Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
2318
Credit Suisse (Lux) S.A., Österreich | TOPs 2016 - Beratungsgespräch

Gelungener Neustart

Die Wiener CS-Dependance erreicht Grün.
Die Credit Suisse in Österreich bietet sich dem Kunden als ein kompetenter Begleiter in Vermögensfragen an. Da unser Geld bereits in Österreich liegt und uns eine Bank mit Schweizer Wurzeln grundsätzlich anspricht, machen wir die Probe auf’s Exempel.
„Viel erreicht. Und noch vieles vor – wir begleiten Sie.“ Ein ganzheitlicher Beratungsansatz, bei dem das Fachwissen von Private Banking, Investment Banking und Asset Management zusammenfließen, gehört zum Kernangebot der Credit Suisse in Österreich. So will sie „die Bedürfnisse der Kunden in allen Dimensionen“ erfassen. Die Beratung analysiert das makroökonomische Umfeld kontinuierlich und leitet mögliche Szenarien für den Kunden ab. Darauf basiert in Abstimmung mit dem Kunden die individuelle Finanzplanung. Dem Kundenbetreuer stehen Spezialisten aus dem Corporate Banking zur Seite, um Kundenbedürfnisse – auch von Unternehmern – bedarfsgerecht einzugehen.     Die Credit Suisse hat ein spezialisiertes Team für die Beratung von Unternehmern. Sie stehen den Kundenbetreuern zur Verfügung, wenn es um komplexe Themen geht. Die Bank will den Unternehmer als Privatperson unter Einbezug der Entwicklung seines Unternehmens unterstützen. Sie orientiert sich dabei an dem Lebenszyklus des Unternehmens und den Plänen, die der Unternehmer mit diesem hat. Einen weiteren Schwerpunkt setzt die Bank in der Unterstützung der familieninternen Nachfolge. Zum Jahresbeginn 2014 hat die Credit Suisse ihre europäische Private Banking-Abteilung einem kompletten Relaunch unterzogen. Unter anderem wurde eine Abteilung von Morgan Stanley gekauft. Geografisch deckt die Großbank vier Regionen in der Alten Welt ab – darunter auch Deutschland, Luxemburg und Österreich. Die Restrukturierung hat das Ziel, deutlich mehr reiche Europäer zu gewinnen. Denn in Sachen Private Banking ist die CS in Europa – abgesehen vom Stammland Schweiz – immer noch eine eher kleine Nummer. Wir wollen uns ein Bild davon machen, ob die Schweizer Großbank dafür die nötige Qualität besitzt und suchen den Kontakt zur Wiener CS-Dependance.

Der Kunde und sein Anliegen

Die Testkunden der Private Banking Prüfinstanz sind vermögend und Multimillionäre. Aber sie bringen zunächst nur eine halbe Million zur Anlage mit. Ihr persönlicher Hintergrund ist sehr unterschiedlich. Gemein ist ihnen jedoch, dass sie für ein jüngeres Familienmitglied in der nächsten Generation mal Sohn oder Tochter, mal Nichte oder Neffe die Zukunft finanziell absichern wollen. Hier geht es zur ausführlichen Schilderung des Testfalls.

Das Beratungserlebnis

Die Credit Suisse-Homepage ist vom strukturellen Relaunch der Bank offenbar nicht betroffen, die Seite wirkt optisch etwas altbacken. Sie hindert uns aber zumindest nicht daran, telefonisch Kontakt mit der Wiener CS-Filiale aufzunehmen. Dort geht es zügig voran, wir erläutern einem Berater kurz unser Anliegen und den möglichen Anlagebetrag, nach handgestoppten 5 Minuten ist der Termin vereinbart. Wenig später erhalten wir per Mail eine Terminbestätigung plus Anfahrtsskizze. Vorbildlich. In der Filiale erwarten uns zwei Berater, die kurz sich (beide sind seit vier Jahren im Unternehmen) und die Bank vorstellen und dann den weiteren Gesprächsverlauf erläutern. Auf die Frage, wie wir auf die CS in Wien gekommen seien, berichten wir vom Rat unseres Steuerberaters. Außerdem ist eine internationalere Aufstellung unserer Finanzen wegen einer geschäftlichen Verbindung nach Osteuropa interessant. Wir bauen ein wenig Druck auf und berichten von einer anderen österreichischen Bank, mit der wir schlechte Erfahrung gemacht haben, obwohl die Vorgaben an sich klar geregelt waren. So etwas gäbe es natürlich gelegentlich auch in ihrem Haus, geben die Berater ziemlich direkt zu. Man würde damit einen sehr offenen Umgang pflegen – ehrlich währt am längsten. Nicht zufällig würde man bei der Servicequalität regelmäßig gut abschneiden, unter anderem bei Tests der Fuchsbriefe. Wir nehmen das zur Kenntnis und verkneifen uns den Hinweis, dass diese Aussage dann doch ein wenig geschönt daher kommt: In unserer ewigen Bestenliste liegt der Schweizer Ableger der CS gerade einmal auf Platz 24.

