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Umweltschutz-Abstimmung mit geopolitischen Auswirkungen

Referendum über Ölförderung im Regenwald von Ecuador

Nebel über dem Regenwald in Ecuador. © JarnoVerdonk / Getty Images / iStock
Das südamerikanische Ecuador könnte bald noch stärker auf China angewiesen sein. Ursache ist ein Referendum, dessen Initiatoren etwas gänzlich anderes erreichen wollen. Die Auswirkungen könnten aber weit über Ecuador hinausgehen.
Ecuadors Umweltschützer könnten das südamerikanische Land bald noch tiefer in Chinas Arme treiben. Das Verfassungsgericht lässt ein Referendum über den Fortgang der Ölförderung im Amazonas zu. Im Yasuní-Regenwald wird seit über zehn Jahren das schwarze Gold gefördert. Das geht zulasten der dortigen Umwelt und der indigenen Bevölkerung. 

Sollte das Referendum angenommen werden, könnten bald 20% der ecuadorianischen Ölproduktion stillstehen. Für das Land, dessen Exportwirtschaft zu 60% vom Erdölhandel abhängt, wäre das ein großes Problem. Denn in den zurückliegenden zehn Jahren hat sich Ecuadors Schuldenlast mehr als vervierfacht. Leidet die Einnahmeseite weiter, könnten soziale Unruhen die Folge sein.

Chinas Einfluss wächst

China nutzt Ecuadors Schwäche, um in Südamerika seinen Einfluss zu steigern. Mit Rettungskrediten hat das Reich der Mitte Ecuador bereits vor der Staatspleite bewahrt. Der (illegale) Rohstoffhandel zwischen den beiden Nationen hat enorm zugenommen. Anfang Mai wurde ein Freihandelsabkommen zwischen den beiden Ländern unterzeichnet.

Fazit: Die Abstimmung wird nur einen marginalen Einfluss auf die globale Ölförderung haben. Allerdings kann sie geopolitisch dazu beitragen, dass Südamerika näher an China rückt. Will "der Westen" das verhindern, sollte er Ecuador einen Weg aus der Krise aufzeigen.
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