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Fürst Fugger Privatbank | TOPs 2017 – Beratungsgespräch

Fuggerbank: Im Wettbewerb mit dem eigenen Anspruch

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Die Fürst Fugger Privatbank trägt ein langes und in gewisser Weise auch schweres Erbe mit sich herum. Wer einst zu den Reichsten der Welt zählte, dem werden besondere Fähigkeiten im Umgang mit Geld zugetraut. Wir machen in Nürnberg die Probe aufs Exempel.
Wie wahr: „In Zeiten zunehmender Standardisierung steigt der Wunsch nach Individualität, Qualität und persönlicher Betreuung“. Aha, die Fürst-Fugger-Privatbank kleckert nicht beim Anspruch, sondern klotzt: „Unser größter Wettbewerber ist der eigene Anspruch.“ Keine Bank wie jede andere, will die Fuggerbank sein. Denn sie steht in einer besonderen Tradition. 1486 wurde das Handelshaus der Gebrüder Fugger erstmals als „Bank“ bezeichnet. Jakob Fugger galt als das „Wirtschaftsgenie der Renaissance“. Sein Nachfolger Anton als reichster Mann der Welt. 500 Jahre später steht der Name Fugger noch immer für die Verbindung von Kaufmannsberuf und Bankierstätigkeit. Die Fürst Fugger Privatbank fühlt sich dem historischen Vorbild verpflichtet und verbindet heute Prinzipien und visionäre Kraft. Unabhängigkeit und Objektivität in der Beratung sowie kundenorientiertes Denken und Handeln zählt sie zum Stil des Hauses. Bei der Gestaltung der finanziellen Angelegenheiten ihrer Kunden entwickelt die Fürst Fugger Privatbank maßgeschneiderte Konzepte, die ganz auf Ihre Vorstellungen und Bedürfnisse ausgerichtet sind. „Dabei entstehen kreative und innovative Lösungen.“

Fuggerbank: Von der persönlichen Anforderung zum Produkt.

Es sei ein Unternehmensgrundsatz, Beratungsleistungen nicht an der eigenen Produktpalette enden zu lassen. Ganzheitliche Vermögensbetreuung sei ein zentrales Anliegen. Basierend auf persönlichen Gesprächen würden individuelle Anlageentscheidungen erarbeitet, um die erfolgversprechendsten Produkte des Marktes auszuwählen und in optimierten Portfolios zusammenzustellen, verspricht die Bank. Die Serviceleistungen der Fürst Fugger Privatbank reichen von strategischer Finanzplanung über individuelle Vermögensberatung und -verwaltung bis zu Private Family Services mit dem Ziel einer optimalen Steuerung des Gesamtvermögens. Geeignete Kreditinstrumente, Immobilien sowie sachwertorientierte Produkte runden das Leistungsspektrum ab. Die Fürst Fugger Privatbank strukturiert bewusst keine eigenen Wertpapierprodukte. Daher sei sie in der Lage, frei von Eigeninteressen und Interessenkonflikten nach bestem Wissen und Gewissen beraten zu können. Aus Tradition empfiehlt die Fuggerbank „eine wohlüberlegte konservative Vermögensstreuung“. Nicht nur Wertpapiere mit Zinsen und Dividenden, sondern auch unternehmerische Beteiligungen in Immobilien und anderen Sachwerten könnten Vermögensstruktur und Gesamtrendite unter Risikogesichtspunkten verbessern, heißt es. Beteiligungsangebote gebe es in Hülle und Fülle. Um hier aber die Spreu vom Weizen zu trennen, stünden die Vermögensberater des Hauses mit ihrer Erfahrung und dem aktuellen Wissen der Bank bereit und könnten sorgfältig ausgewählte Beteiligungen empfehlen.

