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Neues Verfahren zur Stahlgewinnung setzt sich durch

Umweltfreundliche Stahlproduktion auf dem Vormarsch

Die Produktion von Stahl ist auch die Produktion von CO2. Oder besser gesagt: war. Denn ein schon lange in der Erprobung befindliches umweltschonendes Verfahren schafft gerade den Durchbruch.

Einer der großen CO2-Verursacher der Welt, die Stahlproduktion, wird umweltfreundlich(er). Bisher stammen rund 9% der globalen CO2- Emissionen aus der weltweiten Stahlproduktion. Doch eine bereits seit 20 Jahren im Experimentierstadium befindliche Methode – die Direktreduktion von Eisen aus Eisenerz – ist inzwischen soweit fortgeschritten, dass große Anlagen gebaut werden können, die die Verhüttung des Erzes weitgehend emissionslos machen.

Eine Vorreiterrolle spielt dabei Australien. Das Eisenerz- und Kokskohle-reiche Land kann dank seiner geographischen Lage kostengünstig und reichhaltig Solarenergie gewinnen und damit Wasserstoff erzeugen. Damit ist die Stahlerzeugung aus Erz im Wege der Direktreduktion vor Ort wirtschaftlich möglich. Zu den Vorreitern bei der Nutzung dieses Verfahrens zählt Sanjeev Gupta’s Liberty Steel-Gruppe. Es ist die größte der drei Säulen in der GFG-Alliance, der indisch-britischen Gupta-Familienholding.

In Europa ist Schweden Vorreiter

Aber auch in Europa gibt es inzwischen starke Ansätze in Richtung Eisenproduktion unter Ausschluss von CO2-Emissionen. Vorreiter ist die schwedische LKAB-Gruppe. Sie bereitet dazu die bisher größte Investition in der Industriegeschichte des Landes in Höhe von 47 Mrd. Dollar vor. Willkommener Nebeneffekt: Stockholm hofft auf diese Weise auch die Zukunftssicherung des Erzabbaus in Nordschweden sichern zu können. Der für die Wasserstoff-Erzeugung benötigte zusätzliche Strom soll in Schweden hauptsächlich von Wasserkraftwerken kommen. 

Fazit: Die nächsten Jahre werden für die Stahlindustrie geradezu revolutionär verlaufen. Das wird viele Zulieferer hart treffen. Branchen wie Bergbau, Anlagenbau erhalten neue Geschäftsmöglichkeiten.

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