Deutliche Produktionssteigerung nach Unfall
Freeport McMoRan Inc. ist ein US-amerikanisches Rohstoffunternehmen mit Fokus auf Gold, Kupfer und Molybdän. In Sachen Kupfer ist der Konzern der größte börsennotierte Produzent, der nach Southern Copper über die zweitgrößten bekannten Reserven verfügt. Rund 7% des weltweit geförderten Kupfers kamen 2025 von Freeport. Rund 80% des Konzernumsatzes erlöst Freeport mit Kupfer, der Rest teilt sich auf Gold und Molybdän auf.
Das Minen-Portfolio umfasst Grasberg in Indonesien, eine der größten Kupfer- und Goldlagerstätten der Welt, sowie bedeutende Bergbauaktivitäten in Nord- und Südamerika. Im vergangenen Jahr produzierte Freeport McMoRan 1,54 Mio. Tonnen Kupfer und damit deutlich weniger als im Vorjahr (1,91 Mio. t). Ursächlich dafür war ein Minenunglück in der Grasberg-Mine, bei dem tragischerweise sieben Arbeiter ums Leben kamen.
Probleme nach Minenunfall
Da der Betrieb der Mine nur schrittweise wieder hochgefahren werden kann, wird für das laufende Jahr ebenfalls ein deutlicher Produktionsrückgang in der Grasberg-Mine erwartet. Wegen der Produktionsausfälle konnte Freeport McMoRan den Umsatz im Jahr 2025 nur leicht - von 25,5 auf 25,9 Mrd. US-Dollar - steigern. Für das laufende Jahr liegen die Konsenserwartungen der Analysten bei 28,5 Mrd. US-Dollar Umsatz, was einer Steigerung von 10% entspricht, und 2,70 US-Dollar Gewinn je Aktie, was einen Gewinnsprung von 78% bedeutet.
Mit Blick auf die Förderkosten befindet sich Freeport in einer komfortablen Situation. Im zweiten Quartal 2026 erzielte das Unternehmen einen durchschnittlichen Kupferpreis von 6,17 US-Dollar je Pfund. Die durchschnittlichen Netto-Cash-Kosten lagen bei 1,97 US-Dollar je Pfund. Für das Gesamtjahr erwartet der Minenriese durchschnittliche Cash-Kosten von rund 1,90 US-Dollar je Pfund.
Produktionssteigerung der Grasberg-Mine
Freeport produzierte im zweiten Jahresviertel insgesamt 786 Mio. Pfund Kupfer und verkaufte 710 Mio. Pfund. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet Freeport weiterhin mit Kupferverkäufen von rund 3,1 Mrd. Pfund. Kommt Grasberg wieder auf höhere Produktionsraten, dürfte Freeport gleichzeitig von zwei Seiten profitieren: von höheren Kupfermengen und einem hohen Kupferpreis.
Mit einem KGV unter 18 und einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 3,8 ist die Aktie von Freeport vergleichsweise günstig bewertet. Aus charttechnischer Sicht muss der Widerstand um 72 US-Dollar (ca. 61 EUR) überwunden werden, dann ist der Weg gen Norden frei. Kaufen!