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2022
Fortschritte beim Handelsabkommen mit Indien und Mercosur

US-Zölle beschleunigen EU-Handelsabkommen

© AnthiaCumming / Getty Images / iStock
Die geplanten Handelsabkommen der EU machen gute Fortschritte. Das Abkommen mit den Mercosur-Staaten geht in die Ratifizierung. Mit Indien stehen in den kommenden Tagen wichtige Verhandlungen an.

Der Druck der US-Zölle auf die EU und ihre Handelspartner sorgt für schnellere Abschlüsse bei neuen EU-Handelsabkommen. Dieses Wochenende werden EU-Handelskommissar Sefcovic und Agrarkommissar Hansen nach Indien reisen. Sie wollen Unstimmigkeiten im geplanten Abkommen ausräumen. Diese gibt es noch bei den EU-Ursprungsregeln, den indischen Zöllen auf Wein und Milchprodukte und dem Marktzugang für europäische Produkte in Indien. 

Fortschritte bei Handelsabkommen mit Indien und Mercosur

Die EU ist Indiens wichtigster Handelspartner mit einem Handelsvolumen von 135 Mrd. Euro im Jahr 2024. Der indische Industrieminister Piyush Goyal hat kürzlich erklärt, die Gespräche mit der EU kämen schnell voran und er rechne bei dem Besuch mit wichtigen Fortschritten. Indische Medien wie NDTV oder Business Standard erwarten, dass die Zielvorgabe von Indien und der EU, das Abkommen bis Ende 2025 abzuschließen, erreicht wird.   

Bei den Abkommen mit den Mercosur-Staaten und Mexiko hat die EU schon das erste Ziel erreicht. Die EU-Kommission hat das Abkommen formell angenommen und somit den Ratifizierungsprozess begonnen. Die Zustimmung Frankreichs und Polens, die steigende Agrarimporte in die EU fürchten, will die EU-Kommission mit Zusatzerklärungen zu dem Abkommen erreichen. Eine Ratifizierung des Mercosur-Abkommens in den nächsten sechs Monaten ist möglich.

Fazit: Der durch Trumps Zölle entstandene Druck auf die EU und andere Handelsblöcke weltweit beschleunigt den Abschluss neuer Handelsabkommen. Nach dem Mercosur-Abkommen könnte bald auch das Abkommen mit Indien in die Ratifizierung gehen.

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