Die Geldpolitiken dies- und jenseits des Atlantiks driften auseinander. Während die US-Notenbank mit einer sanften Straffung beginnt, lässt die EZB die Zügel weiter locker schleifen. Das schwächt den Euro, bringt aber auch Wechselkurs-Gewinner hervor.
FUCHS-Devisen
Taper Tantrum 2.0 berührt Schwellenländer nur auf Umwegen
Die Finanzmärkte haben diesmal keinen Wutanfall bekommen, als die US-Notenbank Fed ankündigte, die Märkte an eine etwas kürzere Leine zu nehmen. Das ist gut für die Schwellenländer. Auf Umwegen holt sie die US-Notenbankpolitik dann aber doch ein.
Noch knapp 2 Wochen, dann muss die Fed Farbe bekennen: Beginnt sie mit der geldpolitischen Straffung – oder noch nicht? Die Daten vom aktuellen Rand geben zumindest deutliche Signale.
Lohnt sich die Spekulation gegen die Emmas? Copyright: Pexels
2013 reduzierte die US-Notenbank Fed erstmals ihre Anleihekäufe. Auf den Währungsmärkten löste das einen Schock aus, der ganz besonders die Schwellenländer traf. Lohnt es sich auch diesmal, gegen die Emmas zu spekulieren?
In der nächsten Woche wird die US-Notenbank Fed ein Tapering-Signal senden. Das könnte den Märkten aber zeigen, dass die US-Notenbank extrem vorsichtig sein wird. Dennoch wird die Fed ein Signal an andere Notenbanken senden, die ebenfalls bereits für Tapering in den Startlöchern stehen.
Heiße Spekulation auf Powell-Rede. Copyright: Picture Alliance
Auch wenn nichts erwartet wird, kann dennoch Spannung herrschen … Fed-Chef Jerome Powell spricht heute im Rahmen des jährlichen Sommertreffens der Zentralbanker in Jackson Hole. Darauf lässt sich durchaus spekulieren. Aber man kann sich leicht die Finger verbrennen.
An den Börsen beginnt jetzt die Korrektur. Vor dem Treffen der Notenbanken in Jackson Hole nimmt die Nervosität deutlich zu. Zugleich frischt der konjunkturelle Gegenwind auf. Mit Aktienkursen, die auf Rekordhochs hart am Wind segeln, sind solche Böen riskant. Nur eine Kurskorrektur kann ein Kentern verhindern. Darum werden die Börsen leicht abfallen.
FUCHS-Briefe
Der große Emerging Markets Wutanfall bleibt diesmal aus
Der große Emerging Markets Wutanfall bleibt diesmal aus. Copyright: Pexels
Taper Tantrum – zu deutsch großer Wutanfall – das war die Reaktion zahlreicher Emerging Markets im Jahr 2013 auf die Ankündigung der Fed ihre Anleihe-Käufe zu reduzieren. Nun kündigt die US-Notenbank erneut an, ihr Ankaufvolumen zu reduzieren. Wir sagen, welche Schwellenländer für Investments besonders spannend sind - und von welchen Anleger lieber die Finger lassen.
Der Dollar im Bann von Jackson Hole. Copyright: Pixabay
Das Jahrestreffen der Fed-Zentralbanker in Jackson Hole am Rande der Rocky Mountains steht nächste Woche an. Die Märkte erwarten Signale für Weichenstellungen auch am Devisenmarkt.
Fed signalisiert Tapering-Start noch dieses Jahr. Copyright: Pexels
Es kommt genau so, wie wir es prognostiziert hatten: Die steigende Inflation und der starke US-Arbeitsmarkt drängen die US-Notenbank dazu, noch eher als bisher schon kommuniziert, ihre geldpolitische Wende einzuleiten. Das hat Folgen.