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Gegenläufige Trends im Reich der Mitte

Starker Anstieg bei chinesischen Exporten

China kam als erstes Land in die Corona-Krise und schaffte auch als erstes Land den Ausstieg. Während andere in den Lockdown gingen, verschiffte man im Reich der Mitte schon wieder Waren in alle Welt. Chinesische Unternehmen müssen aber aufpassen, dabei nicht in eine Falle zu tappen.
China kann dank "Corona" seinen Anteil am Welthandel weiter ausbauen. Chinas Anteil am weltweiten Export liegt bei mittlerweile 25%. Im Zeitraum 2017 – 2019 waren es lediglich 20%. Während westliche Staaten ihre Produktionen stillleg(t)en, wurde und wird in China produziert und verschickt. Hintergrund: China war das erste "Corona-Land" und auch das erste, das die Maßnahmen wieder aufhob. Seitdem hat eine rasante wirtschaftliche Erholung eingesetzt. 

Die größten Zuwächse verzeichnen die Sektoren Gesundheit und Elektronik. Beides lässt sich man auf die neuen Anforderungen durch Corona zurückführen. Starke Zuwächse gibt es zudem in den Bereichen Maschinenbau, Einrichtung und Rohstoffe. Erneute ansteigende Infektionszahlen dürften dafür sorgen, dass dieser Trend vorerst anhält.

China sollte sich nicht zu sehr auf die Exporte verlassen

Auf der anderen Seite werden aber auch die Rufe nach De-Globalisierung lauter. Und das nicht nur in den USA, sondern auch in Europa (vgl. FB vom 8.10.2020). Lokale Produktionen werden beliebter. Globale Lieferketten verlieren an Bedeutung. Das betrifft vor allem die "kritischen Industrien"; also solche, die die Versorgung sicherstellen. 

Von Unternehmen in China ist in den kommenden Jahren Flexibilität gefordert. Denn mittelfristig werden viele Industrien im Reich der Mitte auf Binnenwirtschaft umgestellt. Das ist Teil der chinesischen Langfrist-Strategie. Diese wird derzeit von Export-Opportunitäten konterkariert.

Fazit: Trotz eines rückläufigen Trends bei der Globalisierung und einer landeseigenen Strategie, die auf den Binnenmarkt setzt, dürften Chinas Anteile selbst an einem kaum noch wachsenden Welthandel weiter zunehmen.

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