieser Phase buchstäblich nichts zu sagen. Er kommt aber auch danach nicht recht auf den Punkt. Von Effizienz kann daher keine Rede sein. Obwohl unser Zeitrahmen klar vorgegeben ist – zwei Stunden, notfalls ein paar Minuten drüber –, und wir auch deutlich machen, worauf das Gespräch aus unserer Sicht hinauslaufen soll, dauert es eine gefühlte Ewigkeit, bis er seine ausufernden Ausführungen beendet. Die Zeit, die hier mit Marketing vergeudet wird, fehlt am Ende natürlich, etwa bei der für uns interessanten Diskussion um Märkte und Ideen hinsichtlich der Umstrukturierung unseres Depots.

Gezieltes Nachfragen fehlt

Die allgemeine Gesprächsatmosphäre ist trotz des sehr modernen Besprechungsraumes in Ordnung. Wir unterhalten uns in einer diskreten, störungsfreien Umgebung. Der Berater gibt uns das Gefühl, dass er an einer langfristigen Beziehung mit uns interessiert ist. Das ist gut. Als eindeutiges Manko muss man das mangelnde Interesse an Informationen über unseren finanziellen und persönlichen Hintergrund anmerken, etwa zu Gesamtvermögen, Einnahmen und Ausgaben oder Immobilen. Auch unsere Erfahrungen mit Wertpapieren werden nicht abgefragt. Überhaupt haben wir den Eindruck, dass Nachfragen nicht zu den Stärken des Beraters gehören. Hin und wieder fragt er zwar etwas, aber viel zu selten und teilweise auch nicht an entscheidenden Stellen, zum Beispiel, als es um das Risiko geht. Wenn wir ihm entsprechende „Häppchen“ zuwerfen, werden auch sie zu selten aufgefangen. Er ist stärker darauf aus Botschaften zu senden als solche zu empfangen. Das ist schade. Zudem verspüren wir eine gewisse Unsicherheit, wenn unsere Fragen in die Tiefe gehen. Lässt er uns zwischendurch die Gelegenheit zur Äußerung, dann hört er allerdings aufmerksam zu. Als wir jedoch später das Gesprächsprotokoll erhalten und dort erhebliche Abweichungen vom Gesagten erkennen, kommen doch Zweifel auf, ob dieser Eindruck durchgängig richtig ist. Durch angemessenes Nachfragen könnte das vermieden werden.

Diskussion auf Augenhöhe

Grundsätzlich bemüht sich der Berater unser Anliegen zu verstehen und später in einen ordentlichen Vorschlag umzusetzen. Wir haben den Eindruck, dass von der Produktseite her alles Wichtige angeboten wird. Als angenehm empfinden wir auch, dass der Berater unseren Hinweis auf unser BWL-Studium und einschlägige Berufserfahrung berücksichtigt und mit uns auf Augenhöhe diskutiert. Im Großen und Ganzen verstehen wir daher alles Gesagte recht gut. Wenn er hin und wieder Fachbegriffe verwendet, hinterfragen wir sie und bekommen daraufhin verständliche, plausible Erklärungen. Positiv ist auch anzumerken, dass bereits im Gespräch erste Ideen entwickelt werden. So zeigt man uns beispielhaft Währungsbeimischungen für klassische Vermögensverwaltungskunden und gibt einen allgemein positiven Ausblick für die Aktienmärkte 2017.

Nachbetreuung

Eine Nachbetreuung im eigentliche Sinne findet nicht statt. Wir rufen nach dem Gespräch den Berater an, um die Sache mit den Kick-Backs zu hinterfragen. Denn im Gespräch sagt er, dass Kick-Backs ausgeschüttet würden, aber im Vertragsentwurf steht das Gegenteil, nämlich dass Vertriebsfolgeprovisionen einbehalten würden. Der Berater versichert uns erneut, dass Kick-Backs ausgeschüttet würden und es vielleicht einen Fehler im Vertrag gebe. Die Liste der Merkwürdigkeiten wird allmählich ziemlich lang, finden wir. Das Protokoll erfordert zahlreiche Korrekturen. So wird das Thema Auswanderung mit dem Zeithorizont „in fünf bis zehn Jahren“ notiert, wir sagen jedoch „in drei bis fünf Jahren“. Ferner findet sich die Bemerkung „Sie fühlen sich mit einem Aktienanteil von 80% wohl.“ Auch das sagen wir so nicht. Stattdessen unterstreichen wir, dass ein Verlust von 30 Prozent unsere Schmerzgrenze sei und es Aufgabe der Bank ist, uns mit dieser Vorgabe einen passenden Aktienanteil zu ermitteln.  Und so geht das beispielsweise mit falschen Angaben zur Währungsaufteilung weiter. Das ist wirklich sehr ärgerlich.

Der Anlagevorschlag aus Kundensicht

Der Anlagevorschlag erreicht uns zeitnah und ist nicht schlecht. Im Großen und Ganzen hat E&G sicherlich unsere Vorstellungen getroffen. Allerdings missfällt uns, dass der Vorschlag einerseits zur Hälfte aus „Füllmaterial“ ohne Mehrwert besteht, andererseits zu wenige Informationen und Erläuterungen zu den eigentlichen Empfehlungen beinhaltet. Immerhin bildet das Bankhaus alles über Fonds ab, da hätte man schon erwarten dürfen, dass wenigstens Kurzerläuterungen zu den Fonds im Vorschlag enthalten sind.

