Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
2452
Autoindustrie: Langsames Hochfahren wegen verschlechterter Standortbedingungen

Standortnachteile belasten Autoproduktion

Standortnachteile belasten Autoproduktion. Copyright: Pexels
Für die deutsche Autoindustrie verlieren die heimischen Werke an Bedeutung. Internationale Standorte profitieren stärker vom derzeitigen Aufschwung. Die alten Produktionszahlen werden nicht mehr erreicht werden. Ursache sind die Standortbedingungen.

Für die deutschen Autohersteller verlieren die heimischen Werke an Bedeutung. Schon 2018 und 2019 ging die Produktion hier zurück. Nach dem Corona-Einbruch im vorigen Jahr fahren sie ihre Produktion an ihren internationalen Standorten schneller hoch als in Deutschland. Alte Höchststände (5,75 Mio. Fahrzeuge 2016) werden trotz Investitionen für die Produktion von E-Autos und Batteriefabriken nicht mehr erreicht werden. 

Standortbedingungen haben sich in den letzten Jahren verschlechtert

Grund sind die schlechter gewordenen Standortbedingungen. Das erklärt Deutsche Bank-Analyst Eric Heymann im Gespräch mit Fuchsbriefe. Das sei schleichend vor sich gegangen, in vielen kleinen Entwicklungen. So haben neue Leiharbeitsgesetze die Flexibilität beim Einsatz von Arbeitskräften verringert und Frühverrentungsregeln den Facharbeitermangel verschärft. Auch das IW, Institut der deutschen Wirtschaft, zeigt in einer Analyse, dass sich die Standortschwächen Deutschlands – hohe Arbeits- und Energiekosten, hohe Steuern und Abgaben, sowie hoher Aufwand für die Bürokratie – in den vergangenen Jahren weiter verschlechtert haben. Andere Länder haben ihre Position verbessert.

Produktivität in Osteuropa ist stark gestiegen

Besonders Osteuropa hat aufgeholt. Zwar stiegen die Löhne dort stark. Aber die Produktivität ist noch stärker gestiegen. Damit wurde die Produktion dort relativ günstiger, bei steigender Qualität. Entsprechend profitieren Länder wie die Slowakei, Tschechien oder Ungarn nun stärker vom Aufschwung der Autonachfrage. Die USA profitieren von der Steuerreform vor wenigen Jahren.

Fazit: Noch bietet Deutschland insgesamt ordentliche Standortbedingungen; aber die vor einigen Jahren noch sehr gute Position bröckelt stetig. Die Schwächen des Standorts wiegen zunehmend schwerer, weil andere Länder im Vergleich aufholen.

Hier: FUCHSBRIEFE abonnieren

Neueste Artikel
  • Gesamtschau und Wochenbericht in KW 15 für PP V, PP VII, PP VIII und PP IX

Performance-Projekte: Ruhige Woche, harte Fakten

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Eine Woche ohne Hektik, ohne große Trades, ohne Schlagzeilen – und doch voller Erkenntnisse. Kalenderwoche 15 legt offen, wie sich Vermögensverwalter wirklich vom Markt absetzen. Vier Projekte, vier Benchmarkdepots, hunderte Millionen Euro in der Betrachtung. Wer genauer hinsieht, erkennt: Nicht Aktion macht den Unterschied, sondern Struktur. Diese Woche zeigt, warum stille Phasen die ehrlichsten Antworten liefern.
  • Wochenbericht zu Projekt IX in KW 15: Rendite, Risiko und Handel

Warum Kapitalstärke alleine nicht reicht

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Kalenderwoche 15 offenbart im Performance‑Projekt 9 (Stiftungsportfolio) ein klares Bild. Große Vermögen treffen auf moderate Märkte, das Benchmarkdepot setzt den Takt. Während die Portfolios reagieren, zeigt sich deutlich, was in diesem Projekt trägt: weniger Aktion, mehr Struktur. Wer genau hinschaut, erkennt, warum sich manche Strategien behaupten – und andere bewusst zurücknehmen.
  • Wochenbericht zu Projekt VIII in KW 15: Performance, Gewinner und Verlierer

Markt, Fonds, Benchmark – Lektionen aus Projekt 8

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Kalenderwoche 15 war im Performance‑Projekt 8 (vermögensverwaltende Fonds) eine Woche ohne jede Handelsaktivität. Kein Fondswechsel, keine taktischen Manöver, keine Eingriffe. Und doch entstand ein klares Bild. Das Benchmarkdepot setzte den Maßstab, die Fondsportfolios reagierten unterschiedlich. Wer genau hinsieht, erkennt: Gerade im Fondsprojekt zeigt sich, wie viel Struktur, Ausrichtung und Historie wirklich bedeuten.
Zum Seitenanfang