Fuggerbank: Fünf Anlagestrategien in petto

Die Klassische Vermögensverwaltung des Hauses bietet ab einem Anlagebetrag von 250.000 EUR fünf alternative Anlagestrategien, eine konservative, eine defensive, eine Defensiv Plus-Strategie, eine ausgewogenen und eine offensive. Die Konservative Strategie ist für den sehr vorsichtigen Anleger. Sie konzentriert sich auf risikobeschränkende Wertpapiere. Investiert wird nicht in Aktien, sondern vor allem in festverzinsliche Anleihen von Emittenten mit sehr guter bis guter Bonität. Zusätzlich können offene Immobilienfonds mit einer Anlagegrenze von max. 25 % gekauft werden. Die Anlagewährung ist ausschließlich der Euro. Die Defensive Strategie mit kalkuliertem Ertrag und geringem Risiko ist einkommensorientiert. Im Vordergrund steht eine langfristige Vermögenssicherung bei gleichzeitiger Vermeidung größerer Wertschwankungen. Die Anlagegrenze für Aktien und Aktienfonds sowie für Fremdwährungen ist maximal 25 %. Die Anlageregion ist überwiegend Europa. Die Defensiv Plus Strategie ist renditeorientiert, wobei die Sicherheit der Anlage gegenüber Ertragserwartungen aus Kursgewinnen etwas zurücktritt. Somit werden moderate Kursrisiken in Kauf genommen. Die Anlagegrenze für Aktien und Aktienfonds sowie für Fremdwährungen ist maximal 50%, minimal 20%. Die Anlageregion ist überwiegend Europa. Die Ausgewogene Strategie verfolgt mit weltweit gestreuten Investments das Anlageziel eines langfristig bedeuteten realen Vermögenszuwachses. Für die höheren Ertragschancen werden entsprechend höhere Risiken in Kauf genommen. Die Anlagegrenzen beschränken den Aktienanteil auf maximal 70%, während auf der anderen Seite die festverzinslichen Wertpapiere zusammen mit den offenen Immobilienfonds die 70%-Grenze nicht überschreiten dürfen. Das Verhältnis Aktien zu Renten soll hier – in Abhängigkeit von der aktuellen Lage an den Finanzmärkten – ausbalanciert sein. Die Offensive Strategie investiert weltweit mit breiter Streuung vor allem in Aktien, um langfristig eine überdurchschnittliche Wertsteigerung zu erreichen. Den höheren Ertragschancen stehen naturgemäß höhere Risiken gegenüber. Die Anlagerichtlinien beinhalten die Möglichkeit, bis zu 100 % in Aktien und Aktienfonds zu investieren, während auf der anderen Seite Rentenpapiere und offene Immobilienfonds zusammen nicht mehr als 50 % ausmachen.

Die Fürst Fugger Privatbank nimmt anonymisiert am FUCHS Performance-Projekt von Dr. Jörg Richter und Verlag Fuchsbriefe teil und zeigt sich damit wettbewerbsorientiert.

Individuell ab 500.000 Euro

Die Individuelle Vermögensverwaltung bietet ab einem Anlagebetrag von 500.000 EUR auf der Grundlage der fünf alternativen Investmentstrategien der Klassischen Vermögensverwaltung zusätzlich die Vorgabe individueller Kriterien wie z. B. abweichende Investmentbandbreiten oder verstärkte Anlagen in Themenbereichen wie beispielsweise Nachhaltigkeit und Ökologie. Über die unprätentiöse Homepage des Hauses findet man leicht die verschiedenen Standorte und dort sogleich auch die Telefonnummern. Man kann seinen persönlichen Anfahrtsweg berechnen. Ihre Berater stellt die Bank aber nicht vor.

Die Private Banking Prüfinstanz ist bei ihrem Fairness-Monitoring auf keine Hinweise gestoßen, die die Fugger Privatbank in ein schlechtes Licht rücken würde. Allerdings hat die Bank keine Selbstauskunft dazu gegeben. Daher steht auch die Vertrauensampel nicht auf Grün.

