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Finanzierung: Deutsche Unternehmen in der Klemme

US-Zollpolitik belastet Unternehmensfinanzierung

Die US-Zollpolitik und Trumps Strafzölle belasten deutsche Unternehmen spürbar, während die EZB die Leitzinsen senkt. Doch Banken agieren zurückhaltend, die Kreditvergabe bleibt restriktiv.

Das Umfeld für Unternehmensfinanzierungen wird durch die US-Zollpolitik belastet. Die Strafzölle von Donald Trump verschlechtern merklich die Refinanzierungsbedingungen deutscher Unternehmen. Einerseits treten die Banken auf die Bremse und fokussieren mehr auf die Risiken. Andererseits haben die steigenden Anleiherenditen die Finanzierungskosten an.

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird am Donnerstag die Leitzinsen erneut senken. Danach dürfte es für die Geldhüter schwieriger werden. Denn die Einschätzung der künftigen Inflationsentwicklung wird schwieriger. Derweil hat die Inflation sich weiter abgekühlt und fast das Ziel der Notenbank erreicht. In der Eurozone liegt die aktuelle Inflationsrate bei 2,2% (April). Morgen (Dienstag) wird die neue Inflationsrate bekannt gegeben. Sie dürfte für die Eurozone bei 1,9% liegen.

Märkte haben Zinssenkung bereits eingepreist

Für Unternehmen bedeutet die Geldpolitik der EZB potenziell günstigere Finanzierungskonditionen. Die Senkung der Leitzinsen dürfte aber kaum noch zu niedrigeren Kreditzinsen führen. Denn die Märkte haben den Zinsschritt bereits eingepreist. Die Zinsen am kurzen Ende liegen bei 1,85%. Am langen Ende liegen die Renditen bei 2,53%.

Die tatsächliche Wirkung von der Transmission der Geldpolitik auf die Finanzmärkte und die Kreditvergabe hängt ohnehin wesentlich von den Banken ab - und die bleiben zurückhaltend. Die Finanzierungsbedingungen der Geldhäuser sind weiterhin stark restriktiv. Das zeigt die KfW-Kredithürde, für die Unternehmen befragt werden.

Unternehmen: Die Banken halten die Taschen zu

Den Auskünften zufolge nimmt ein überdurchschnittlicher Anteil von Unternehmen die Kreditvergabe von Banken als restriktiv wahr (33,8% der KMU). Der Anteil der Unternehmen, die von hohen Hürden bei den Banken berichten, hat sich erneut um 1,8 Prozentpunkte erhöht. Das ist ein neues Rekordniveau.

Besonders problematisch ist die Lage für Unternehmen, die ohnehin schon in einer schwierigen Lage sind. Denn die Banken versuchen derzeit, Risiken zu meiden. Das führt zu einem Selektionseffekt. Unternehmen mit schwieriger Finanzsituation fragten vermehrt Kredite an, stoßen aber gerade wegen ihrer schwachen Kreditwürdigkeit zunehmend auf Ablehnung bei den Banken.

Kreditnachfrage bleibt mau

Zugleich zeigt sich, dass die Kreditnachfrage der Unternehmen weiter mau ist. Obwohl die Nachfrage nach Finanzierungen im vorigen Quartal schon gering war, hat sie sich zuletzt nochmal verringert. Die konjunkturellen Unsicherheiten und das Hin und Her bei den Zöllen bremst die Investitionsbereitschaft der Firmen weiter signifikant aus. Positive Effekte nach dem Regierungswechsel in Berlin lassen noch auf sich warten.

Fazit: Das Finanzierungsumfeld bleibt für Unternehmen herausfordernd. Wer Kredit sucht, sollte in einer möglichst guten Finanzverfassung sein und ein möglichst volles Auftragsbuch haben.
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