Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
1072
Liechtensteinische Landesbank im Test für TOPs 2018

LLB: Routine toppt Esprit

Die LLB macht insgesamt einen Eindruck.

Die anfänglich etwas verstaubt wirkende Atmosphäre in der Liechtensteinischen Landesbank löst sich im Gespräch schnell auf. Die Berater agieren routiniert und gehen gut auf unsere Wünsche ein, so dass die Diskussion ein echter Gewinn für uns ist. Das einzige was fehlt, sind ein wenig Pfiff und Esprit. Nur an einem Punkt gibt es dann doch noch ein Fragezeichen ...

Maritime Bildmotive auf den Websites von Banken scheinen Konjunktur zu haben. Das ist nachvollziehbar, weil die Abbildungen von schicken Jachten gleichermaßen ein Gefühl von Wohlstand und Freiheit wie von Boden- (bzw. Wasser-)ständigkeit und handwerklichem Geschick vermitteln, was sich auch auf die Vermögensverwaltung übertragen lässt. Wer sich auf hohe See begibt – und finanzielle Investments sind heute so etwas wie kalkulierte Abenteuer –, der muss sich auf die eigenen Fähigkeiten, aber vor allem auf die Technik an Bord verlassen können.

Tief verwurzelt im eigenen Land

Derlei Gedanken gehen uns durch den Kopf, als wir uns die Website der Liechtensteinischen Landesbank ansehen. Nicht die schlechtesten Assoziationen, wie wir finden. Insgesamt ist die Website flott und pfiffig gestaltet und gefällt uns gut.

Dass man als Bank gern in der Heimat geschäftlich unterwegs ist und auch keine ausländischen Filialen betreibt, machen folgende Worte deutlich, die wir gern lesen: „Die Liechtensteinische Landesbank ist seit über 150 Jahren die Bank für Land, Bevölkerung und Wirtschaft. Die tiefe Verbundenheit widerspiegelt sich nicht nur im breiten Engagement von Kultur, Sport und Gesellschaft.

Wir sind mit unseren drei Standorten Vaduz, Balzers und Eschen sowie 20 Bancomaten im ganzen Land vertreten und täglich nahe bei unseren Kunden. Unsere vielen langjährigen Mitarbeitenden garantieren eine tiefe lokale Verankerung und Nähe zum Land." Das tut richtig gut, weil uns Banken sympathisch sind, die sich auf ihre Kernkompetenzen besinnen und nicht (ausschließlich) der höchsten Rendite nachjagen.

Stabilität und Verlässlichkeit

Dabei, so erfahren wir, trifft Tradition Innovation: Auch wenn die Liechtensteinische Landesbank AG das traditionsreichste Finanzinstitut im Fürstentum Liechtenstein ist und mit ihrer über 150-jährigen Geschichte für Erfahrung, Stabilität und Verlässlichkeit steht, so biete sie doch zugleich innovative Lösungen, die durch ihre Performance die Erwartungen der Kunden übertreffen. Wenn das so wäre, umso besser. Denn ein wenig angestaubt wirkt das Image der LLB schon.

Und was wir in der Praxis erleben, bestätigt dieses „Vor"urteil auch ein bisschen: Alle Mitarbeiter sind freundlich, solide und nett. Was fehlt, ist das gewisse Etwas, der besondere Pfiff. Aber vielleicht darf man das von einer Landesbank, die vielfältige Kundeninteressen zu befriedigen hat, auch nicht unbedingt erwarten.

Hohe Bonität des Mehrheitseigner

Die LLB, erfahren wir weiter, verfügt über ein ausgezeichnetes Rating von Moody's. Eine hohe Eigenkapitalquote und der Verzicht auf Investment-Banking-Tätigkeiten erfüllen den Wunsch der Kunden nach Sicherheit. Durch die Mehrheitsbeteiligung des schuldenfreien Landes Liechtenstein (AAA-Rating) profitiert die LLB zudem seit vielen Jahren von dessen Bonität. Die Aktien sind an der SIX Swiss Exchange notiert.

Als Unternehmensgruppe könne die Bank ihren Kunden umfassende Beratung bieten, sowohl mit internen Spezialisten als auch über ein externes Experten-Netzwerk. Das Asset Management sei ausgezeichnet, wie diverse Preise in den Jahren 2016 und 2017 zeigen. Mit systematischen Anlageprozessen schaffe sie einen deutlichen Mehrwert für ihre Kunden. Gut, wir sind also gespannt auf die persönliche Begegnung mit den Beratern der LLB.

Dieser Artikel ist Teil des FUCHS PROFESSIONAL: RATING NEWS für den Profi Abonnements. Login für Abonnenten

Jetzt FUCHS PROFESSIONAL: RATING NEWS für den Profi abonnieren und weiterlesen

  • exklusive Rating-News
  • für den Profi, der tief einsteigen will
  • ausführliche Analysen und Unternehmensporträts
12 Monate / jährlich kündbar
12 Monate / monatlich kündbar
Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • HypoVereinsbank, Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Mehr Großbank als Privatbank

Die Ampel der HypoVereinsbank steht auf Rot.
Die HypoVereinsbank gibt sich auf ihrer Internetseite sehr technisch, was das Private Banking angeht. Sie verspricht ihren Kunden, gut aufgestellte Portfolios zu entwerfen. Diese stellen „eine ausbalancierte Einheit von Anlageklassen weltweit" dar, „passend zur Risikotoleranz" des Kunden. Das aber muss dann auch gelingen.
  • Fuchs plus
  • Haushaltszahlen beruhen auf übertriebenen Wachstumsannahmen

Italiens Defizit liegt sogar nahe 3%

Italiens angepeilte Neuverschuldung von 2,4% vom BIP ist auch nur die halbe Wahrheit. Denn sie beruht auf übertriebenen Wachstumsannahmen. Krach mit Brüssel ist programmiert.
  • Fuchs plus
  • Frankfurter Bankgesellschaft (Schweiz), Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Beratung nach einem Drehbuch Franz Kafkas

Die Ampel der Frankfurter Bankgesellschaft (Schweiz) steht auf Rot.
„Eine Spur persönlicher" will die Frankfurter Bankgesellschaft (Schweiz) sein. Das gelingt im Beratungsgespräch nicht. Statt Beratung gibt es Fragen über Fragen an den Kunden, aber keinen Dialog. Trotzdem reicht die Zeit reicht nicht, alle für den Anlagevorschlag wichtigen Fragen unterzubringen. Insgesamt eine eher kafkaeske Erfahrung.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Es fehlt vor allem an Vertrauen

Das deutsche EZB-Dilemma

AUf die Ansagen aus der EZB müssen nun auch Taten folgen.
Kann die EZB machen, was sie will? Es scheint so. Der EuGH will ihr jedenfalls keine Grenzen setzen. Das stärkt die Institution EZB. Ihre Schwäche liegt woanders.
  • Fuchs plus
  • Öl (WTI) hat den Höhenflug gestoppt

Gegenwind aus den USA für den Ölpreis

Öl WTI hat einen Widerstand erreicht. Copyright: Picture Alliance
Seit Anfang Oktober ist Öl (US-Sorte West Texas Intermediate – WTI) wieder deutlich zurückgekommen. Vor allem die USA fördern wieder deutlich mehr vom Schwarzen Gold. Ist der Preisauftreibe damit beendet?
Zum Seitenanfang