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Wandel und Unsicherheit im Transportmarkt und Einkauf

Speditionen bekommen Verhandlungsmacht

Der Abbau von LKW-Kapazität ist in vollem Gange. Konsequenz: Die B2B-Logistik wird sich auf sehr viel kürzere Tenderlaufzeiten und konjunkturelle Preisschwankungen einstellen müssen.

Dienstleister in der Transport- und Logistikbranche haben mehr Verhandlungsmacht gewonnen. Unternehmer müssen sich auf größere Preisschwankungen für Transporte einstellen. Die Zeiten der konstant niedrigen Transportpreise sind ohnehin vorbei - und damit auch die bisher genossene Planungssicherheit und der Komfort. Die Preisgestaltung wird flexibler und reaktionsschneller auf Marktveränderungen angepasst werden. Das Machtgefälle zwischen Einkäufer und Dienstleister, das bisher zugunsten von Industrie und Handel geneigt war, verändert sich damit.

Die Nachfrage nach LKW-Laderaum ist historisch hoch, selbst in transportschwachen Monaten. Gleichzeitig reißen die Insolvenzen in der Branche nicht ab – und das gerade bei kleinen Speditionen, die den Großteil der Branche ausmachen. Die deutliche Verschiebung in der Transportbranche, sind auf dem Timocom-Transportbarometer abzulesen. Dieses zeigt die Veränderungen auf Basis einer enormen Datengrundlage von internationalen Angeboten für Fracht- und Laderaum.

Auf Preisvolatilität einstellen

Der Abbau von LKW-Kapazität ist in vollem Gange. Immer mehr Transportunternehmen reduzieren vorsorglich ihre Flotte, um finanzielle Schwierigkeiten zu vermeiden. Auch der andauernde Fahrermangel bereitet der Branche Sorgen. „Die B2B-Logistik wird sich auf deutlich kürzere Tenderlaufzeiten und konjunkturelle Preisschwankungen einstellen müssen“, warnt Gunnar Gburek von Timocom. Diese komplexe Lage fordert eine Neubewertung der vorhandenen Strukturen und Geschäftsbeziehungen mit Transportdienstleistern.

Fazit: Der Logistikmarkt wandelt sich vom Käufer- zum Verkäufermarkt. Unternehmer müssen sich auf eine dynamische und unsichere Marktlage einstellen. Eine enge Zusammenarbeit mit zuverlässigen Dienstleistern ist notwendig, um die Lieferketten stabil zu halten.
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