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Bankhaus Lampe KG: Wissenswertes TOPS 2020

Zehn Niederlassungen, 5.000 Mandate, 19 Milliarden EUR unter Verwaltung

Das Bankhaus Lampe zeigt Transparenz.
Das Bankhaus Lampe profitiert davon, ein Kenner der wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland zu sein. Als langjähriger Partner des Mittelstands glauben die Lampe-Strategen genau zu wissen, wo den Unternehmern der Schuh drückt. Das Leistungsprofil für vermögende Privatkunden ist ansprechend und professionell. Der Außenauftritt verstärkt die Annahme, es mit einem sympathischen und authentischen Partner zu tun zu haben.

Das bietet Lampe den Kunden

Das Bankhaus Lampe gehört in die Gilde der deutschen Privatbanken und genießt in der Öffentlichkeit den Ruf eines soliden Anbieters. Schon seit der Firmengründung im Jahr 1852 hat das zur Bielefelder Oetker-Gruppe zugehörige Haus seinen Ruf als Spezialist für Vermögensfragen gestärkt. Lampe verfügt durch die Familie als festen Gesellschafter auch über eine große Stabilität und Kontinuität.

Trotzdem kann auch bei Lampe nicht alles so bleiben, wie es ist. Der Wettbewerb ist härter geworden, die Profitabilität geht zurück. Im letzten Jahr (2018) wurde das Führungspersonal fast vollständig ausgewechselt und die neue Führung hat einige strategische Schwächen im Kerngeschäft identifiziert. Einige Bereiche arbeiten nicht profitabel, das Volumen des verwalteten Vermögens ist rückläufig und die Geschäftsbereiche müssen noch stärker auf die Bedürfnisse der Kunden ausgerichtet werden. In einem ersten Schritt werden 38 der bestehenden 626 Stellen abgebaut.

Praxistest TOPS 2020

Das Bankhaus Lampe wurde von der FUCHS | RICHTER PRÜFINSTANZ im Rahmen von »TOPS 2020, Vermögensmanagement im Praxistest« bewertet. Erlebnis und Ergebnis können Sie als Abonnent der RATING NEWS hier nachlesen.

Wer über die Website Näheres über Lampe erfahren möchte, wird zunächst angenehm überrascht. Die Strategie des Hauses, das Leistungsspektrum sowie den aktuellen Geschäftsbericht findet der Interessent schnell und ohne Umwege, auf die sonst übliche opulente Selbstbelobigung wird aber bewusst verzichtet, was insgesamt einen tendenziell guten Eindruck hinterlässt.

Bäume wachsen nicht in den Himmel

Insgesamt umfasst das Haus zwölf Niederlassungen, wobei zuletzt aber zwei Filialen in Bremen und Dresden geschlossen wurden. Grund dafür dürfte eine erhöhte Kostendisziplin und das rückläufige Kundenvermögen sein. Während Lampe im Jahr 2017 noch Kundengelder von 22,4 Milliarden Euro verwaltete, ist dieser Betrag in 2018 um über 10 Prozent auf nur noch 19,1 Milliarden Euro zurückgegangen.

Der Grund ist nicht nur das zurückgegangene Volumen durch einen schlechten Anlagemarkt vor allem im Herbst 2018, sondern auch der Abzug von Kundengeldern. Wachstum ist in dem übersättigten deutschen Markt für Privatkunden kaum noch möglich. Über ein externes Rating verfügt Lampe nicht, da es seine Bilanz als Privatbank nach den Grundsätzen des HGB erstellt. All das stellt das immer noch ressourcenstarke Haus nicht vor existentielle Probleme, zeigt aber auch, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen.

Spezialist für deutsche Werte

In der Eigendarstellung stellt Lampe seine Unabhängigkeit heraus und weist darauf hin, dass die mandatierte Vermögensverwaltung eine Kernkompetenz des Hauses sei. Das Bankhaus Lampe verfügt über ein tiefgreifendes industrielles Verständnis in den Bereichen Konsumgüter/Handel, Industrie und verbundene Dienstleistungen, Immobilien sowie den Bereich Technologie. Das hauseigene Aktien-Research hat den Ruf, ein ausgewiesener Spezialist für Deutschland zu sein. Erst in letzter Zeit wird verstärkt die Kompetenz als europäischer und globaler Vermögensverwalter hervorgekehrt.

