Spanien investiert in Cybersecurity
Spanien will in den nächsten Jahren gut 3 Mrd. Euro in Cybersecurity investieren. Hintergrund: Spanien ist nach den USA das weltweit am zweithäufigsten von Hackern angegriffene Land. Das geht aus einem Ranking des spanischen IT-Beraters Secure&IT hervor. Insbesondere die exponierte geografische Lage vor Afrika am Rande Europas mache das Land besonders angreifbar. Ein Indiz dafür: Spanien ist auch Europas Drogenumschlagplatz Nr. 1.
Spanien investiert in Cybersicherheit
Unternehmen, die in Spanien aktiv sind, sollten das im Blick behalten. Weltweit nahmen die Cyberangriffe im Jahr 2024 um 64% zu (ggü. Vj.). Das zeigen Daten von CCN-CERT. Denn digitale Kriminalität ist hochprofitabel und schnell skalierbar. Es gibt inzwischen sogar Plattformen, die die Reputation von Malware-Anbietern bewerten, erläutert ein IT-Experte bei einem Vortrag in Valencia. Das Wachstum der Cyberkriminalität ist ungebrochen hoch. Allein in Spanien hat die Zahl der Cyberangriffe in diesem Jahr bereits um weitere 35% zugenommen. Täglich werden mehr als 45.000 Attacken bekannt. KI spielt bei Angriffen und Verteidigungen eine immer größere Rolle.
Ein Großteil der geplanten spanischen Investitionen wird in den Rahmen der NATO-Verteidigungsausgaben fallen. Projekte haben daher eine hohe Realisierungswahrscheinlichkeit. In anderen Ländern Europas wird das ähnlich sein. Unternehmen, die in diesem Segment aktiv sind, werden europaweit gute Chancen für Aufträge haben. Ein regelmäßiger Blick auf die einschlägigen staatlichen Ausschreibungen kann zu lukrativen Aufträgen führen.