Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
1543
Liechtensteinische Landesbank im Test für TOPs 2018

LLB: Routine toppt Esprit

Die LLB macht insgesamt einen Eindruck.

Die anfänglich etwas verstaubt wirkende Atmosphäre in der Liechtensteinischen Landesbank löst sich im Gespräch schnell auf. Die Berater agieren routiniert und gehen gut auf unsere Wünsche ein, so dass die Diskussion ein echter Gewinn für uns ist. Das einzige was fehlt, sind ein wenig Pfiff und Esprit. Nur an einem Punkt gibt es dann doch noch ein Fragezeichen ...

Maritime Bildmotive auf den Websites von Banken scheinen Konjunktur zu haben. Das ist nachvollziehbar, weil die Abbildungen von schicken Jachten gleichermaßen ein Gefühl von Wohlstand und Freiheit wie von Boden- (bzw. Wasser-)ständigkeit und handwerklichem Geschick vermitteln, was sich auch auf die Vermögensverwaltung übertragen lässt. Wer sich auf hohe See begibt – und finanzielle Investments sind heute so etwas wie kalkulierte Abenteuer –, der muss sich auf die eigenen Fähigkeiten, aber vor allem auf die Technik an Bord verlassen können.

Tief verwurzelt im eigenen Land

Derlei Gedanken gehen uns durch den Kopf, als wir uns die Website der Liechtensteinischen Landesbank ansehen. Nicht die schlechtesten Assoziationen, wie wir finden. Insgesamt ist die Website flott und pfiffig gestaltet und gefällt uns gut.

Dass man als Bank gern in der Heimat geschäftlich unterwegs ist und auch keine ausländischen Filialen betreibt, machen folgende Worte deutlich, die wir gern lesen: „Die Liechtensteinische Landesbank ist seit über 150 Jahren die Bank für Land, Bevölkerung und Wirtschaft. Die tiefe Verbundenheit widerspiegelt sich nicht nur im breiten Engagement von Kultur, Sport und Gesellschaft.

Wir sind mit unseren drei Standorten Vaduz, Balzers und Eschen sowie 20 Bancomaten im ganzen Land vertreten und täglich nahe bei unseren Kunden. Unsere vielen langjährigen Mitarbeitenden garantieren eine tiefe lokale Verankerung und Nähe zum Land." Das tut richtig gut, weil uns Banken sympathisch sind, die sich auf ihre Kernkompetenzen besinnen und nicht (ausschließlich) der höchsten Rendite nachjagen.

Stabilität und Verlässlichkeit

Dabei, so erfahren wir, trifft Tradition Innovation: Auch wenn die Liechtensteinische Landesbank AG das traditionsreichste Finanzinstitut im Fürstentum Liechtenstein ist und mit ihrer über 150-jährigen Geschichte für Erfahrung, Stabilität und Verlässlichkeit steht, so biete sie doch zugleich innovative Lösungen, die durch ihre Performance die Erwartungen der Kunden übertreffen. Wenn das so wäre, umso besser. Denn ein wenig angestaubt wirkt das Image der LLB schon.

Und was wir in der Praxis erleben, bestätigt dieses „Vor"urteil auch ein bisschen: Alle Mitarbeiter sind freundlich, solide und nett. Was fehlt, ist das gewisse Etwas, der besondere Pfiff. Aber vielleicht darf man das von einer Landesbank, die vielfältige Kundeninteressen zu befriedigen hat, auch nicht unbedingt erwarten.

Hohe Bonität des Mehrheitseigner

Die LLB, erfahren wir weiter, verfügt über ein ausgezeichnetes Rating von Moody's. Eine hohe Eigenkapitalquote und der Verzicht auf Investment-Banking-Tätigkeiten erfüllen den Wunsch der Kunden nach Sicherheit. Durch die Mehrheitsbeteiligung des schuldenfreien Landes Liechtenstein (AAA-Rating) profitiert die LLB zudem seit vielen Jahren von dessen Bonität. Die Aktien sind an der SIX Swiss Exchange notiert.

Als Unternehmensgruppe könne die Bank ihren Kunden umfassende Beratung bieten, sowohl mit internen Spezialisten als auch über ein externes Experten-Netzwerk. Das Asset Management sei ausgezeichnet, wie diverse Preise in den Jahren 2016 und 2017 zeigen. Mit systematischen Anlageprozessen schaffe sie einen deutlichen Mehrwert für ihre Kunden. Gut, wir sind also gespannt auf die persönliche Begegnung mit den Beratern der LLB.

Dieser Artikel ist Teil des FUCHS-PROFESSIONAL: RATING NEWS für den Profi Abonnements. Login für Abonnenten

Jetzt FUCHS-PROFESSIONAL: RATING NEWS für den Profi abonnieren und weiterlesen

  • exklusive Rating-News
  • für den Profi, der tief einsteigen will
  • ausführliche Analysen und Unternehmensporträts
12 Monate / jährlich kündbar
12 Monate / monatlich kündbar
Meist gelesene Artikel
  • Deutschland schröpft seine Mittelschicht

Erstklassig nur bei Steuern und Abgaben

Ralf Vielhaber
Die OECD hat neuste Zahlen zur Belastung der Löhne mit Steuern und Abgaben vorgelegt. Und zeichnet da für Deutschland ein in Teilen erschreckendes Bild. Vor allem, wenn man an die Zukunft denkt.
  • Im Fokus: Aktien aus Neuseeland

Lukrative Titel vom anderen Ende der Welt

Auf der Suche nach spannenden Titeln in Neuseeland Copyright: Pixabay
Von Deutschland aus betrachtet, liegt Neuseeland am anderen Ende der Welt. Dieser Tatsache ist es wohl geschuldet, dass neuseeländische Titel bei hiesigen Anlegern kaum eine Rolle spielen. Das ist angesichts lukrativer Unternehmen und Investments ungerechtfertigt. Einige davon stellen wir heute vor.
  • Fuchs plus
  • FXFlat

Der Sieger im Ranking

FXFlat markiert im aktuellen Ranking die Benchmark für Broker. Mit einem hauchdünnen Vorsprung sichert sich der Broker den ersten Platz. Wir gratulieren dazu und sind dgespannt, ob uns der Broker auch im nächsten Jahr eine so tolle Leistung bietet.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Die alten Rezepte wirken nicht mehr

Geldpolitik völlig losgelöst

Charles Evans begreift die aktuelle Geldpolitik der Fed als restriktiv. Angesichts der aktuellen Zinsen scheint das eine steile These zu sein. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen jedoch, dass althergebrachte Rezepte ihre Wirkung verloren haben.
  • Fuchs plus
  • Japans Trumpf ist die Schwäche der Anderen

Steuererhöhungen stehen an

Anstehende Steuererhöhungen in Japan werden in Zukunft die Konjunktur belasten. Für den Yen ergibt sich daraus ein trüber Ausblick. Die Stärke des Yen liegt aktuell vor allem in der Schwäche der Anderen.
  • Fuchs plus
  • Die Konjunktur kühlt sich weiter ab

Eurozone liefert schwache Signale

Die Konjunktur innerhalb der Eurozone verliert weiter an Fahrt. Indikator dafür sind die sinkenden Import- und Exportzahlen. Für die Perspektive des Euro zeichnet sich dadurch ein klares Bild.
Zum Seitenanfang