Erstmals seit 2015 registriert die Welthandelsorganisation (WTO) wieder mehr neue Handelsbeschränkungen als Erleichterungen. Besonders deutsche Unternehmen werden davon betroffen sein.
Auf dem Klimagipfel in Dubai werden die Länder des globalen Südens den Vertretern der EU einige unangenehme Fragen stellen. Denn ein neuer Vorschlag des EU-Parlaments macht Klima-Investitionen in vielen Entwicklungsländern praktisch unmöglich. Wie dann noch wirksam global koordinierter Klimaschutz betrieben werden soll, ist ein Rätsel aus Brüssel.
Die Unternehmen gehen mit teils düsteren Prognosen aus dem Jahr 2022. Bei aller berechtigten Skepsis zeigen FUCHSBRIEFE, welche Faktoren dafür sprechen, dass die Konjunktur dennoch mit nur einer kleinen Delle aus der Krise kommt.
Ein vor nicht mal einem Jahr geschaffener Rat zwischen der EU und den Vereinigten Staaten hat schon erste Ergebnisse gebracht. Dazu hat der Überfall Russlands auf die Ukraine geführt. Weitere Abkommen der USA in anderen Regionen der Welt sind in Arbeit. Die neue Blockbildung im Welthandel nimmt Fahrt auf.
FUCHS-Briefe
Im Welthandel drohen neue Konflikte durch den Green Deal
Die EU beschwört mit der Einführung der CO2-Grenzsteuer weitere Handelskonflikte herauf. Einige der großen Exportnationen von Rohstoffen und Produkten der Schwerindustrie wie Stahl, Massenchemieprodukte und Halbzeuge müssen mit großen Nachteilen für ihre Industrie rechnen.
FUCHS-Devisen
Welthandelsorganisation zwischen den Fronten zerrieben
Profitieren beide vom Bedeutungsverlust der WTO: China und die USA. Copyright: Picture Alliance
Die WTO hat ihr Urteil gefällt: Die US-Zölle auf chinesische Waren brechen internationale Handelsvereinbarungen. China bekommt also Recht. Doch die Folgen des Urteils treffen zuvorderst die WTO selbst.
FUCHS-Devisen
Der Nimbus des Dollar als weltweite Reservewährung ist beschädigt
Die Freiheitsstatue war immer mehr als bloß ein Denkmal. Sie ist das Symbol für den gesamten Liberalismus. Dieser verblasst immer mehr. Copyright: Pixabay
Die Rolle des Dollar als zentrale Reservewährung wird immer häufiger in Frage gestellt. Der Dollar konnte diese Rolle spielen, weil die Großmacht USA als Supermacht nach 1945 eine internationale Ordnung gestalten und garantieren konnten. Diese Rolle wollen sie heute nicht mehr ausfüllen. Das hat Folgen für den Greenback.
Während es in den vergangenen Wochen müselig war, Gute-Laune-Nachrichten aus der Konjunktur zusammenzuharken, werden die Lichtzeichen jetzt doch wieder etwas häufiger. Das lässt zumindest mit Blick auf ein Ereignis die Hoffnungen wachsen.
Man sollte sich von der aktuellen Pfund-Stärke nicht blenden lassen.
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Großbritannien muss den Handel mit der EU und Drittstaaten im Zuge des Brexit auf andere Beine stellen. Das fällt schwerer als gedacht. Und wird den Kurs der Landeswährung Pfund beeinflussen. Aber es gibt noch mehr darauf beruhende Probleme.
Bei den bis zum Mittwoch laufenden Konferenze der WTO wird es nach Einschätzung des Generalsektretärs kaum Fortschritte bei der Bekämpfung von Protekionismus geben.