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Der Preis für Sojabohnen zieht kräftig an

Sojabohnen im Rallye-Modus

picture alliance / Zoonar | Olena Mykhaylova
Der Preis für Sojabohnen steigt rasant und nähert sich einem neuen Jahreshoch. In nur einem Monat ist der Sojabohnen-Future an der Chicago Board of Trade um fast 8% auf 12,29 US-Dollar je Scheffel gestiegen. Was steckt dahinter und wohin kann das führen?

Der Preis für Sojabohnen (Soybeans) ist kräftig im Aufwind und auf dem Weg zu einem neuen Jahreshoch. Vor knapp einem Monat handelte der richtungsweisende Sojabohnen-Future an der Chicago Board of Trade (CBOT) noch bei Kursen um 11,40 US-Dollar je Scheffel (Bushel). Inzwischen hat sich die Bohne um knapp 8% auf 12,29 US-Dollar je Scheffel verteuert. 

Der dynamische Anstieg der Sojabohnenpreise wird durch den WASDE-Bericht (World Agricultural Supply and Demand Estimates) des US-Landwirtschaftsministeriums unterfüttert. Dieser monaltliche Report beschreibt die weltweite und USA-bezogene Schätzung und Prognose von Angebot und Nachfrage bzw. Lagerbeständen in der Landwirtschaft. 

Soja-Bestand schrumpft

Die nun veröffentlichte Studie weist für die USA einen Rückgang der Überbestände aus der alten Ernte um 10 Mio. Scheffel (mbu) auf nunmehr 340 mbu aus. Dies resultiert aus einer Kürzung der Exportprognose um 10 Mio mbu sowie einer Erhöhung der Verarbeitungsmenge (Crush) um 20 mbu. 

Zudem wurden Daten zur neuen Ernte veröffentlicht, wobei die US-Erntebestände auf 310 mbu beziffert wurden. Das ist deutlich weniger als die zuvor geschätzten 366 mbu. Die Produktionsprognosen für Südamerika blieben in diesem Monat nahezu unverändert. Die weltweiten Endbestände aus der alten Ernte stiegen jedoch lediglich um 0,34 Mio. t auf insgesamt 125,13 Mio. t. Damit steht dem Sojamarkt zumindest in den USA eine Angebotsverknappung ins Haus.

Ein Katzensprung bis zum Jahreshoch

Bis zum Jahreshoch bei 12,38 US-Dollar je Scheffel ist es nun nur noch ein Katzensprung. Aus technischer Sicht macht ein Anstieg über das Jahreshoch den Weg bis etwa 13,50 US-Dollar je Scheffel frei.

Fazit: Die jüngsten WASDE-Schätzungen deuten auf ein knapper werdenden Angebot an US-Sojabohnen hin. Aus technischer Sicht ist die Bodenbildung bei Soja abgeschlossen, ein Kursanstieg über das Jahreshoch setzt weiteres Kurspotential frei. Anleger können mit einem ungehebelten Sojabohnen-ETC (Beispiel ISIN: GB 00B 15K Y54 2) von steigenden Preisen profitieren.
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