Der Kunde und sein Anliegen

Die Testkunden der Private Banking Prüfinstanz sind vermögend und Multimillionäre. Sie suchen einen neuen Vermögensverwalter für Ihr bestehendes Depot über 2,5 Mio. Euro. Ihr persönlicher Hintergrund ist sehr unterschiedlich. Sie sind in verschiedenen Branchen unternehmerisch oder als leitende Angestellte tätig oder bereits im Ruhestand. Hier geht es zur ausführlichen Schilderung des Testfalls.

Das Beratungserlebnis

Nachdem wir die Rufnummer der Niederlassung in Nürnberg gewählt haben, erreichen wir die Zentrale. Sie stellt uns direkt zu einem Berater durch. Er stellt keine Fragen. Statt einer E-Mail Bestätigung, kündigte er die elegantere Variante per Post an. Diese erreicht uns umgehend mit einer Broschüre, die die Berater mit Fotos und Namen, Tel, E-Mail vorstellt. Sehr schön. Wenn es auch Häuser gibt, die sich auf das persönliche Gespräch durch einige Fragen vorbereiten – was dem Vor-Ort-Termin gewöhnlich zuträglich ist.

Das Gespräch vor Ort

Wir stehen vor einem achtstöckigen Haus der Nürnberger Versicherung im Stil der 70er Jahre – nicht schön, aber markant. Das Private Banking der Fuggerbank befindet sich im 7. Stock. Im 8. Stock ist der Fugger- Festsaal mit Rundblick. Im Foyer befindet sich eine große Fuggerbronze. Der Boden ist mit Teppichware – selbstredend in Blau gehalten – ausgelegt; das wirkt sehr gediegen. Uns empfängt ein freundlicher Assistent. Er nimmt uns den Mantel ab, bietet Getränke an und hauseigene Fuggerplätzchen. Das sind alles Kleinigkeiten, die eine schlechte Beratung nicht wettmachen können, aber sie sind das gewisse Etwas. Der Beratungsraum selbst ist mit dem bekannten Fuggerbild nach Dürer ausgestattet und bietet einen traumhaften Blick auf die Kaiserburg. Zwei elegant gewandete Herren erscheinen zeitnah. Sie stellten sich und die 525-jährige Geschichte des Hauses vor. Dann übernimmt unser Telefonpartner das Gespräch. Er hat sich gut vorbereitet und entsprechende Unterlagen dabei anhand derer er präsentiert: von A bis Z informativ. Wir sprechen über die Marktlage. China bleibe ein interessanter Markt. Dies, obwohl das Bruttoinlandsprodukt statt um die lange Zeit gewohnten 10 Prozent nur noch um 7 zulege. Die anderen BRIC Länder Brasilien, Russland und Indien seien allerdings keine Alternative mehr. Fuggers Anlageschwerpunkt liegt allerdings in Europa. Gerade habe man VW-Anleihen günstig gekauft. Fresenius wachse dynamisch mit guter Rendite, deshalb sei die Aktie trotz hoher Schulden interessant. Mit Bundesanleihen ließen sich bei einer Laufzeit von zehn Jahren knapp 0,5 Prozent Rendite erzielen. Interessanter seien Unternehmensanleihen mit einem Rating im Investmentbereich von A bis BBB. Sie brächten an die 1,785 Prozent bei gleicher Laufzeit. Generell aber hält man Anleihen derzeit für ein Minus- Geschäft. Interessant die Art und Weise, wie die Fuggerbank das Risikomanagement betreibt. Jede der sechs Niederlassungen schlage dazu alle 14 Tage ein Portfolio vor. Entscheidungen würden paritätisch gefällt. Die Vermögensmanager planen, kontrollieren und setzen je nach Marktsituation um und zwar im Top-Down-Verfahren – von den Märkten zu den Aktien. Durch entsprechende Beimischung von Aktien und Edelmetallen können man unseren Wunsch nach Kapitalerhalt erfüllen. Der maximale Verlust könnte nach Meinung der Berater bei 8 Prozent liegen. Das wäre in den letzten Jahren innerhalb von zwölf Monaten wieder aufgeholt worden. Vor diesem Hintergrund erarbeiten die Berater mit uns zwei Portfolio-Varianten. 5 verschiedene Strategien von Konservativ (keine Aktien) bis Offensiv (50-100% Aktien) hält die Bank bereit. Das klingt allerdings nach fünf Schubladen, aus denen man sich bedient. Die Gebühren lägen etwa bei 1 Prozent plus MwSt. Sollten Kickbacks anfallen, gingen diese an den Kunden. Voraussichtlich müssten wir wohl nur 0,8% zahlen. Mit einer Flasche Wein und einer DVD über die Fugger werden wir verabschiedet. Am Ende bietet der Leiter der Niederlassung sogar an, uns in die City zu fahren. Da wir dies ablehnen, lässt er es sich nicht nehmen, uns auf die Straße zu begleiten um den Weg zu erklären. Sehr sympathisch.