Am FUCHS Performance-Projekt von Dr. Jörg Richter und Verlag Fuchsbriefe nahm die Bank im Konzernverbund teil, bis das deutsche Privat Banking an die Bethmann Bank verkauft wurde. Seitdem fehlt uns der laufende Blick auf die Fähigkeiten der Bank in der Vermögensverwaltung unter Rendite- und Risikoaspekten.

Wir kommen zurück zur Sache und erfahren etwas über den „ganzheitlichen Ansatz“ der CS. Bei Fragen über unsere gesamte Vermögenssituation geben wir uns zugeknöpft und möchten nur über unser konkretes Anlagevorhaben sprechen. Unsere Vorstellungen seien durchaus realistisch, glauben die Berater in einer ersten schnellen Vorab-Kalkulation. Allerdings müssten wir uns dafür auf Aktien einlassen. Die Gebühren für ein Vermögensverwaltungs-Mandat lägen bei 1% all-in. Je nach Mandatstyps finden sich in den Kundenprotfolios der CS zwischen 10 und 50% hauseigene Produkte. Deren Verwendung, so die Bank, ermögliche im Gegensatz zu Fremdfonds eine tägliche Durchsicht aller Bestände in den Anlageklassen Renten und Aktien. Dies gewährleiste die direkte Steuerung der Vermögenswerte auf Regionen, Länder und Sektoren bis auf Einzeltitelebene hinab und somit eine Verbesserung des Risikomanagements. Insbesondere in Zeiten nach der Finanzkrise sei für den Kunden dadurch sicher gestellt, dass z.B. die Vermögensverwaltung die Positionen an Staatspapieren in den Peripherieländern direkt überwachen und transparent bewerten kann. Es folgt eine sehr präzise Prüfung und Befragung durch die Berater. Kaum etwas wird ausgelassen: Unsere genauen beruflichen Tätigkeitsfelder, gewerblicher Jahresumsatz, der eigentlich nicht zur Debatte stand, die Pläne und Vermögensverhältnisse unserer Lebensgefährtin, die man gleich gerne als Kundin mitgewinnen möchte, bis hin zu den beruflichen und privaten Interessen des betroffenen jungen Familienmitglieds, für das wir ja schließlich das Geld  anlegen wollen. Auch unser Immobilienbesitz ist Thema, Mieteinkünfte und Instandhaltungskosten werden detailliert abgefragt. Von unserer anfänglichen Einschränkung bezüglich des Anlagevorhabens lassen sich die Berater nicht abschrecken, sondern fragen immer wieder gezielt nach, ohne dabei aber zu aufdringlich zu sein. Wir haben den Eindruck, dass sie es mit der ganzheitlichen Beratung Ernst meinen. Nachdem dies geklärt ist, geht es konkret um das mögliche Anlageportfolio. Wir machen keine Einschränkungen, sind auch bereit, in Immobilien zu investieren (was die CS aber nicht anbietet). Außerdem lassen wir wissen, dass wir durchaus Erfahrung bei der Anlage in Aktien, Anleihen und Fonds haben. Uns werden verschiedene, vorab vorbereitete Risikomodelle präsentiert, die Aktienanteile variieren von 22 bis 66%. Vorbildlich. Wir erhalten zudem den Hinweis, dass uns niemand garantieren könne, dass wir die angepeilte Ausschüttung tatsächlich erreichen werden. Das versteht sich eigentlich von selbst, aber es schafft Vertrauen – einfach angenehm, wenn Berater dies offen eingestehen. Offen auch der Umgang mit Kickbacks: Diese werden an den Kunden weitergegeben. Im letzten Teil des Gesprächs beschäftigen wir uns mit der praktischen Handhabung des Vermögens. Uns ist wichtig, dass wir immer noch die Hand auf dem Geld haben können, wenn unser Nachwuchs irgendwelche Kapriolen mit dem Vermögen anstellen will. Zwar geben die Berater an, dass sie eigentlich keine Steuerberatung durchführen dürfen, balancieren aber geschickt an der Schwelle zu einer solchen. Schenkungssteuer, Testament und Veranlagungsort (Deutschland) werden besprochen, die nötigen Hinweise gegeben. Sogar ein möglicher beruflicher oder privater Umzug nach Österreich wird andiskutiert. Für weitere Hilfestellungen könne man über das eigene Netzwerk Kontakte zu Steuerberatern und Unternehmensberatern herstellen.

