Subventionsstopp in China für Solar und Wind
China startet ab dem 1. Juni 2025 mit einer neuen Preisstruktur für erneuerbare Energien. Das bisherige System mit festen Einspeisetarifen wird vollständig durch ein marktbasiertes Preismodell ersetzt. Die Folge: Neue Wind- und PV-Projekte müssen sich künftig selbst auf dem Markt finanzieren. Das haben die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC) sowie die Nationale Energiebehörde (NEA) beschlossen.
Systemwechsel auf Chinas Solar- und Windmarkt
In China gibt es ab der Jahresmitte keine Subventionen mehr für erneuerbare Energien aus Sonne und Wind. Der Verkauf von Strom aus diesen erneuerbaren Quellen wird dann ausschließlich über Marktmechanismen erfolgen, entweder durch Gebote oder über die Annahme des jeweiligen Marktpreises. Die Preise werden sich damit viel stärker nach Angebot und Nachfrage richten. Bestehende Projekte sind von der Regelung noch nicht betroffen. Für Anlagen, die bis zum Systemwechsel ans Netz gehen, gibt es einen Differenzausgleich beim Preis.
Die beschlossene Reform dürfte zwei Effekte haben. Kurzfristig ist ein Solar- und Windkraft-Boom in China zu erwarten, um noch vom alten Preismodell und sicheren Preisen zu profitieren. Nach der Umstellung dürfte das Reich der Mitte in ein Solar- und PV-Loch fallen. Erstens aufgrund der Vorzieh-Effekte, zweitens weil Akteure abwarten werden, wie sich die Strompreise entwickeln. Sie müssen dann ihre Projekte neu kalkulieren - und entscheiden, ob sie sich noch lohnen.