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Pro-Europäischer Kurs in Rumänien stärkt Wirtschaftsbeziehungen

Rumänien: Bessere Aussichten

In Rumänien hat der pro-europäische Kandidat Nicusor Dan die Wahl gewonnen. Deutsche Unternehmen können nun auf mehr Stabilität hoffen, so die erste Einschätzung von Unternehmensverbänden.

Europa kann nach den Wahlergebnissen in Rumänien aufatmen. Die Wahlniederlage des rechtspopulistischen George Simion und der Sieg des proeuropäischen Kandidaten Nicusor Dan senden ein Signal für politische und wirtschaftliche Stabilität, erklärt die deutsch-rumänische Industrie- und Außenhandelskammer (AHK). Dan setzte sich in der Stichwahl durch und wird als Präsident Rumänien künftig in Außen-, Sicherheits- und Europapolitik vertreten.

Auch aus wirtschaftlicher Sicht ist Dan die bessere Wahl für Rumänien und verhindert vor Ort eine Abwanderung der Fachkräfte. Das Land steckt in einer Wirtschaftskrise und kämpft mit wachsender Verschuldung. Rumänien braucht dringend politische und wirtschaftliche Reformen. Dan, ehemaliger Mathematiker und Bürgermeister von Bukarest, muss sich dieser Herausforderung stellen und den Wiederaufbau des Landes vorantreiben. Ein Sieg von Simion hätte hingegen das Risiko eines Braindrains durch Abwanderung von Fachkräften mit sich gebracht, was nun abgewendet werden konnte.

Wahlsieg auch für Deutschland positiv

Eine pro-europäische Regierung kommt nicht nur Rumänien, sondern auch der deutschen Wirtschaft zugute. Deutsche Unternehmen können sich auf ein verlässlicheres Investitionsklima und bessere Planungssicherheit freuen, so die AHK. Besonders für Unternehmen mit Produktionsstätten oder Teillieferketten in Rumänien ist dies wichtig. Laut Germany Trade and Invest (GTAI) stärkt zudem Rumäniens Beitritt zum Schengenraum vor fünf Monaten die deutsch-rumänischen Beziehungen, da Personenkontrollen an den EU-Binnengrenzen wegfallen und Warentransporte effizienter werden.

Deutsche Unternehmen wissen, dass das Wachstumspotenzial in Rumänien im EU-Vergleich hoch ist. So ist Deutschland bereits heute der wichtigste Handelspartner Rumäniens. Dans pro-europäischer Kurs kommt den deutschen Unternehmern entgegen. Allerdings stehen dem neuen Präsidenten auch Herausforderungen bevor. Um das Haushaltsdefizit zu verringern, wird er steuerpolitische Anpassungen vornehmen müssen, um Zugang zu EU-Geldern für Infrastrukturprojekte zu erhalten.

Fazit: Der Wahlsieg von Nicusor Dan dürfte das Investitionsklima in Rumänien verbessern. Für deutsche Unternehmen bedeutet das weniger Risiken und mehr Planungssicherheit vor Ort.

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