Fazit: Das Gespräch bei der CS in Wien hat uns voll überzeugt. Die Umstrukturierung scheint der Bank gut getan zu haben. Wir spüren den Willen, mit einer hohen Transparenz die Schwierigkeiten der Vergangenheit hinter sich zu lassen. Die Beratung ist atmosphärisch und inhaltlich überzeugend, das Beraterteam gut eingespielt. Das leicht ausgesprochene, aber schwierig umzusetzende Versprechen eines „ganzheitlichen Ansatzes“ hat sich im Gespräch widergespiegelt. Unsere Qualifizierungsampel steht auf Grün.

Hinweis: Die erreichte Gesamtpunktezahl sowie den Vergleich mit rund 100 weiteren Anbietern lesen Sie im November in „TOPs 2016“.

Fakten:

(Angaben des Hauses, Stand: 31.12.2014)

Credit Suisse (Luxembourg) S.A., Zweigniederlassung Österreich
Kärntner Ring 11-13, 1010 Wien
www.credit-suisse.com

Gesellschafter: Zweigniederlassung der Credit Suisse (Luxembourg) S.A.

Zentrale Geschäftsfelder: Vermögensberatung und -verwaltung

Alleinstellungsmerkmal / Versprechen an den Kunden:

Ganzheitliche Investmentberatung mit ausgewiesen Fachexperten in Verbindung mit weltweitem Netzwerk, insbesondere Kapitalmarktexpertise in den Märkten (Asien, Süd-Amerika) vor Ort. Speziell für Unternehmer bieten wir "Corporate Private Banking" an: dies umfasst sowohl das Portfolio Management der liquiden Veranlagungen sowie Banken-unabhängige Finanzierungsinstrumente, ergänzt durch Beratungen hinsichtlich M&A für mittelständische Unternehmen. Als USP bieten wir Unternehmern eine Plattform mit Zugang zu ausgewählten Direktbeteiligungen im österreichischen Mittelstand.

verwaltete Kundenvermögen: 1.311 Mrd. Euro (Credit Suisse Group)

Kundenzahl: k. A.

Dienstleistungsangebot:

  • (ganzheitliche) Vermögensberatung
  • Vermögens-/Wertpapierverwaltung (Depotmanagement) mit eigener Strategie
  • Offshore-Vermögensverwaltung
  • Stiftungsmanagement/Stiftungsservices
  • Custody Services
  • Nachfolgeplanung
  • M&A – Beratung

Produkte in der Vermögensverwaltung: Aktien, Renten, Hedgefonds, Zertifikate, ETF.

Hauseigene Produkte:

Konzerneigene Produkte finden nur dann den Weg in ein Kundenportfolio, wenn sie unseren Best-Select-Kriterien genügen. Bei konzerneigenen oder exklusiv vertriebenen Produkten handelt es sich i.d.R. um Produktinnovationen, die dem Kunden neue Anlagesegmente erschließen und/oder einen exklusiven Zugang zu Anlagesegmenten bieten, die bis dato ausschließlich institutionellen Anlegern vorbehalten waren (z.B. Private Equity).

Research:

Fremdresearch: Wir lesen Research von diversen Drittparteien, unsere Anlageentscheide basieren jedoch zu 100% auf eigenem Research. Eigenresearch: Als eine der führenden Finanzdienstleister mit weltweiter Präsenz haben wir ein starkes und weltweit vernetztes Eigenresearch (buy and sell) aufgebaut, welches alle bekannten Assetklassen und geographischen Räume abdeckt. Alle marktgängigen Produkte werden durch unsere Research-Abteilung abgedeckt. Die Entscheidungsgrundlage für den Anlageprozess wird durch die Meinung der unterschiedlichen Credit Suisse-Unternehmenseinheiten (Investment Banking, Asset Management und Private Banking) geliefert. Zusätzlich erfolgt eine Betrachtung der Konsensusmeinung (externes Research). Im Rahmen des Anlageausschusses und des Investment Committees der Credit Suisse AG werden die Informationen der verschiedenen Teams analysiert und zur Marktmeinung der Credit Suisse AG zusammengefasst.

