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Innenpolitik | Sicherheit

Sicherheit durch Überwachung?

Nach dem Terrorangriff auf eine Synagoge in Halle werden Stimmen laut, die mehr Sicherheitskontrollen und öffentliche Überwachung fordern. Kann das als weltweit sicher eingestufte Singapur als Vorbild für Deutschland dienen?

Immer engere Kontrollen und Überwachung im öffentlichen und halböffentlichen Raum – dies ist der Weg, den immer mehr Staaten gehen. Nach dem versuchten Massenmord in einer Hallenser Synagoge kommt dieser Ruf reflexartig auch in der deutschen Politik auf. Und mit jedem Vorfall verschiebt sich die Grenze von Freiheit hin zu Sicherheit. Aus diesem Anlass schreibt uns unser Asienkorrespondent, wie man inzwischen in Singapur – einem der weltweit wohl sichersten Orte – solchen Situationen vorbeugt.


In Singapur werden Gottesdienste zusammen mit der Hilfe der singapurischen Polizei gesichert. Diese schickt bewaffnete Offiziere zu jedem Gottesdienst. Sie patrouillieren auf den Straßen rund um Kirchen oder andere religiöse Stätten.
Ein Eindruck aus einem Gottesdienst in der anglikanischen Kathedrale ... Diese ist inzwischen stark bewacht. Sicherheitsleute überprüfen die (Hand-)taschen. Neu ist ein Sicherheitsteam, das die Kirche bis in den letzten Winkel überwacht. Mit einer Vielzahl von Kameras, Monitoren und Mikrofonen. Sie beobachten selbst dunkle Ecken und die Decke des Kirchenschiffs. Einer der Sicherheitsleute ist für die Monitore zuständig, der andere beobachtet das Geschehen direkt mit den Augen.

Polizei sucht Gespräch mit Zivilisten; dennoch bleibt der Einbruch in die Privatsphäre

Die Polizei beugt Gegenreaktionen vor. Sie sucht den Kontakt zu den Menschen. Die Polizisten zeigen Kindern aus der Gemeinde die Überwachungstechnik und was man auf den Monitoren sehen kann. Unser Korrespondent beschreibt die Situation so: „Alles in allem war es ein gut bewachter, hochsicherer Dienst - aber offensichtlich fühlten sich fast alle wohl."

In Singapur gab verschiedene kleinere terroristische Vorfälle. Die Regierung will Attentate unbedingt vermeiden. Der Preis ist eine hohe Polizeipräsenz in der Millionenstadt und eine umfassende Überwachung.

Fazit

Hier wird das Dilemma der Moderne offensichtlich. Es geht darum – auch in Demokratien – eine Lösung zwischen Freiheit, Privatsphäre und einem Überwachungsstaat mit umfassender (Gesinnungs-)Kontrolle zu finden. Das wird nicht leicht. Es besteht immer die Gefahr des Abgleitens. Es muss mehr bleiben als die Freiheit des Konsums.

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