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Nachfrageboom begrenzt Potenzial der Zinnpreis-Korrektur

Silber-Korrektur löst Zinnpreis-Rückgang aus

Die Preise für Zinn sind in den vergangenen Monaten extrem stark gestiegen. Seit einigen Tagen sinken sie wieder. Die Preise werden weiter sinken, aber die früheren Tiefpreise werden nicht mehr erreicht werden.

Die Preise für Zinn werden nach einem starken Anstieg sinken, aber nicht auf das frühere Niveau. Anfang Februar lag der Preis bei 58.941 Euro. Seither ist der Preis auf 53.497 Euro gesunken. Die Preisspitzen sind auch durch den stark gestiegenen Silberpreis getrieben. Denn als Kontaktmaterial in der Elektronikindustrie und als Material für Modeschmuck kann Silber teilweise durch Zinn ersetzt werden. Außerdem waren im Herbst 25 die Lagerbestände von Zinn sehr niedrig und lockten deshalb Spekulanten an.

Preis hat nicht viel Luft nach unten

Der Zinnpreis wird in nächster Zeit weiter sinken, die niedrigen Preise von 2025 aber nicht wieder erreichen. Während die Nachfrage, angetrieben von der Elektronikindustrie, seit Jahren steigt, können die Minen ihre Produktion nicht mehr im selben Maß steigern, so der Kreditversicherer Coface. Ein strukturelles Defizit dürfte den Preise über 35.000 Euro halten. 

Hintergrund: Weltweit werden nur 280.000 t Zinn gefördert (Zahlen von 2023). Nur ein geringer Teil wird an der Börse,  der größte Teil in langjährigen Festverträgen gehandelt. Größte Förderländer sind China, Indonesien, Myanmar, Peru und Brasilien. Bei der Verhüttung ist China mit einem Marktanteil von um die 40% größter Anbieter vor Indonesien und Peru.

Fazit: Der Zinnpreis steht aktuell unter Druck und liegt zwischen 40.000 und 53.000 Euro je Tonne - abhängig vom Handelsplatz und Reinheitsgrad. Die Schrottpreise liegen deutlich darunter. Viel Potenzial nach unten hat der Preis nicht.

Hinweis: Wer demnächst langfristige Verträge prolongieren oder abschließen muss, sollte den aktuellen Rückgang zur Absicherung der Konditionen nutzen.

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