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Bankenaufsicht

Niemand braucht London

Brexit: die Tage Londons als Sitz der Bankenaufsicht sind gezählt. © picture alliance/dpa, Daniel Kalker
Großbritannien kämpft um den Sitz der Europäischen Bankenaufsicht in London. Doch das Land hat keine überzeugenden Argumente auf seiner Seite.
Die EU-Kommission möchte das Euro-Clearing aus Gründen der Finanzaufsicht innerhalb der EU-Jurisdiktion halten. Das erfordert nach dem Brexit einen Umzug aus London auf den Kontinent. Die EU tut gut daran. Denn die Leistungen der Briten sind wenig überzeugend, wie sie mit der Krise 2008/09 bewiesen haben. Zunächst haben sie durch ihre Blockade notwendiger Beschränkungen für allzu riskante Geschäftsmodelle maßgeblich zur Dimension der Krise beigetragen. Danach haben sie sich im Alltagsgeschäft ihrer nationalen Bankaufsicht als völlig unfähig erwiesen; so ließen sie das britische Haus Northern Rock in eine gänzlich unstrukturierte Pleite hineinlaufen. Sie haben damit die Initialzündung für das Überspringen der Krise nach Europa gegeben. Es waren die Bilder aus Großbritannien von einem Bank Run im Stil der 1930er Jahre, die die damalige Panik und Krisenstimmung entscheidend verstärkt hatten.

Fazit: Es gibt keinen sachlichen Grund, dem Standort London konkrete Vorteile oder gar besondere Effizienz zuzuschreiben.

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