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NASPA Nassauische Sparkasse, Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Viel geredet, wenig Ertrag

Die Ampel der NASPA steht auf Rot.
Die Nassauische Sparkasse gehört zu den zehn größten Sparkassen Deutschland. Selbstbewusst nimmt sie auf der Startseite ihrer Website nicht nur Privat- und Firmenkunden ins Visier, sondern bietet auch das Private Banking an. „Verlässlichkeit, Vertrauen und hohe Qualitätsansprüche prägen unser Handeln seit über 176 Jahren. Passioniert und professionell analysieren, optimieren und verwalten wir Vermögen", wirbt die Naspa. Das weckt unser Interesse. Wir müssen erleben, dass die Nassauische Sparkasse an ihren eigenen Ansprüchen scheitert.

Als „knausrige Naspa" bezeichnet die Frankfurter Allgemeine Zeitung die Nassauische Sparkasse. Die kritischen Worte beziehen sich jedoch nicht auf den Umgang mit den Kunden, sondern mit den Anteilseignern. In den Jahren 2009 bis 2015 hat sie insgesamt 182 Millionen Euro Gewinn eingestrichen, jedoch keinen Euro an die Städte Wiesbaden und Frankfurt am Main und sechs umliegende Landkreise ausgeschüttet. Der gesamte Gewinn verblieb in der Bank, um die Gesamtkapitalquote zu erhöhen. Begründung: Bei der Finanzkrise hatte die Sparkasse mehr als nur ein blaues Auge abbekommen. Sie verlor mehrere Millionen Euro mit Anlagen bei der amerikanischen Pleitebank Lehman Brothers und musste beinahe fusionieren. Mit dem einbehaltenen Gewinn sollte nicht nur der Verlust aus dem amerikanischen Abenteuer gedeckt, sondern auch das Eigenkapital gestärkt werden, um die neuen Regeln vom Basler Ausschuss für Bankenaufsicht („Basel III") zu erfüllen. Mit der erreichten Eigenkapitalquote sei die Naspa allerdings „gut abgesichert", meinen die Wirtschaftsjournalisten des Frankfurter Leitmediums.

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