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„An Terminal A startet in Kürze … niemand“

Regionalflughäfen vor dem Aus

Kaum eine Verkehrsbranche wurde von der Corona-Pandemie so hart getroffen wie die Luftfahrt. Die seit Jahren schon „perspektivlosen“ Regionalflughäfen werden dadurch wohl endgültig ins Aus gekegelt.

Deutschlands Regionalflughäfen stehen vor dem Aus. Also Flughäfen, die ein Fahrgastaufkommen von weniger als 3 Mio. Passagieren jährlich haben. 21 davon gibt es in Deutschland – gerade mal sechs davon erwirtschafteten vor der Corona-Pandemie ohne Zuschüsse einen Gewinn.

Die Perspektive verdüstert sich stetig. Im Jahr 2005 erzielte immerhin noch die Hälfte schwarze Zahlen. Vor der Krise subventionierte der Staat diese zuletzt jährlich mit 56,5 Mio. EUR. Die meisten dieser Flughäfen dienen der zivilen Luftfahrt.

Die Politik hat (noch nicht) genug

Eine Gewinnperspektive bestand für die regionalen Betriebe ohnehin seit Jahren nicht. Auf dem gestrigen Luftfahrtsgipfel (10.2.2021) haben Bund und Länder sich bisher nicht auf ein konkretes Hilfspaket einigen können. Die Verhandlungen dauern an. 

Aus Kreisen der (noch) oppositionellen Grünen hören wir, dass eine weitere Subvention der Klein-Flughäfen gestoppt werden solle. Schaffen sie den Einzug in die nächste Bundesregierung, werden grüne Verkehrspolitiker das Thema auf die Agenda setzen. Zudem schiebt das EU-Beihilfenrecht der Dauer-Subvention in absehbarer Zeit einen Riegel vor. Die EU mahnt an, dass ab 2024 die Flughäfen subventionsfrei betrieben werden sollen.

Unattraktiv für Privatinvestoren

Und dann? Mangels Gewinnperspektive gibt es kaum Aussichten, dass Privatinvestoren die Flughäfen übernehmen werden. 2007 versuchten es beispielsweise chinesische Investoren beim Flughafen Parchim-Schwerin – und verbrannten sich die Finger. Die ursprünglich geplante Drehscheibe für den Frachtverkehr zwischen Norddeutschland und China erwies sich schnell als Illusion. Die Investitionen waren zu kostspielig. 2019 wurde der Insolvenzantrag gestellt. Das Areal dient derzeit als Parkplatz, Rennbahn und Veranstaltungsort.

Der Bund der Steuerzahler fordert die Politik nun erneut auf, endlich die Reißleine zu ziehen und in die Planinsolvenz zu gehen. Die einzigen Regionalflughäfen die vor der Krise auch ohne Subventionen Gewinne erwirtschafteten sind übrigens Erfurt (0,7 Mio. EUR Umsatz 2019), Rostock-Laage (0,56 Mio. EUR), Memmingen (0,26 Mio. EUR), Niederrhein-Weeze (0,12 Mio. EUR), Heringsdorf (0,01 Mio. EUR) und Sylt (0,044 Mio. EUR).

Fazit: Gerade regional verwurzelte Unternehmen sollten sich auf eine Zeit nach den kleinen Regionalflughäfen einstellen. Als Kooperationspartner, Logistiker oder Marketing-Instrument sind sie bis auf wenige Ausnahmen uninteressant.

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