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Zwischenstand in den Performance-Projekten V und VI

Siegesgewiss auf der Zielgeraden

Siegesgewiss auf der Zielgeraden. Copyright: Pexels
US-Infrastrukturprogramm, Impfchaos, Wallstreetbets – das 1. Quartal 2021 verlangte von den Vermögensverwaltungen so einiges ab. Wie spiegelt sich das in den laufenden Performance-Projekten der FUCHS|RICHTER Prüfinstanz wider? Wer kann sich gegen ein passives Benchmark-Portfolio behaupten?

Die Benchmark – ein "einfach gestricktes" ETF-Portfolio – holt im 1. Quartal 2021 in den Performance-Projekten V und VI wieder auf. Die Konjunktur zieht an – vor allem in den USA und Asien. Das passive Portfolio zieht hinterher und performt dabei besser als so mancher aktive Profi. Der Abstand wird geringer – und die ersten Teilnehmer bleiben bereits wieder zurück.

Liechtensteiner siegesgewiss auf der Zielgeraden

In Projekt V schaffen es sieben Teilnehmer von 73 (9,6%) die Benchmark zu übertrumpfen. Das sind genauso viele wie noch per Ende 2020. Die Finanzinstitute sind in diesem Projekt dazu aufgerufen, ein Vermögen von 1 Mio. Euro eines Privatkunden zu managen – und das ausschließlich mit hauseigenen Produkten (vermögensverwaltenden Fonds). Das Projekt befindet sich in der letzten Phase – per 31.12.21 geht es nach fünf jahren Laufzeit zu Ende.

Angeführt wird das Teilnehmerfeld von der Volksbank Liechtenstein. Mit einer Gesamtpunktzahl von 1.940 Punkten und damit einem Vorsprung von 151 Punkten zum Zweitplatzierten Geneon, laufen die Liechtensteiner mit einigem Abstand siegesgewiss auf das Ziel zu. Die Geneon Vermögensmanagement AG  hat es in den vergangenen drei Monaten geschafft, sich auf den zweiten Platz vorzukämpfen. Per 31.12.20 rangierte sie noch auf Rang vier. Dahinter folgen in unveränderter Reihenfolge die Deutsche Oppenheim, Zürcher Kantonalbank (AT), Globalance Bank und ODDO BHF. Neu unter den besten 7 ist die Raiffeisen Capital Management. Der Vorsprung zur Benchmark beträgt allerdings nur vier Punkte. Und die schmelzen immer weiter ein – es bleibt spannend. Absteiger ist von der Heydt & Co. Schlechter als die Benchmark performen per 31.3. u.a. die Deutsche Bank (Rang 20), LGT (Rang 33), Flossbach von Storch (Rang 46), HSBC Deutschland (Rang 49) und auch das Schlusslicht Commerzbank (Rang 73).

Die Benchmark holt auf

In Projekt VI übertreffen per 31. März 29 der 38 Teilnehmer das Benchmark-Portfolio nach Punkten. Das sind stolze 76% der Teilnehmer – allerdings bereits ein Teilnehmer weniger als noch vor einem Vierteljahr. Die Teilnehmer sind dazu aufgerufen, das Vermögen einer Stiftung von 5 Mio. Euro zu managen. Die FIS Privatbank (ehemals Freie Internationale Sparkasse) und die FV Frankfurter Vermögen AG liegen unverändert auf den ersten beiden Plätzen. Die FIS erzielte bisher 827 Punkte und hat damit einen soliden Vorsprung vor den Frankfurtern (690 Punkte).

Große Veränderungen gab es auf den direkten Plätzen dahinter. Der ehemalige dritte Platz Neue Bank findet sich heute drei Monate später nur noch auf Platz 14 und ist damit auf 3-Monats-Sicht der Top-Absteiger. Neu auf dem dritten Platz landet die Früh & Partner Vermögensverwaltung AG (+4 Plätze, 663 Punkte). Das dahinter liegende Teilnehmerfeld rückt enger zusammen – die Plätze vier bis 14 trennen insgesamt nur 35 Punkte.

Fazit: Im Corona-Krisenjahr konnten die Vermögensverwaltungen einiges an Boden zur Benchmark gutmachen. Im Rebound-Jahr 2021 holt das passive Portfolio wieder auf.

Hinweis: Detaillierte Angaben zu den Performance-Projekten finden Sie unter www.pruefinstanz.de.

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