Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
2655
Angebot geht zurück

Sinkflug der Ölpreise beendet

© Natalia Bratslavsky / stock.adobe.com
Die Preise für den Energierohstoff Öl scheinen das Ende ihres Abwärtstrends gefunden zu haben. Ein kurzfristiger und ein mittelfristiger Faktor werden zu wieder steigenden Preisen führen.

Der Ölpreis hat seinen Boden erreicht und stabilisiert sich. Das ist die Grundlage für neue und dauerhafte Aufwärtstrends. Erste Anzeichen dafür gibt es bereits. Seit einer Woche ziehen die Notierungen für das schwarze Gold wieder deutlich an. Leichtes US-Öl der Sorte West Texas Intermediate handelt aktuell um 76,50 US-Dollar pro Fass, vor einer Woche waren es noch gut 9% weniger (70,00 USD/Barrel). 

Pipeline-Leck und Preisdeckel als Preistreiber

Die Ursache für die Preissteigerung liegt maßgeblich in einem wenig erfreulichen Vorfall. Im US-Bundesstaat Kansas sind durch ein Leck in der wichtigen Keystone-Pipeline mehr als zwei Millionen Liter Öl ausgelaufen. Keystone transportiert Rohöl aus den Erdölfeldern der Athabasca-Ölsand-Vorkommen aus der westkanadischen Provinz Alberta zu den Raffinerien in den US-Bundesstaaten Illinois, Oklahoma und Nebraska. Zwar ist das Leck inzwischen geschlossen, doch der Öltransport ist nach wie vor unterbrochen und noch ist unklar, wann der Betrieb wieder aufgenommen werden kann. Durch diese Pipeline werden täglich 620.000 Barrel Öl transportiert. 

Daneben entwickelt sich der von der EU und den sieben führenden Industrienationen festgelegte Preisdeckel für russisches Öl zu einem weiteren Preistreiber. Denn Kremlchef Putin droht inzwischen mit einem Ende der Öllieferungen an alle Länder, die den Preisdeckel beschlossen haben und erwägt zudem eine Senkung der Ölförderung. Kommt künftig weniger russisches Öl auf den Markt, dürfte die Preise weiter steigen. 

Öl hat seinen Boden gefunden

Aus technischer Sicht in der seit den Sommermonaten gültige Abwärtstrend beim Ölpreis noch intakt. Erst bei Kursen oberhalb von 83 US-Dollar je Fass hellt sich die Lage aus Sicht der Öl-Bullen auf. Allerdings mangelt es inzwischen an fundamentalen Faktoren, die einen weiteren Rückgang des Ölpreises rechtfertigen würden. Preissenkende Impulse sind aktuell nicht ersichtliche.

Fazit: Die Zeichen für eine Stabilisierung der Ölpreise mehren sich. Mit einem ungehebelten Öl-ETC (Beispiel ISIN: DE 000 PS7 WT1 7) können Anleger von wieder steigenden Ölnotierungen profitieren.
Neueste Artikel
  • Wochenbericht zu Projekt V in KW 19: Rendite, Risiko und Marktdynamik

Flossbach von Storch, DJE Kapital und Pictet ziehen am Benchmarkdepot vorbei

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Das Projekt 5 (vermögensverwaltende Fonds) erlebt eine Woche ohne jede Handelsaktivität – und gerade deshalb wird der Leistungsvergleich gnadenlos klar. Marktbewegungen legen offen, welche Depotstrukturen tragen und welche schwanken. Flossbach von Storch, DJE Kapital und Pictet nutzen ihre Marktnähe und ziehen am Benchmarkdepot vorbei. Das Benchmark selbst wächst ruhig und risikofrei. Der Vergleich zeigt, wer kurzfristig gewinnt – und wer langfristig überzeugt. Lesen Sie hier.
  • Fuchs plus
  • US-Unternehmen stückeln Großemissionen: Chancen und Risiken für Anleihekäufer

Amazon, Honeywell und Co.: Wie Tranchen die Finanzierung und Renditen verändern

US-Konzerne zerlegen rekordgroße Anleihepakete in immer mehr Tranchen. Das erhöht die Auswahl für Privatanleger, verändert aber die Handelbarkeit einzelner Stücke. CFOs gewinnen Spielraum bei Laufzeiten und Zinsaufschlägen. Worauf Anleger bei Zinsrisiko und Spreads achten müssen, erläutern FUCHS-DEVISEN.
  • Fuchs plus
  • Inflations-Schock auf den Philippinen

Überraschender Strategiewechsel

© Joseph Oropel / stock.adobe.com
Die Abwertung des philippinischen Pesos sorgt für einen Strategiewechsel der Notenbank, die Zinsen steigen. Das Land erlebt infolge des Iran-Krieges einen Inflations-Schock.
Zum Seitenanfang