Die Coverage im Aktien-Research umfasst zirka 160 börsennotierte Unternehmen. Ergänzt wird diese Expertise durch nach eigener Aussage hervorragende Kenntnisse der konjunkturellen Vorgänge im Land, die aus den vielfach gewachsenen Verbindungen mit nicht-börsennotierten Firmen aus dem Mittelstand resultieren. Abgerundet wird das Research durch die Nutzung von Bloomberg sowie der oekom research AG. Die Anlageergebnisse des Hauses werden in verschiedenen Publikationen veröffentlicht. In den Performance-projekten der FUCHS | RICHTER PRÜFINSTANZ misst sich das Bankhaus Lampe allerdings nicht mit dem Wettbewerb.

Auch eine Kunstberatung ist möglich

Die Angebotspalette von Lampe offenbart keine größeren Überraschungen, sondern orientiert sich an dem, was alle Privatbanken offerieren. Neben einer ganzheitlichen Vermögensberatung wird auch die mandatierte diskretionäre Vermögensverwaltung angeboten. Stiftungskunden werden ebenso betreut wie Family Offices oder Custody Services. Weiter im Angebot findet sich eine Nachfolge- sowie eine Immobilienberatung und eine M&A-Beratung. Kunstliebhaber können auf Wunsch eine persönliche Kunstberatung anfragen und Lampe bietet als besonderes Schmankerl eine Offshore-Vermögensverwaltung an.

Mathematisches Konzept mit unterschiedlichen Zielerträgen

Derzeit betreut das Bankhaus ungefähr 5.000 Mandate. Jeder Berater kümmert sich im Schnitt um 60 Kunden, wobei die Betreuungsintensität der unterschiedlichen Kunden berücksichtigt wird. Wer die Vermögensberatung sucht, sollte nach Angaben des Hauses 500.000 EUR mitbringen, bei einer persönlichen Vermögensverwaltung auf Einzeltitelbasis steigt das Einstiegsvolumen auf 2 Millionen Euro. Nur bei der Fondsvermögensverwaltung liegt die Einstiegssumme mit 250.000 Euro deutlich niedriger.

Lampe ist ein überwiegend nationaler Anbieter, 85% der Kunden kommen aus Deutschland, daneben spielen nur noch die österreichischen Kunden mit 15 % eine nennenswerte Rolle.

Den Privatkunden, die eine betreute Vermögensverwaltung suchen, werden zwei unterschiedliche Konzepte angeboten. Lampe Score ist ein mathematisch basiertes Konzept, das unterschiedliche Zielerträge von 1, 4 oder 7% per anno mit jeweils unterschiedlichen Risikoprofilen erzielen soll. Das Anlageuniversum besteht aus globalen Aktien und Rentenpapiere, sowie liquiden, handelbaren Alternativen Investments. Der Kunde bestimmt das jeweilige Risiko, die Bank optimiert dann die Rendite.

Das zweite Konzept ist das auf Einzeltitel basierte Modell Lampe Substance. Hier geht es in erster Linie um eine langfristig ausgerichtete Einzeltitelauswahl von globalen Aktien und Rentenpapieren. Vor allem das Anlagemodell Lampe Select erfreut sich größerer Beliebtheit. Der Anlageprozess verläuft hier nach vier Kriterien. Am Anfang steht ein strenger Investmentprozess, der von einer aktiven Quotensteuerung begleitet wird. Ein spezialisiertes Portfoliomanagement ist für die optimale Titelselektion zuständig und ein regelmäßiges Monitoring stellt fest, ob sich die vereinbarten Ziele mit den realen Ergebnissen im Einklang befinden.

Breit augestelltes Anlageuniversum

Das Anlageuniversum der Lampe-Strategen umfasst alle Investmentprodukte, die handelbar sind. Dazu gehören Aktien und Rentenpapiere, geschlossene Fonds, aber auch Hedgefonds, Mikrokredite, Zertifikate und ETFs. Eine Überprüfung der Tauglichkeit der Produkte findet nach MiFID II statt.

