Spanien hat bislang auf den Ausbau der Erneuerbaren Energien gesetzt und wollte die Kernkraftwerke abschalten. Jetzt vollzieht Madrid eine Kehrtwende und lässt seine Meiler länger laufen.
Frankreich hat seine wichtigste Uran-Quelle Niger verloren. Darum kauft das Land jetzt über Deutschland in großem Stil Uran aus Russland. Der Import des Atombrennstoffs ist zwar nicht sanktioniert. Die Zahlen zeigen aber, dass Europa auch in der Kernenergie eine erhebliche Abhängigkeit von Russland aufbaut.
In Brüssel haben sich 30 Staaten getroffen, um über die Zukunft der Atomenergie zu sprechen. Die Marschroute der Staaten ist klar: Ohne Atomkraft wird es nicht möglich sein, die Klimaschutz-Ziele zu erreichen. Deutschland steht längst allein auf weiter Flur und war beim Gipfel auch nicht hochkarätig vertreten.
FUCHS-Briefe
China erklärt technische Schwierigkeitne für weitgehend überwunden
Ohne Uran nix los bei der Energiegewinnung durch Kernspaltung. Das missfällt Chinas Führung, die den hohen Energiebedarf des Landes wesentlich mit der Gewinnung von Atomkraft decken will. Nun scheint man technisch ein großes Stück weitergekommen.
FUCHS-Kapital
Staatliche Förderprogramme und hoher Uranpreis stützen Geschäft
Einer der größten Profiteure von der Renaissance der Kernenergie ist das kanadische Unternehmen Cameco. Der Bergbaukonzern fördert 15% des radioaktiven Rohstoffs. Die Aktie sprang jüngst auf ein neues Allzeithoch. Sollten Anleger jetzt noch kaufen?
Viele Staaten dieser Welt wollen - anders als Deutschland - Atomenergie nicht aus ihrem Energiemix verbannen. Uran ist so teuer wie seit 15 Jahren nicht mehr. Die Produzenten des radioaktiven Metalls verdienen prächtig. FUCHS-Kapital erklärt, welche Aktien von dieser Entwicklung profitieren.
Spanien könnte am Sonntag eine konservative Regierung erhalten, wenn die aktuellen Umfragen zutreffen. Dann würde ein weiteres EU-Land seinen Atomausstieg stoppen. Denn die Konservative Partei plant, die AKW-Nutzung fortzusetzen, anstatt sie bis 2027 abzuschalten. Deutschland wandelt zunehmend allein auf dem Atom-Ausstiegspfad.
Die Energieknappheit und die Endlichkeit der Ressourcen veranlasst Menschen, nach neuen Möglichkeiten der Energiegewinnung zu suchen. Die Suche findet sogar in den unendlichen Weiten des Alls statt. Werden wir künftig Energie aus dem All beziehen?
Man sägt nicht am Ast, auf dem man sitzt. Diese Binsenweisheit ist in der Politik noch nicht angekommen. Wir haben in Deutschland genau das getan und sägen munter weiter. Wir sollten uns nicht vor Putin beugen. Aber vor der Realität, meint FUCHSBRIEFE-Herausgeber Ralf Vielhaber.
Die EU hat Atomstrom einen Nachhaltigkeits-Stempel aufgedrückt. Das wird Investitionen in AKW verbilligen und dem Atomstrom einen Schub geben. In den nächsten Jahren dürften vor allem einige kleine Atomkraftwerke gebaut werden. Aber für ein großes AKW-Comeback wird das nicht reichen. Die Atomkraft verliert stetig an Bedeutung.
Stefan Ziermann. Stellvertretender Chefredakteur Verlag Fuchsbriefe.
In den nächsten Tagen wird die EU-Kommission Atomenergie und Gas als nachhaltig einstufen und als akzeptable grüne Brückentechnologie klassifizieren. Das ist aus politischen, wirtschaftlichen und ökologischen Gründen gut so.
Die Sondierungsgespräche zwischen SPD, Liberalen und Grünen beginnen gerade erst. Und schon steht ein Elefant im Raum. Die Energiepolitik als Teil der Umwelt- und Sozialpolitik. Und schwer vereinbare Versprechen der Parteien stehen sich im Weg.
Kleine Kernkraftanlagen sind im Prinzip nichts Neues. In Unterseebooten und auf Flugzeugträgern verrichten sie seit Jahrzehnten ihren Dienst. Seit einigen Jahren wird über den Einsatz derartiger Anlagen in der kommerziellen Energieversorgung diskutiert. Nun geht Großbritannien an die Umsetzung.
FUCHS-Briefe
Unternehmen müssen sich auf Stromausfälle einstellen
Die Energiewende gefährdet die Versorgungssicherheit. Copyright: Pixabay
Unternehmen - insbesondere in Süddeutschland - werden in absehbarer Zeit mit Stromausfällen zu kämpfen haben. Der Grund ist die politisch forcierte Energiewende, die keine praktische Folgenabschätzung und Bedarfsrechnung macht.
Großbritannien soll bis 2050 emissionsfrei werden. Copyright: Pixabay
Der britische Premierminister Boris Johnson hat im Parlament seine "Grüne Revolution" vorgestellt. Ziel des 10 Punkte-Programms ist, das Land im Jahre 2050 emissionslos zu haben.
Die Bundesregierung hat kein Konzept für die Energiewende. Sie hat sich klar gegen konventionelle Energie positioniert. Inzwischen sind die erneuerbaren Energien prinzipiell die günstigsten. Um deren Ausbau voranzutreiben, müsste die Regierung diese mehr unterstützen – etwa durch die Planungsgesetzgebung.
Deutschland zahlt trotz Atomausstiegs weiter beachtliche Summen an Euratom. Die Behörde wurde mit den römischen Verträgen gegründet. Immerhin zweistellige Millionensummen fließen darüber weiter in die Atomforschung. Der im Koalitionsvertrag vereinbarte Versuch, den Vertrag zu ändern, wird nicht vorangetrieben...
FUCHS-Briefe
Viele AKW müssen gleichzeitig abgeschaltet und ersetzt werden
Unsichere Kernkraftwerke werden zum doppelten Problem für Frankreich.
Frankreich läuft auf einen Energie-Enpgass zu. Auslöser sind die 58 Atomkraftwerke. Deren Restlaufzeiten beginnen schon in 10 Jahren parallel auszulaufen. Das erzwingt hohe Rückbaukosten und milliardenschwere Ersatzinvestitionen. Der Strompreis in Frankreich wird in Bewegung kommen.