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Lockdown treibt Erderwärmung

Studie zeigt Temperatur-Überraschung

Eine Studie des National Center for Atmospheric Research zeigt, dass der Lockdown die Erderwärmung beschleunigt hat. Das ist vor allem in Regionen mit hoher Luftverschmutzung sichtbar.

Das ist eine sehr überraschende Klima-Erkenntnis: Die Erdtemperatur ist im Lockdown gestiegen. Der paradoxe Zusammenhang: Der CO2-Ausstoß ging zwar deutlich zurück. Weil aber die Luft dadurch sauberer wurde, gab es weniger Partikel, die die Sonnenstrahlung reflektierten. Das hat eine messbare stärkere Erderwärmung zur Folge – insbesondere in China, Russland und den USA.

Die globale Durchschnittstemperatur lag im ersten Lockdown um 0,1 bis 0,3 Grad höher als sie bei unverändertem Leben erwartungsgemäß gelegen hätte. In Teilen Chinas, den USA und Russland lagen die Temperaturen sogar um 0,37 Grad Celsius über den ohne Lockdown erwarteten Werten. Das hat eine Forschergruppe um Andrew Gettelman vom National Center for Atmospheric Research aus Boulder (USA, Colorado) ermittelt. Die Studie ist ausführlich in "Spektrum der Wissenschaft" (gehört zu Springer Nature) vorgestellt. 

Fazit: Luftverschmutzung verhindert eine Aufheizung des Planeten. Darum muss die Reduktion von CO2 und die Säuberung der Luft, wie es z. B. China intensiv anstrebt, Hand in Hand gehen. Sonst ist eine Beschleunigung der Erderwärmung zu erwarten.

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