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Unklarheiten sind große Belastung

Mittelständler ziehen sich aus den USA zurück

Mittelständler ziehen sich wegen der US-Handelspolitik zurück. 52% der KMU berichten über negative Auswirkungen durch Zölle. Unsicherheit und Bürokratie belasten deutsche Exporteure, während die USA weiterhin ein attraktiver Markt bleiben. Gibt es Alternativen für deutsche Unternehmen, um trotz Hürden erfolgreich in den USA zu agieren?

Mittelständler ziehen sich als Reaktion auf die US-Handelspolitik aus den USA zurück. Das zeigt eine Studie der Förderbank KfW. 52% der KMU mit Geschäft in den USA berichtet über negative Auswirkungen durch die US-Zölle (36% sehen keine Auswirkungen, nur 7% sehen positive Wirkungen). Viele Mittelständler haben daher ihr US-Geschäft aufgegeben. 2019 hatten noch fast 19% aller KMU Geschäftsbeziehungen in die USA. Im Herbst 2025 waren es nur noch um die 11%. Auch sind immer weniger Mittelständler als Lieferanten für Unternehmen tätig, die in die USA exportieren. Im Januar 2026 waren es nur noch 3% der KMU, während es 2019 noch 7,4% waren.

Die deutschen Unternehmen haben weniger Probleme mit den Zöllen direkt, sondern mit der Unklarheit über de Höhe der Zölle und auf welche Produkte sie erhoben werden. 67%  der Unternehmen nennen die Unsicherheit an erster Stelle ihrer Belastungen im US-Geschäft. Das zeigt eine Befragung deutscher Exporteure durch die DIHK. Die ständigen Drohungen Trumps mit Zöllen in unterschiedlicher Höhe und die Unklarheit, ob die Zölle gelten werden, oder durch Gerichtsurteile wieder kassiert werden, machen es den Unternehmen schwer. Ob ein Verkauf Gewinn oder Verlust verursacht, wird unsicher, wenn die Rahmenbedingungen ständig wechseln. An zweiter Stelle stehen die Kosten für das Zollverfahren und der Aufwand für die Zollbürokratie (54%). Drittgrößtes Problem ist der Wechselkurs (48% der Nennungen). Die Zölle in Höhe von 15% des Warenwerts kommen erst an vierter Stelle (44% der Nennungen). Weitere große Probleme bereiten Exportkontrollen und Sanktionen der US-Regierung mit Wirkung auf Drittmärkte (41%), die geringere Wettbewerbsfähigkeit auf dem US-Markt (39%) und die Materialzölle auf Stahl, Alu, und Kupfer (37%).

USA sind ein attraktiver Markt

Insgesamt bleiben die USA ein attraktiver Markt. Die Energiekosten sind weit niedriger, als in Europa; es gibt wenig Bürokratie; die Kunden sind interessiert an neuen Angeboten. Außerdem sorgen die Zölle auf Importe für weniger Konkurrenz, als bisher. Geschäftsführer sollten über Alternativen nachdenken, bevor sie den US-Markt aufgeben. Gibt es Großhändler, die die Vertretung in den USA übernehmen können? Gibt es US-Unternehmen, deren Produkte die eigenen gut ergänzen und die deshlab Interesse daran haben, den Vertrieb für das deutsche Unternehmen zu übernehmen? Gibt es Großkunden in den USA, die bereit sind, die Einfuhr in die USA abzuwickeln?  Häufig gibt es Unternehmen die daran interessiert sind, deutsche Geschäftspartner in den USA zu halten. 

Fazit: Mittelständische Unternehmer sollten den US-Markt nicht vorschnell aufgeben. Trotz Herausforderungen bietet er Chancen: niedrigere Energiekosten und weniger Bürokratie. Prüfen Sie strategische Partnerschaften mit US-Großhändlern oder Unternehmen, die Ihre Produkte ergänzen.
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