Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
2676
E-Autos: Shell startet dynamische Preise an Ladesäulen

Shell startet flexibles Preismodell an Schnellladesäulen

Shell Creative Hub
Shell will E-Autofahrer dazu animieren, dann ihre Fahrzeuge zu laden, wenn Strom besonders günstig ist. Um das zu erreichen, hat der Konzern jetzt ein Pilotprojekt gestartet. Das könnte sein Ziel zwar verfehlen, aber einen anderen Effekt haben.

Shell Deutschland hat ein Pilotprojekt für dynamische Strompreise an Schnellladesäulen gestartet. Das soll E-Auto-Fahrer dazu animieren, ihre Fahrzeuge dann zu laden, wenn Strom besonders günstig ist. Die Idee ist nachvollziehbar. Denn wer sein Auto zu Zeiten lädt, in denen viel erneuerbare Energie im Netz ist, helfe das Stromnetz zu stabilisieren, so Shell. Preisvorteile können dann an Kunden weitergeben.

Dynamisches Pricing

Shell hat sein Pilotprojekt nach eigener Aussage als erster Ladesäulenbetreiber gestartet. Das neue Pricing Modell fürs Ultraschnellladen an den über 1.600 „Shell Recharge“-Ladepunkten orientiert sich enger am aktuellen Börsenstrompreis. 

Der Preismechanismus: Gibt es z. B. zur Mittagszeit bei starker Sonneneinstrahlung ein hohes Angebot aus Photovoltaikanlagen, sinkt der Strompreis. In den frühen Abendstunden steigt der Börsenstrompreis meist, weil dann auch zahlreiche Privathaushalte viel Strom verbrauchen. Zum Pilotstart am 30. Juni betrug die maximale Differenz im Tagesverlauf 6 Cent pro kWh. Das dynamische Preismodell gilt für Privatkunden. Voraussetzung ist die Nutzung der „Shell Recharge“-App oder der „Shell Recharge“-Ladekarte. 

E-Deal

Neu ist auch das Modell “Shell Recharge e-Deal“: Kunden erhalten für einen monatlichen Grundpreis von 4,99 Euro einen Rabatt von 25% pro kWh auf den jeweils aktuellen Preis. Das ist begrenzt auf max. 400 kWh/Monat an den „Shell Recharge“-Ladepunkten in Deutschland. E-Autofahrer können laut Shell so je nach aktuellem Preis etwa ab 42 Cent/kWh laden.

Fazit: Ob die Idee funktioniert und positive Effekte auf die Netzstabilität hat, bleibt abzuwarten. Wir haben da leise Zweifel. Denn die meisten Fahrer von E-Autos werden sie unterwegs weiter dann laden, wenn es notwendig ist, nicht unbedingt dann, wenn Strom etwas günstiger ist. Der Service könnte aber dennoch ein gutes Instrument zur Kundenbindung sein und könnte zu steigenden Shop-Umsätzen führen.

Neueste Artikel
  • Gesamtschau und Wochenbericht in KW 29 für PP V, PP VII, PP VIII und PP IX

FUCHS-Performanceprojekte: Risikodisziplin bleibt der entscheidende Erfolgsfaktor

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Vier Projekte, hunderte Anlageentscheidungen und völlig unterschiedliche Strategien. Dennoch zeigt die aktuelle Auswertung der FUCHS-Performance-Projekte ein erstaunlich einheitliches Bild. Nicht die aggressivsten Portfolios stehen vorne, sondern die Manager mit der konsequentesten Risikokontrolle. Während einzelne Häuser spektakuläre Vermögensstände erreichen, überzeugen andere durch außergewöhnliche Stabilität. Lesen Sie hier.
  • Fuchs plus
  • Wochenbericht zu Projekt IX in KW 29: Vermögensverwalter im Belastungstest

BTV, Berliner Sparkasse, Deka und LLB vor der Benchmark

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Das Benchmarkdepot setzt auch in Projekt 9 (Stiftungsportfolio) hohe Maßstäbe. Dennoch gelingt vier Vermögensverwaltern der Sprung über die Referenzmarke. Während die Bank für Tirol und Vorarlberg das Feld beim Vermögensstand anführt, überzeugen Berliner Sparkasse, Deka Vermögensmanagement und die Liechtensteinische Landesbank mit konstant starken Ergebnissen. Die aktuellen Zahlen zeigen, wer Risiken kontrolliert und warum die Mehrheit der Teilnehmer hinter der Benchmark zurückbleibt.
  • Fuchs plus
  • Wochenbericht zu Projekt VIII: Sieben schlagen die Benchmark

Genève Invest, Hansen & Heinrich und FV Frankfurter Vermögen vorne

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Das Benchmarkdepot gilt in Projekt 8 als Messlatte für aktives Fondsmanagement. Dennoch haben sieben Vermögensverwalter den Referenzwert inzwischen übertroffen. Während Genève Invest den größten Vermögensvorsprung erzielt, überzeugt FRÜH & PARTNER mit einer außergewöhnlichen Kombination aus Rendite und Risikokontrolle. Viele bekannte Namen bleiben dagegen hinter dem Maßstab zurück. Die aktuellen Zahlen zeigen, wer echten Mehrwert schafft und wer Anlegern aktuell wenig Mehrertrag bietet.
Zum Seitenanfang