Die Nachbetreuung

Unser Depot schätzen die Berater als „nicht schlecht“ ein – bis auf die Allianzposition. Sie würden es aber nicht übernehmen, erfahren wir schriftlich im Anschluss an den Besuch. „Unser Fazit ist, dass im aktuellen Niedrigzinsumfeld künftig eine positive Performance nach Kosten nur noch schwer zu erzielen sein wird.“ Unter Umständen sei sogar der Vermögenserhalt, trotz der bisherigen Aktienquote bei nahezu null Prozent, nicht sicher. In einem Zweitgespräch soll die Vermögensverwaltungsstrategie mit uns abgestimmt werden – Defensiv oder Defensiv plus stehen zur Debatte – geklärt werden, ob eine davon auf unser Interesse stößt. Später kommt eine Nachfrage per Mail, wie weit wir mit unseren Überlegungen seien. Eine hübsche Weihnachtskarte erhalten wir außerdem, ganz dem Stil des Hauses entsprechend. Unsere Absage per Mail wird bedauernd, aber sehr freundlich aufgenommen.

Fazit:
Wir haben bei der Fuggerbank in Nürnberg  nicht nur ein angenehmes, sondern auch informatives Gespräch. Unsere Familienverhältnisse, Erbfolge und Vermögensverhältnisse werden hier dezent aber umfassend erfragt, bevor die Berater in die Geldanlage einsteigen. Beide Berater haben an keiner Stelle gedrängt und geben uns das Gefühl, ein besonderer Kunde zu sein. Beim mitgegebenen Anlagevorschlag fehlt uns allerdings die zweite uns empfohlene Anlagevariante Defensiv Plus. Eine Bank, bei der wir hätten Wurzeln schlagen können. Jedenfalls interessiert uns jetzt die Begutachtung der Anlagevorschläge aus Sicht des Fachmannes. Die Qualifizierungsampel steht auf Grün.

Hinweis: Die erreichte Gesamtpunktezahl sowie den Vergleich mit rund 100 weiteren Anbietern lesen Sie im November in „TOPs 2017“.

Fakten

Fürst Fugger Privatbank KG
Rathenauplatz 2, D-90489 Nürnberg
www.fuggerbank.de


Das Haus macht keine weiteren Angaben.
 

Hinweis: Dieses Bankenporträt beruht auf den Eindrücken aus einem individuellen Erstberatungsgespräch, das ein zuvor geschulter Testkunde durchgeführt hat. Die wiedergegebenen Eindrücke wurden während des Gesprächs oder unmittelbar danach schriftlich protokolliert. Subjektive Wahrnehmungen lassen sich nicht ausschließen. Der Testkunde hat sich zur Neutralität gegenüber dem getesteten Institut verpflichtet. Die Bewertung wurde nach einem festen Schema vorgenommen, das die Private Banking Prüfinstanz erstellt hat. Es beruht auf der jahrelangen – wissenschaftlich untermauerten – Beschäftigung mit dem Thema Beratungsqualität im Private Banking durch die Private Banking Prüfinstanz, Dr. Richter | IQF und Ralf Vielhaber | Verlag FUCHSBRIEFE.

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