Die Bank berechnet dem Kunden für die Führung eines Wertpapierdepots und eines Verrechnungskontos zu dem Wertpapierdepot eine All-in-fee (Standard-Pauschalgebühr) zuzüglich Umsatzsteuer. Berechnungsgrundlage der All-in-fee ist der Durchschnitt des Anlagevermögens (bestehend aus Wertpapieren zuzüglich Liquidität auf dem Verrechnungskonto), das der Kunde bei der Bank in jedem Kalendervierteljahr unterhält. Die Höhe der Pauschalgebühr hängt sowohl vom Vermögensvolumen als auch vom Risikoprofil ab. Daher ist hier keine konkrete Angabe möglich.

Performanceleistung

Seit 2011 führt die FUCHS | RICHTER PRÜFINSTANZ Performance-Projekte durch, an denen sich jeweils um die 70 und mehr Vermögensverwalter aus dem gesamten deutschsprachigen Raum beteiligen. Sie treten gegen »Benchmark-Portfolios« aus wenigen kostengünstigen Indexfonds an und sollen im aktiven Portfoliomanagement ihren Mehrwert beweisen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Ergebnisse können laufend unter www.pruefinstanz eingesehen werden (Anmeldung erforderlich/kostenfrei). Die Projekte laufen jeweils 5 Jahre.

Das Bankhaus Lampe nimmt an keinem der drei laufenden Performance-Projekten teil. Das ist zumindest kein Beleg für eine ausgesprochene Wettbewerbsorientierung. Das verwundert zumal bei einem Haus, das die mandatierte Vermögensverwaltung als seine Kernkompetenz ansieht.

Auch im laufenden Monitoring der FUCHS | RICHTER PRÜFINSTANZ zur Vertrauenswürdigkeit der Anbieter (Trusted Wealth Manager) bleibt Lampe undurchsichtig. Eine Selbstauskunft hat das Bankhaus nicht abgegeben; allerdings sind auch keine laufenden Auseinandersetzungen mit Kunden bekannt. Die FUCHS | RICHTER PRÜFINSTANZ beobachtet dafür laufend Presse und steht mit Fachanwälten in Kontakt. Außerdem erhält die Prüfinstanz Hinweise von Kunden und Mitarbeitern. Die Schaltung der Vertrauensampeln kann auf www.pruefinstanz.de kostenfrei eingesehen werden.

ADRESSE und Zusatzinfos

Bankhaus Lampe KG
Alter Markt 3
33602 Bielefeld

www.bankhaus-lampe.de

 

MEHR INFORMATIONEN ZU TOPS 2020

PERFORMANCE-PROJEKT

Vermögende wollen gut beraten werden. Ebenso wichtig ist aber, dass das anvertraute Kapital solide verwaltet und vermehrt wird. Der Markt der Vermögensverwaltung ist intransparent. Getreu unserem Motto „Wir machen Qualität transparent" verfolgt das Performanceprojekt der Private Banking Prüfinstanz genau dieses Ziel.

Das Bankhaus Lampe nimmt lediglich passiv an Performance-Projekt 5 (vermögebnsverwaltende Fonds) der FUCHS|RICHTER PRÜFINSTANZ teil.

Stand: Juni 2020

TRUSTED WEALTH MANAGER

Gibt es Verfahren oder Streitigkeiten mit Kunden?

Das Bankhaus Lampe gibt an, in den vergangenen drei Jahren in keinerlei Rechtsstreitigkeiten mit Kunden verwickelt gewesen zu sein. Auch im laufenden Monitoring der FUCHS|RICHTER PRÜFINSTANZ gab es keinerlei diesbezügliche Hinweise.


Hier gelangen Sie zu den bisherigen MARKTTESTS zum Bankhaus Lampe.


Mehr aus Rating

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HINWEIS: Dieser Artikel stützt sich im Wesentlichen auf Eigenauskünfte des Hauses, die die Redaktion FUCHSBRIEFE mittels eines umfassenden Fragebogens eingeholt hat.

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