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Geschäftschancen für deutsche Photovoltaik-Unternehmen

Spanien: Solarindustrie boomt

Über Spanien lacht die Sonne und verhilft der Solar-Industrie zu einem ordentlichen Boom. In dem Geschäftsfeld gibt es auch für deutsche Firmen Chancen.

Spaniens Solar-Industrie boomt derart stark, dass das Land seit 2021 Energie-Exporteur ist. Verkauft wird Strom vor allem an Frankreich, Portugal und nach Marokko. Der Anteil der Photovoltaik-Energie am Energiemix ist im Jahr 2023 um 40% gestiegen und macht inzwischen fast 14% aus.

Die Solarindustrie ist zudem ein Job-Motor. Nach Angaben des spanischen Photovoltaik-Branchenverbandes UNEF (Unión Española Fotovoltaica) wurden 2023 in diesem Sektor über 160.000 neue Jobs schaffen. Die entstanden allerdings nicht in der Produktion von Modulen, die hauptsächlich in China erfolgt, sondern im Bau von Solarparks und in der Herstellung der restlichen Technologie (z. B. Speicherkapazitäten).

Chancenreicher Photovoltaik-Markt in Spanien

Die spanische Solarbranche ist auch für ausländische Unternehmen lukrativ. Ausländische Unternehmen haben einen Anteil von rund 35% an der spanischen Photovoltaik-Branche. Spanien ist führend bei Solar-Parks, Deutschland bei Solardächern. In der EU wurden 2023 insgesamt 55,9 GW neue Solar-Kapazitäten errichtet. Gemäß UNEF wurden davon 7,4 GW in Spanien installiert.   

Bei den Investitionen in erneuerbare Energien ist Spanien inzwischen führend in der EU. José Donoso, Geschäftsführer der UNEF, fordert die EU jedoch auch auf, chinesische Modul-Produzenten nach Europa zu lassen. Donoso: „Sie sind derzeit einfach besser als wir. Wir haben diese Industrie in Spanien vor 15 Jahren durch ein Moratorium kaputt gemacht und können das nicht mehr aufholen.“

Fazit: Der Solarmarkt in Spanien boomt und hält auch für deutsche Firmen einige Geschäftschancen bereit.
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