Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
3235
Wassermangel am Lake Mead

Südwesten der USA droht Ödland zu werden

Blick auf den Hoover-Damm und den austrocknenden Lake Mead. © David Becker / ZUMAPRESS.com / picture alliance
An der Grenze zu Nevada und Arizona vollzieht sich eine ökologische Katastrophe. Dem Lake Mead geht das Wasser aus. Er ist die Lebensquelle des amerikanischen Südwestens. Die Auswirkungen werden erst lokal und schließlich auch global zu spüren sein.

Durch die Austrocknung des Stausees Lake Mead droht der Südwesten der USA in eine prekäre Versorgungslage zu rutschen. Das wird globale Auswirkungen haben. FUCHSBRIEFE machten Sie bereits im vorigen Jahr auf die sich abzeichnende Notlage aufmerksam (FB vom 16.07.2021). Seitdem ist der Wasserspiegel des Stausees noch weiter abgesackt. Seit Januar muss die Landwirtschaft daher bereits Einsparungen vornehmen (Notfallstufe 1).

Notfallpläne treten in Kraft

Die US-Wasserbehörde geht fest davon aus, dass sie zum 1.1.2023 Notfallstufe 2 ausrufen muss. Arizona müsste dann 21% seines Wasserverbrauchs einsparen, Nevada 8%, Kalifornien 5%. Auch Mexiko muss Kürzungen von 7% hinnehmen. Für den 1.1.2024 stellt sie Notfallstufe 3 in Aussicht. Diese beinhaltet noch schärfere Wassereinsparungen und eine Ausweitung des Betroffenenkreises. Es wären dann auch Industrie und Privathaushalte betroffen.

Kritiker bemängeln aber, dass die Annahmen der Behörde auf Wetterdaten aus den 1990er Jahren aufbauen. Damals gab es noch größere Niederschläge, die Prognose sei also zu „feucht“. Ein Inkrafttreten der Notfallstufe 3 schon vor dem 1.1.2024 sei demnach sehr wahrscheinlich.

Erst Agrargüter, dann Industrieprodukte und Dienstleister betroffen

Die Weltwirtschaft wird die US-Trockenheit zuerst durch steigende Preise auf US-Agrarexporte bemerken. Neben Getreide, Soja und Baumwolle werden im Südwesten der USA etwa auch Zitrusfrüchte, Gemüse und Nüsse (Mandeln) angebaut. Zudem werden im Südwesten der USA Maschinen, Automobile, Flugzeugteile etc. im großen Stil gefertigt. Die großen Tech-Firmen (Apple, Google) benötigen Unmengen an Strom und Wasser für die Kühlung ihrer Server. Auch die Unterhaltungs-Industrie (Las Vegas, Disney Land) hat einen nicht zu unterschätzenden Anteil.

Lebensader des Südwesten der USA

Der See und das angeschlossene Flusssystem versorgen etwa 25 Millionen Menschen mit Wasser und 29 Millionen Menschen mit Strom. Bezieher sind etwa die Städte Las Vegas, Los Angeles und San Diego. Auch das Silicon Valley ist betroffen. 

Durch die Versorgungseinschnitte in der Landwirtschaft wird die Nahrungsmittelversorgung zunehmend unsicher. Auch die Immobilienpreise stehen unter Druck. Langfristig droht die Region zu Ödland zu werden. Auch Migrationsbewegungen in den Norden und Osten der USA sind sehr wahrscheinlich.

Fazit: Der Südwesten der USA hat ein ökologisches Problem mit unmittelbaren Auswirkungen auf Menschen und Wirtschaft. Der Ressourcenverbrauch vor Ort ist zu hoch und kann auch nicht durch andere Quellen ersetzt werden. Die wirtschaftliche Stärke der Region wird darunter leiden.
Neueste Artikel
  • Wochenbericht zu Projekt VIII in KW 6: Performance, Gewinner und Verlierer

Starke Fondsmanager in KW 6: Wer Projekt 8 nach vorn zieht

Illustriert mit Canva und ChatGPT
In Woche 6 verliert das Benchmarkdepot (vermögensverwaltende Fonds) leicht, während mehrere Vermögensverwalter klare Gewinne erzielen und andere stark zurückfallen. Da in Projekt 8 keine Handelsaktivitäten stattfanden, spiegeln alle Veränderungen ausschließlich die Marktbewegungen wider. Die Analyse anhand der Daten von infront zeigt, wer überzeugt – und wer deutlich hinter dem Markt zurückbleibt.
  • Wochenbericht zu Projekt VII: Gewinner, Verlierer und Handelsstrategien

Performance-Projekt 7: ICFB und Value Experts setzen sich klar ab

Illustriert mit Canva und ChatGPT
In KW 6 zeigen die Teilnehmer im Projekt 7 (Private Banking Depot) deutliche Leistungsunterschiede: Aktives Management schlägt das passive Benchmarkdepot klar. ICFB und Value Experts steigern ihre Vermögenswerte sichtbar, während die Neue Bank AG einen spürbaren Rückschlag erlebt. Intensive Handelsaktivität prägt die Woche und beeinflusst laut den Daten von infront kurzfristig Risiko und Rendite.
  • Fuchs plus
  • TOPS 2026 – Länderblick Liechtenstein

Kompakte Auswahl, kompromisslose Klasse: Private Banking in Liechtenstein

Erstellt mit Canva
Liechtenstein setzt Maßstäbe im Private Banking: Alle drei bewerteten Institute zählen zu den besten zehn im Gesamtranking des TOPS 2026-Tests. Exzellenz ist hier kein Zufall, sondern Standard – von Beratung über Anlagekonzepte bis zur Transparenz überzeugen die Anbieter mit durchgehend hoher Qualität. Wer auf Stabilität, Diskretion und erstklassige Strukturen Wert legt, trifft im Fürstentum eine kluge Wahl.
Zum Seitenanfang