Europas Konjunkturerwartungen werden gesenkt, während die Inflation hartnäckig bleibt. Für Devisenanleger bedeutet dies Druck auf den Euro und Chancen für „Carry-Währungen“.
Stagnation und Inflation - das sind die beiden Vorzeichen für Europa zu Beginn des Jahres 2025. Die Wirtschaftsaussichten bleiben trübe, die Inflationsraten ziehen wieder an. Die EZB wird dennoch weiter die Zinsen senken und den Euro damit allmählich "weichkochen".
In den USA hat gerade die Berichtssaison begonnen. Die ersten Zahlen sind gut, aber sie sind trügerisch. Denn die Aussichten für die US-Konjunktur verschlechtern sich. Die Fed wird die Wirtschaft zügig abbremsen, aber die Löhne schießen ordentlich in die Höhe.
Der Ukraine-Krieg ist für die Börse schon Normalität geworden. Die Aktienkurse lassen sich jedenfalls kaum noch durch kleine Einzelmeldungen verunsichern. Das größere Risiko liegt derzeit aber auf Seiten der Konjunktur und der Notenbanker. Anleger sollten die vergleichsweise große Ruhe nutzen, sich vorzubereiten.
Blick über den Hafen von Kapstadt. (c) michaeljung/Fotolia
Südafrikas Währungshüter haben die erwartete und angesichts 5,9% Inflation eher vorsichtige Zinserhöhung auf 4% geliefert. Ein Blick in die Projektionen der Notenbank zeigt allerdings den den sehr schmalen Grat, auf dem sich die Wirtschaftspolitik bewegt.
Der Immobilienmarkt ist am Wendepunkt angelangt. Der Boom ist vorbei. Die Mieten in den sieben A-Städten stagnieren. In Berlin fallen sie sogar. Die große Zahl von Neubauten der letzten Jahre beginnt zu wirken. Damit drehen die Renditen für Eigentumswohnungen ins Negative. Denn die Kaufpreise steigen weiter an.
Der derzeitigen politischen Führung fehlt es an einer klaren Strategie. Copyright: Picture Alliance
Deutschland diskutiert den Wandel. Ausgerechnet in dieser Zeit will noch einmal eine große Koalition das Land führen. Eine Koalition, die gerade abgewählt wurde. Ein Anachronismus mit Folgen.