Standardkonditionen bei einer ausgewogenen Risikostruktur und einem Anlagevolumen von:

  • 1,1 Mio. Euro: 1,0 % zzgl. MwSt.
  • 3,1 Mio. Euro: 0,9 % zzgl. MwSt.
  • 5,1 Mio. Euro: 0,8 % zzgl. MwSt.
(Die Konditionen sind als Orientierungsgröße zu verstehen und werden jeweils in Abhängigkeit vom zu Grunde liegenden Mandatstyp festgelegt)

Hinweis: Dieses Bankenporträt beruht auf den Eindrücken aus einem individuellen Erstberatungsgespräch, das ein zuvor geschulter Testkunde durchgeführt hat. Die wiedergegebenen Eindrücke wurden während des Gesprächs oder unmittelbar danach schriftlich protokolliert. Subjektive Wahrnehmungen lassen sich nicht ausschließen. Der Testkunde hat sich zur Neutralität gegenüber dem getesteten Institut verpflichtet. Die Bewertung wurde nach einem festen Schema vorgenommen, das die Private Banking Prüfinstanz erstellt hat. Es beruht auf der jahrelangen – wissenschaftlich untermauerten – Beschäftigung mit dem Thema Beratungsqualität im Private Banking durch die Private Banking Prüfinstanz, Dr. Richter | IQF und Ralf Vielhaber | Verlag FUCHSBRIEFE.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Firmen brauchen Notkredite

Unternehmensfinanzierung im Krisenmodus

Die Unternehmen brauchen jetzt dringend Liquidität. © Picture Alliance
Die Corona-Krise schlägt vielfältig auf die Unternehmensfinanzierung durch. Politik und Geldpolitik versuchen, der harten Vollbremsung der Wirtschaft mit der Bereitstellung von Milliardensummen etwas entgegen zu setzen. Die Ziele sind klar – kurzfristige Hilfestellung für Unternehmen einerseits und Liquiditätsversorung der Märkte andererseits. Die realen Wirkungen überraschen aber zum Teil.
  • Fuchs plus
  • Produktcheck: Allianz Thematica

Immer die besten Zukunftstrends im Depot

Der Allianz Thematica setzt auf das Anlagethema Megatrends. Eines davon: sauberes Trinkwasser. Copyright: Pixabay
Es gibt Anlagemoden und Megatrends. Während Anleger bei den Moden kurzfristig gute Chancen finden, sind die Megatrends für langfristige Investments interessant. Die Schwierigkeit besteht für Anleger nur darin, diese Trends auszumachen und dann auch noch Aktien von Unternehmen zu finden, die besonders von diesen Trends profitieren. Ein Fonds hat sich genau das zur Aufgabe gemacht.
  • Fuchs plus
  • Es ist nicht alles rabenschwarz

Da geht noch was

Einen Wirtschaftseinbruch von bis zu 20,6 Prozentpunkte. Die Stimmung in den deutschen Unternehmen hat sich massiv verschlechtert. Der vorläufige ifo Geschäftsklimaindex ist im März auf 87,7 Punkte eingebrochen – der stärkste Rückgang seit 1991 und der niedrigste Wert seit August 2009. Dennoch gibt es immer wieder Gründe, den Kopf nicht hängen zu lassen.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Ausverkauft auf dem Weg nach oben

Gold will zum Allzeithoch

Der Goldpreis ist ordentlich angesprungen. Trotzdem ist das Edelmetall langfristig noch zu billig. Copyright: Pixabay
Der Goldpreis ist ordentlich angesprungen. Trotzdem ist das Edelmetall langfristig noch zu billig. Wer unserer Kaufempfehlung vor wenigen Wochen gefolgt ist, passt die Position jetzt an.
  • Fuchs plus
  • Öl läuft weiter

Opec+ nicht einig über Förderkürzungen

Der Streit um die hohen Ölfördermengen geht in die nächste Runde. Hinter verschlossenen Türen verhandelt die Opec+ am Freitag früh über Förderkürzungen. Nicht einmal der Beginn der Videokonferenz ist offiziell bekannt. Am Ölmarkt herrscht gespannte Ruhe. Liegt der OPEC+-Beschluss vor, wird der Ölpreis eine neue Richtung einschlagen.
  • Fuchs plus
  • Wochentendenzen für die Woche vom 9.4. bis 17.4.

Marktberuhigung

Die hohen Ausschläge an den Währungsmärkten lassen wieder nach. Die Forex-Märkte beruhigen sich wieder und gehen damit in das Osterwochenende. Neue Impulse erwarten wir erst danach - in Abhängigkeit der Corona-Entwicklung und einer Einigung der Opec+-Verhandlungen.
Zum Seitenanfang