Schutzschirme gegen Messerattacken
In Japan hat die Eisenbahngesellschaft West Japan Railway Co. (JR West) einen innovativen Weg gefunden, wie sie ihre Passagiere besser gegen Messerattacken schützen kann. Das Unternehmen hat spezielle Schutzschilde entwickelt. Diese ähneln gewöhnlichen Regenschirmen und bestehen aus einem speziellen Material, das schwer mit Messern zu durchdringen ist. Sie sind etwa 20 cm länger als gewöhnliche Regenschirme, um damit eine Distanz zwischen dem Nutzer und einem potenziellen Angreifer zu schaffen. Daneben haben sie verstärkte Streben sowie einen dickeren Griff, um als effektives Abwehrmittel zu dienen.
Schutzschirme gegen Messerattacken
Ab November werden rund 1.200 dieser Schutzschirme in etwa 600 Zügen in der Kansai Region installiert. Andere japanische Eisenbahngesellschaften denken über ähnliche Maßnahmen nach. Die neuartigen Schirme, sollen den Passagieren helfen, sich in gefährlichen Situationen zu verteidigen und die Zeit bis zur nächsten Station zu überbrücken, wo das Zugpersonal dann zur Hilfe kommen kann.
Die Schirme sind eine Verbesserung zu den schon bisher installierten „Sasumata“. Das ist ein traditionelles japanisches Polizei- und Feuerwehrwerkzeug. Die modernen Versionen sind aus Aluminium gefertigt und haben keine scharfen Klingen. Sie werden manchmal in Schulen und von der Polizei verwendet, um potenziellen Bedrohungen zu begegnen, bis das Sicherheitspersonal eintrifft. Auslöser für die Maßnahmen ist eine Zunahme der Gewalt - vor allem in Zügen. Japan ist zwar bekannt für seine sehr niedrige Kriminalitätsrate. Dennoch gab es in den zurückliegenden Jahren einige Fälle von Massen-Stechereien, auch in öffentlichen Verkehrsmitteln.