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Japans Erfolgsstrategie: Unabhängigkeit von China bei Seltenen Erden

Rohstoffsicherung: Wie Japan die Abhängigkeit von China reduziert

© Black Spring / Fotolia
Japan ist es gelungen, die hohe Abhängigkeit von China bei seltenen Erden zu verringern. Deutschland könnte sich das zum Vorbild nehmen.

Japan zeigt, wie ein Land die Abhängigkeit von China bei seltenen Erden verringern kann. 2011 lieferte China nach einem Konflikt um eine Inselgruppe keine seltenen Erden mehr nach Nippon. Daraufhin begann Japan, sich alternative Lieferquellen zu erschließen. 

Japan hat eine effektiver Rohstoff-Agentur

Das Land hat für die Rohstoffsicherung eine eigene Agentur geschaffen. Die Japan Oil, Gas, and Metals National Corporation (JOGMEC) ist mit einem Budget von 14 Mrd. Euro ausgestattet. Die Agentur finanziert direkt Rohstoffprojekte, z. B. durch Kreditabsicherungen (bis 90%) für neue Minen und Verarbeitungsanlagen. Zudem beteiligt sich die Agentur auch direkt an Unternehmen, die Rohstoffe abbauen oder verarbeiten. Inzwischen kommen nur noch 60% der in Japan benötigten seltenen Erden aus China.

Auch Deutschland ist extrem abhängig von seltenen Erden aus China. Benötigt werden diese in der Autoindustrie (Leistungs-Elektronik, E-Motor), in der Stromerzeugung (Generatoren, Transformatoren, Getriebe in Windkraftanlagen),  in der Luft- und Raumfahrt, (Steuerungselektronik, Triebwerke und Strukturelemente) und auch in der Rüstungsindustrie. 

DERA: Agile Agentur oder Verwaltung?

In Deutschland wäre die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) für diese Aufgabe theoretisch prädestiniert. Die DERA bewertet laut Eigendarstellung "die Entwicklungen auf den internationalen Rohstoffmärkten. Dies ist die Grundlage, Unternehmen und die Politik qualifiziert für potenzielle Preis- und Lieferrisiken zu sensibilisieren." Zum Thema seltene Erden hat die Agentur mehrfach gewarnt. Allerdings ist die DERA bisher eher analysierende Verwaltung und keine auf dem Markt aktive Einheit, die Wissen, Unternehmen und Finanzierung zusammenbringt. Apropos Finanzierung: Auffällig ist auch, dass die existierenden KfW-Fördermittel für Rohstoffprojekte von Unternehmen bisher nicht abgerufen werden.

Fazit: Deutschlands Unternehmen sind bei seltenen Erden sehr abhängig von China. Um die Abhängigkeit zu reduzieren und andere Quellen zu erschließen, könnten bestehende Strukturen besser genutzt werden. 

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