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Basis-Trades, Margin Calls und Dollar-Schwäche

US-Anleihen in der Vertrauenskrise

Die US-Anleihenmärkte geraten unter Druck. Steigende Renditen, Panikverkäufe und ein schwächelnder Dollar lassen auf den Märkten Zweifel aufkommen. Was hinter der Unruhe steckt, warum sogar Hedgefonds zittern – und worauf Euro-Anleger jetzt achten müssen.

Eigentlich gelten US-Staatsanleihen als Rückzugsort in unsicheren Zeiten. Doch aktuell entwickeln sie sich zum Stressfaktor der globalen Finanzmärkte. Die Renditen zehnjähriger Treasuries stiegen innerhalb weniger Tage sprunghaft von 3,9% auf 4,5% – während Aktienmärkte gleichzeitig abstürzen. Ein Verhalten, das Kenner stutzig macht.

In der Regel flüchten Anleger bei Panik in US-Staatsanleihen, was deren Kurse steigen und die Renditen fallen lässt. Diesmal jedoch nicht. Die Märkte wirken wie blockiert, Liquidität trocknet aus. Schon warnen Analysten vor einer Entwicklung, die an die Turbulenzen zu Beginn der Corona-Pandemie erinnert.

Ein gefährlicher Teufelskreis aus Margin-Calls und Basis-Trades

Ein Auslöser: Hedgefonds, die stark auf sogenannte „Basis-Trades“ gesetzt haben – ein gehebeltes Geschäft, bei dem kleine Preisunterschiede zwischen Anleihen und Futures ausgenutzt werden. Das Problem: Wenn diese Strategie durch Marktbewegungen ins Wanken gerät, müssen die Fonds schnell verkaufen – und zwar genau jene Anleihen, die ohnehin unter Druck stehen.

Gleichzeitig fordern Wall-Street-Banken die höchsten Sicherheitsleistungen seit Jahren. Die Folge: Ein Zwangsverkauf nach dem anderen. Auch britische Pensionsfonds gerieten 2022 in eine ähnliche Spirale. Nun trifft es die USA. Die Liquiditätssituation ist erneut sehr angespannt.

Der Dollar verliert an Glanz – und an Vertrauen

Während die Renditen steigen, verliert der Dollar an Boden. Analysten von Goldman Sachs schlagen Alarm: Trumps neue Handelspolitik gefährde nicht nur Unternehmensgewinne, sondern auch das Vertrauen in die Stabilität der US-Währung. Die Folge: Kapital fließt ab, der Greenback gerät unter Druck.

Für europäische Anleger, die auf den starken Dollar und attraktive US-Zinsen gesetzt haben, ist das ein Rückschlag. Die Abwertung frisst Zinsvorteile auf – oder kehrt sie sogar ins Minus. Wer US-Staatsanleihen im Depot hält, sieht sich plötzlich mit erheblichen Währungs- und Kursrisiken konfrontiert.

Fazit: Anleger sollten ihre US-Anleihen-Strategie überprüfen. FUCHS-DEVISEN sind der Meinung, dass die Märkte übertreiben. Sowohl die US-Anleihenrenditen, als auch der Dollar werden sich wieder stabilisieren. Wer flexibel bleibt, Liquiditätsreserven hält und schrittweise investiert, kann von höheren Renditen profitieren – sollte aber auf Kursverluste und Marktverwerfungen vorbereitet sein.

Empfehlung: Ein Einstieg sollte gut überlegt und möglichst gestaffelt erfolgen.

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