Trump verschreckt deutsche Unternehmen
US-Donald Präsident Donald Trump verschreckt mit seiner erratischen Politik deutsche Unternehmen. Das hat jetzt das arbeitgebernahe Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln (IW) in einer Untersuchung festgestellt. Danach halten sich die Firmen bei ihren Investitionen in Übersee so stark wie selten zuvor zurück.
Die deutschen Unternehmen haben im ersten Halbjahr 2026 nur noch rund 4,3 Milliarden Euro in den USA investiert. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Rückgang um 65%. Damit setze sich der Negativtrend seit Beginn von Trumps zweiter Amtszeit im Januar 2025 fort, schreiben die Kölner Forscher.
Unternehmen reinvestieren US-Gewinne
Zwar lagen die Werte in den Jahren 2020 bis 2023 noch deutlich niedriger, teils sogar im negativen Bereich. Doch sei das dem wirtschaftlichen Einbruch durch die Coronapandemie geschuldet gewesen. Dagegen investierten die deutschen Unternehmen in den fünf Jahren vor der Pandemie im ersten Halbjahr im Schnitt 15,8 Milliarden Euro in den USA, also fast viermal so viel wie heute, schreibt das IW.
Unternehmen, die bereits in den USA aktiv sind, investieren laut dem Institut allerdings weiter ihre US-Gewinne in den Staaten. Das spreche dafür, dass die USA grundsätzlich weiter ein attraktiver Markt bleiben. Doch sind die Firmen bei der Neuanlage von Kapital zögerlich. Das sei ein Indiz dafür, wie stark die wirtschaftspolitische Unsicherheit unter Trump viele Investitionsentscheidungen ausbremse, so das IW.