Gebühr

Kosten in Höhe von 0,952% p.a. brutto hören sich eigentlich gut an. Doch da die Bank – wie erwähnt – möglicherweise Vertriebsfolgeprovisionen einbehält, wird dieser gute Eindruck geschmälert.

Fazit: Das Gespräch bei Ellwanger & Geiger kann uns nicht richtig überzeugen. Zunächst missfällt uns, dass ein Berater- der Bereichsleiter – anfangs am Gespräch teilnimmt und in groben Zügen die Bank und Arten der Vermögensverwaltung vorstellt, danach aber das Gespräch ohne Begründung verlässt. Offensichtlich gibt es Wichtigeres, als einen acht Millionen schweren Neukunden für das eigene Haus zu gewinnen. Der Berater für das Tagesgeschäft ist zwar sehr freundlich, hält sich aber sehr lange an Allgemeinplätzen auf und wird zu wenig konkret. Hauptmanko ist jedoch, dass uns sehr wenige Fragen gestellt werden, die für einen passenden Vorschlag zielführend gewesen wären.

Hinweis:Die erreichte Gesamtpunktezahl sowie den Vergleich mit rund 100 weiteren Anbietern lesen Sie im November in „TOPs 2018“.

Wissenswertes           

Bankhaus Ellwanger & Geiger KGBörsenplatz 1 70174 Stuttgart 
www.ellwanger-geiger.de

1.100 Private Banking-Kunden haben dem Bankhaus Ellwanger & Geiger Ende vergangenen Jahres ihr Vermögen anvertraut. Insgesamt eine Milliarde Euro an Kundengeldern verwaltet die Privatbank insgesamt. Ab einer Summe von 250.000 werden die Berater und Anlageexperten für Kunden aktiv, eine Unterscheidung von Private Banking und Wealth Management gibt es nicht. Bezogen auf diese Depots hat sich das Vermögensvolumen in den letzten Jahren um rund sechs Prozent erhöht. Das gleiche trifft auf die Kundenzahl zu.

Ausgewogene Vermögensstruktur

Ellwanger & Geiger bezeichnet sich als regionalen Anbieter, was durch die Tatsache untermauert wird, dass die Bank außer in Stuttgart keine Bankfilialen betreibt. Entsprechend kommen 95 Prozent der Kunden aus Deutschland. Sie werden von Beratern betreut, die im Schnitt 50 Kunden unter ihren Fittichen haben. Konkret hängt der Schlüssel von den Vermögensgrößen ab, die hinter den jeweiligen Kunden stehen. Diese verteilen sich ziemlich gleichmäßig auf die unterschiedlichen Klassen. Während sich rund 30 Prozent der Vermögen zwischen einer halben und einer Million bewegen, liege nur zehn Prozent unter der eigentlichen Einstiegshürde von 250.000 Euro, aber jeweils 15 Prozent oberhalb 2,5 bzw. fünf Millionen Euro. Insgesamt also eine ausgewogene Mischung.

Anleihen: Konservative Anlagepolitik

Als wichtige Anlagegrundsätze werden ein langfristiger Anlagehorizont und Geduld sowie ein disziplinierter und analytischer Auswahlprozess genannt. Das kommt uns sehr entgegen. Mit dem Fonds „E&G Vermögensstrategie Anleihen“, ist weiter zu erfahren, beteiligen wir uns an einem weltweiten, aktiv gemanagten Anleihenportfolio. Das Fondsmanagement verfolgt eine konservative Anlagepolitik und investiert in in- und ausländische Anleihen, Anleihenfonds, Wandelanleihen, -fonds und Zertifikate. Der Anteil ausländischer Währungen ist auf 50 Prozent des Fondsvermögens begrenzt. Ziel ist der langfristige Vermögenserhalt und eine marktgerechte Verzinsung.

Aktien: Gut diversifiziert

Der Fonds „E&G Vermögensstrategie Aktien“ – ebenfalls weltweit und aktiv gemanagt –
investiert global in Aktienanlagen sowie ergänzend in Edelmetalle und Rohstoffe.
Zur Begrenzung des Währungsrisikos wird eine Gleichgewichtung von Europa und dem Rest
der Welt (Nordamerika, Asien, Emerging Markets) angestrebt. Ziel ist ein sehr gut diversifiziertes Aktienportfolio, welches einen nachhaltigen Vermögensaufbau unter Minimierung der aktientypischen Schwankungen ermöglicht. An Gebühren fallen nach Aussagen der Bank 0,8 Prozent bei einem Investment bis 1,1 Millionen Euro, 0,7 Prozent bis 3,1 und 0,6 Prozent bis 5,1 Millionen Euro an. Ausgabeaufschläge von hauseigenen Produkten werden vollständig, Kickbacks teilweise an Kunden zurückgegeben.

Hinweis: Dieses Bankenporträt beruht auf den Eindrücken aus einem individuellen Erstberatungsgespräch, das ein zuvor geschulter Testkunde durchgeführt hat. Die wiedergegebenen Eindrücke wurden während des Gesprächs oder unmittelbar danach schriftlich protokolliert. Subjektive Wahrnehmungen lassen sich nicht ausschließen. Der Testkunde hat sich zur Neutralität gegenüber dem getesteten Institut verpflichtet. Die Bewertung wurde nach einem festen Schema vorgenommen, das die Private Banking Prüfinstanz erstellt hat. Es beruht auf der jahrelangen – wissenschaftlich untermauerten – Beschäftigung mit dem Thema Beratungsqualität im Private Banking durch die Private Banking Prüfinstanz, Dr. Richter | IQF und Ralf Vielhaber | Verlag FUCHSBRIEFE.

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